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Stevie Nicks – Through The Looking Glass DVD

stevienicksdvdIhr Timbre und ihre Performance können einen schwindelig machen. Man schmilzt dahin und möchte sie nur noch „wiegen“.
Die Rede ist von Stevie Nicks, „die“ Stimme von Fleetwood Mac. Zumindest ab 1975/76.
Ab da war die ursprüngliche Bluesformation von Mick Fleetwood zusammen mit John & Christine McVie, Peter Green und anderen Geschichte.

Die Band steckte in der Krise. Ein radikaler Neuanfang musste her.
Wie uns Keith Olsen in obiger DVD-Rückschau berichtet, hatte er offensichtlich das richtige Gespür zur richtigen Zeit. Der Produzent sagte Warner Brothers Records sinngemäß: „Lindsay Buckingham und Stevie Nicks sind Juwelen. Schecks und Renditen werden fließen!“
Buckingham/Nicks hatten einen Vertrag mit Polydor und mit ihrem selbstbetitelten Album mehr als aufhorchen lassen.
Im Verbund mit Richard Dashut und Ken Caillat schaffte man es tatsächlich, Buckingham/Nicks sowohl mit Mick Fleetwoods Rumpfband als auch mit WB Records zu vermählen.
Ein perfekter Coup: Fleetwood Macs erstes selbstbetiteltes Album schlug ein wie eine Bombe („Rhiannon“).
Der Nachfolger „Rumours“ toppte es locker und gilt seither als unkapputtbar!
Ein Meilenstein des Poprock-Genres (mit „Don’t Stop“, „Go Your Own Way“, „The Chain“, „Gold Dust Woman“).
40 Millionen Tonträger zeugen davon.
Kompositorisch in Mehrheit verantwortlich: Buckingham/Nicks.
Das Album versteht sich als eine Art Tagebuch der Protagonisten.
Die Liebschaften von Lindsay Buckingham und Stevie Nicks und die von John McVie mit Christine McVie (geborene Perfect) brachen während der Aufnahmesessions zu „Rumours“ auseinander.
Auch die Ehe von Bandleader Mick Fleetwood wollte nicht halten.
Jedenfalls machten alle das Beste draus.
Eifersucht, verschmähte Liebe und Scheitern wurden aus der Not heraus zum zentralen Thema von „Rumours“.
Und dann kam das Verkaufswunder.
Damit hatte im Grunde niemand gerechnet.
Der Erfolg setzte sich zehn Jahre später mit „Tango In The Night“ fort („Big Love“, „Seven Wonders“, „Everywhere“, „Little Lies“).
Dazwischen hatte Frau Nicks so etwas wie eine „Solo-Karriere“.
Die wird keineswegs ausgespart.
Rare Teenager-Fotos runden das Ganze ab.
Grandios!
Stevie Nicks eine „Göttin“?
Nun ja: wer sich diese DVD zu Gemüte führt, sollte sich warm anziehen. Oder er verfällt dieser Stimme mit Haut und Haar.
Fleetwood Mac sind im Herbst 2013 auch in Deutschland auf Tour.
Wie Zeitungs-Kollege Dirk Hautkapp aus den Staaten berichtet, schmachten sich Stevie Nicks und Lindsay Buckingham während des Konzerts neuerdings so an wie zu besten Verliebtheitstagen.
Große Kunst!

Stevie Nicks „Through The Looking Glass“
A Documentary Film
TT: 128 min
Pride PGDVD158
Vertrieb: in-akustik

(Heinz W. Arndt)

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Mai 2013
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