rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

Jared James Nichols – Old Glory & The Wild Revival

jared-james-nichols_old-glory(co) Hätte man einen besseren Titel für ein Album finden können, das sich mit virtuosem Blues und gewissen rock’n’rolligen Einflüssen schmückt als „Old Glory & The Wild Revival“? Wohl kaum! Aber so einem Titel muss man dann auch gerecht werden. Mutig – gerade für einen jungen Mann Anfang 20.
Die Richtung ist dabei wie durch Schienen vorgegeben. Ohne hier mit großen Namen von vor 20 Jahren herumzujonglieren, sei einfach an eine sympathische Männerstimme mit rauchig, verführerischem Unterton erinnert, die in Paarung mit dem Overdrive der Gitarre über Liebe, alltäglichen Schmerz und die Welt im Allgemeinen sinniert. Der Gesang kommt dominant durch den Mix durch, teilt sich ihren Platz aber stets mit der mehr oder minder (je nach Song) rauchig-rauen Gitarre.
Das erscheint auf den ersten Hör vielleicht nicht sonderlich einfallsreich, ist aber herzergreifend gut auf dieser LP umgesetzt und die klare Linie unterstreicht das Einfache und Ehrliche in dieser Musik. Und der gewisse Touch aus dem Southern Rock sorgt für die nötigen Überraschungen.

Apropos Southern. Am wuchtigsten kommt dieser Einfluss im Sound und Riffing von „Can You Feel It“ durch, was dem Song einen etwas wuchtigen Eindruck gibt, der durch den fast klassischen, aber durchweg sympathischen Refrain aufgefangen wird. Insbesondere Jareds Stimme hält hier aber den Ball flacher als bei Bands wie Hogjaw und Co.
Songs wie „All Your Pain“ oder „Let You Go“ verhalten sich wesentlich hymnischer. Ihr ruhiges, gelassenes Tempo rückt die Stimme mehr in den Vordergrund, was abschnittsweise fast poppig daher kommt.
Aber mancher Song verhält sich auch raubeiniger. Der erste Titel „Playin‘ For Keeps“ ist ein gutes Beispiel dafür; ebenso „Blackfoot“. Beiden Songs ist gemeinsam, dass der Overdrive ein sattes Stückchen weiter aufgedreht ist. Trotzdem sorgt das Songwriting dafür, dass die Songs zwar herausstechen, aber im gesamten Album mehr wie eine gute Menge Pfeffer wirken und nichts am eigentlichen Stil ändern (so wie auch der vorher erwähnte Southern). Besonders die Soli sind bombastisch, auch – oder vielleicht gerade – wenn sie gut über den Tellerrand hinausschauen.
Die beiden letzten Songs, die sich nach „Blackfoot“ noch anschließen, punkten abschließend mit viel unverwaschenem und klassischem Charme. Mehr als ein würdiges Ende, das sich etwas historischer verhält als viele der Songs davor und somit einen wunderbaren Bogen schlägt.

Auf „Old Glory & The Wild Revival“ wird man mit einer mächtigen Menge Talent konfrontiert. Jared James Nichols hat hier ein wuchtiges Stück geschaffen, dass durchaus als guter Versuch der Erneuerung einer in der Versenkung verschwundenen Musik gelten kann. Egal ob Mitte der Neunziger oder Heute, der Mann macht das einfach fantastisch und überzeugend! Klare Empfehlung für alle, die die Blues-Virtuosen vermissen!….(Colin)

Jared James Nichols

Die Tourtermine in unserem Blog

Einsortiert unter:Album Reviews, Rock, Southern Rock, ,

Mai 2014
M D M D F S S
« Apr   Jun »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Unsere Facebookseite

Link zu unserem You Tube Kanal

Prophecy Fest in der Balver Höhle am 28./29.07.17

Krach am Bach Festival Beelen am 04. + 05.08.17

Aqua Maria Festival Plattenburg – Prignitz am 11. & 12.08.2017

Trafostation 61 Festival Frechen-Grefrath vom 11.-13.08.17

Brainstock Generator Party im Band-House Düsseldorf Reisholz am 09.09.17

Magnificent Music Festival am 06.+ 07.10. in Berlin und Jena

Light Town Blues Eindhoven 03.11.17

Helldorado – The Incredible Rock & Roll Freakshow Klokgebouw/Eindhoven 18.11.17

Diese Artikel werden gerade gelesen:

%d Bloggern gefällt das: