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Joe Louis Walker – Hornet’s Nest

Joe Louis WalkerBei Joe Louis Walker tropft die Leidenschaft für Soul, Blues & Rock gewissermaßen aus jeder Pore.
Im Gegensatz zu seinem eher smootheren Soulbrother Robert Cray geht es Walker aber mit viel mehr Schmackes an. Das ist ihm hervorragend gelungen. Bis auf wenige Ausnahmen.
Hören wie mal rein …

Im Titeltrack und Opener sind Walkers flinke Finger quasi überall – heraus kommt ein Einstieg nach Maß.
Ein mitreissender bluesunterfütterter Uptemporocker, der einen so richtig neugierig macht und unbedingt nach mehr verlangt.

Mit “All I Wanted To Do” liefert Walker ähnliche Power. Purer Memphis Soul der 60er Jahre, die grandiose Bläserfraktion tut ihr Übriges.

„The Sun Goes Down“ ist veritabler Midtempo-Blues, Walkers kraftvolle Stimme kommt hier voll zur Geltung.

„Stick A Fork In Me“ ist als Shuffle rhythmisch ein wenig anders akzentuiert, haut aber in die gleiche Power-Kerbe.

In „Don’t Let Go“ lässt er swingen. Das Arrangement dieses Covers ist auf wundersame Weise mit dem vergleichbar, was wir z.B. vom „O Brother Where Art Thou?“-Soundtrack kennen: Country meets Soul, Blues meets Gospel (einschl. Call & Response).
Im wahrsten Sinne großes Kino.

Mit „Love Enough“ gibt’s erneut ’ne fette Souldröhnung und „Rambling Soul“ hat (siehe Track eins) wieselflinke Rockanteile.

Mit dem Stones-Cover „Ride On Baby“ senkt sich mein Daumen indes in die „knapp- ausreichend“-Position. Da passt Walkers Gesang gar nicht. Das Arrangement klingt so, als habe man für die Endabmischung zudem das Band einen Zacken schneller laufen lassen.

Egal! „Soul City“ reminisziert The Bar Kays und transportiert (siehe Track zwei) erneut den typischen Soul der 60er mit Respekt in die Neuzeit.

In „I’m Gonna Walk Outside“ gibt es ’ne Menge Slide und die Stimme klingt huldvoll nach B.B. King. Sehr schön!

„Not In Kansas Anymore“ lässt von der Machart her anfangs eher The Who als Walker vermuten. Im Laufe des Tracks verwischt sich das ein wenig – es bleibt aber ein veritabler Rocker.

Als Abschluss liefert „Keep The Faith“ viiiel „Uh Huh Huh“-Hupfdohlengesang (von Männern, wohlgemerkt!). Klingt ein wenig überfrachtet und leicht kitschig – ändert aber wenig am Gesamteindruck von „Hornet’s Nest“.

Und der ist ein gut (plus)!

Die exzellente Band nicht zu vergessen. Die besteht aus:
Joe Louis Walker (Guitar, Vocals)
Rob McNelley (Guitar)
Tommy MacDonald (Bass)
Reese Wynans (Piano, Wurlitzer Piano, Hammond B-3 Organ)
Tom Hambridge (Drums, Tambourine, Percussion, Background Vocals)
Muscle Shoals Horn Section on “All I Wanted To Do”:
Charles Rose (Trombone)
Jim Horn (Saxophone)
Vinnie Ciesielski (Trumpet)
Ray Walker, Curtis Young & Michael Black (Background Vocals)
Produced by Tom Hambridge at Sound Stage Studios, Nashville, Tennessee

(Heinz W. Arndt)

Joe Louis Walker “Hornet’s Nest
(Alligator / in-akustik)

Joe Louis Walker

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