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Hogjaw im Spirit of 66 in Verviers/Belgien am 17.04.2012

(vo) 356 Tage nach ihrem letzten und ersten Auftritt im Spirit kochten die vier Jungs das Mekka der Rock- und Bluesliebhaber am Rande der Ardennen auf und präsentierten knapp 2 Stunden siedend heißen Rock`n`Roll. Hogjaw rockten und rollten auch 2012 in dieser Besetzung durch Europa: Jonboat Jones – Gitarre und Gesang, Elvis D. DeLuca – Bass, Greg Self , genannt Krek, – Gitarre und J.Kowalski genannt Kwall – Schlagzeug und Gesang.  Das Quartett stammt aus Arizona und kennt sich seit der gemeinsamen Schulzeit.  Zusammen Rock`n` Roll machen sie seit 2006. Seitdem erschienen drei CD`s oder LP:  „Devil`s In The Details“,  „Ironwood“ und vor einigen Wochen  „Sons Of The Western Skies“.

Die Party begann um 20 Uhr 30 mit Donnergrollen aus 4 Kehlen,  von 16 Saiten und aus diversen Schlaginstrumenten,  „Rollin` Thunder “ fegte durch den Klub.  „Our Voice Will Thunder “ heißt es im Text dieses Liedes und wir Fans aus Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden spendeten nach diesem Auftaktgewitter donnernden Applaus.  Der Sound im Spirit, gemixt von Besitzer und Lokalmatador Francis, war wie immer, voller Spirit und vom Feinsten.  Die Lightshow passte zu jedem Song wie der Rock zum Roll, ein perfekter Abend für das begeistert mitrockende Volk.  Die nächsten drei Lieder stammten von ihrer neuen CD.  „Hells Half Home Of Mine“  rockte durch die harten Riffs von Kreg die Hütte,  Jonboat röhrte sich den Mund fusselig und gab dem Gitarrenrhythmus die Sporen. 

Elvis und Kwall stützten mit vollstem Körpereinsatz die Gibson Attacken und fütterten ohne Unterlass die Groove Maschinerie Hogjaw.  Es rollte.  Bei „Road Of Fools “ shoutete Kwall den Text ins Spirit,  „Six Shots“  folgte und Gibson und Gibson fingen langsam damit an, sich Scharmützel zu liefern.  Der Spruch dazu:  Je Gibson, desto lauter.  Und Kreg ließ das Baby kreischen und wimmern,  sein Wah Wah Pedal heißt ja nicht einfach nur so  „Cry Baby“.  Der Folgesong „County Line“ war ein etwas ruhigerer Vertreter im Repertoire der Jungs und stammte vom Album „Ironwood „.  Die Gitarrengangart ist im melodiösen Southern Rock Bereich angesiedelt, aber keinesfalls als Beruhigungspille.  Die musikalische Quecksilbersäule sank um keinen Millimeteraus dem oberen Bereich herab.

Danach war Zeit für einen Aufguss aus Trinkbechern und Flaschen,  gefüllt mit feinsten Erzeugnissen belgischer Bierbraukunst,  für die Rocker auf und vor der Bühne. Der Song  „Gitsum“ von ihrem ersten Album im Anschluss sorgte damals durch das zugehörige Video bei mir und anderen Europäern für Kopfschütteln.  Nicht für den musikalischen Wert, der Song rockt gut nach vorne,  aber die Ballerei im Clip mit allen möglichen Schusswaffen, das werden wir hier wohl nie verstehen. Weiter im Rock und Text, auch „El Camino“ stellte unter Beweis, diese Vier rocken sich perfekt aufeinander eingespielt die Seele aus den Leibern, das passt. Und dann folgte einer der Stiefel Auszieher und Refrain Mitgröhl Songs überhaupt,  „Look To The Sky“, vom neuen Album.  Eine himmlische Southern Ballade.  Voller Inbrunst sangen Jonboat, Kwall, Elvis und der sonst so ruhige Kreg zusammen mit den Fans vor der Bühne: “ Look to the sky and realize, what was brought before our eyes.…“  Einige Fans wischten sich die Freudentränen aus den Augenwinkeln und Bärten und sangen sich Kippenvel,  wie es in den Niederlanden so schön heißt.  Kreg brannte ein Saiten Feuerwerk ab….ich würde mir wünschen, das ihn Gibson alleine wegen dieser Darbietung mit einer Signatur Gitarre ehren  würde.

Weiter im Konzert: die nächste Kippenvel Attacke folgte, „This Whiskey“.  In diesem gestrigen, heutigen und zukünftigen Gassenhauer mit leichten Country Anteilen duellierten sich Jonboat und Kreg, bis die Saiten qualmten.  Elvis und Kwall ließen auch nicht locker.  Die beiden haben mit ihren Groovearbeiten sicherlich schon etlichen Kakteen in der heimischen Sonora Wüste die Dornen geschliffen.  Zum Cover dieses Abends, „Goin` Down“:  Dieser Titel stammt aus der Feder von Don Nix und ich behaupte mal, einer der meist gecoverten Titel in der Geschichte der Rockmusik.  Hogjaw fetzten ihn ins Spirit und wir hörten wie schon einmal an diesem Abend, das auch Kwall über eine gute Stimme verfügt. Die letzten vier Stücke dieses Konzerts inklusive der Zugaben spielten sich auch mit Ausnahme von „Blacktop“ im Geschwindigkeitsbereich von „Goin` Down“ ab.

Die Jungs rockten die Lasur aus dem Holzfußboden des Spirit und kamen nach ihrem restlos begeisternden Auftritt noch zu Smalltalk und Autogramme schreiben an ihren Merchandising Stand.  Dort kaufte ich mir noch das Tourshirt bei Carmen, der Tourbegleiterin der Band, sie arbeitet für Teenage Head Music.  Diese Musikagentur ist eine Anlaufstelle für Freunde guter, fetziger Rockmusik der Genres Southern Rock,  Biker Rock etc. Ich hoffe, ich sehe die Band im nächsten Jahr wieder in unserer Gegend.  Guckt euch die Jungs an, es lohnt sich und es lohnt sich auch ein Besuch im Spirit of 66,  solche Klubs werden heute nicht mehr gebaut….. ( Volker )

Hier unsere weiteren Artikel zu „Hogjaw“:

Hogjaw Konzertbericht vom 27.04.2011

Hogjaw CD-Review:  Sons of the Western Skies

Hogjaw CD Review:  Ironwood

Live-Musikclub:  Spirit of 66 in Verviers

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