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Sophie`s Earthquake – S/T EP

Sophie coverDiesmal fängt die Rezension mit einer kleinen, sehr persönlichen Geschichtsstunde an. Diese Platte hat nämlich was besonderes an sich: Damals, als ich das erste Mal auf diesen schönen Blog aufmerksam gemacht wurde, war es genau dieses Album, das mich inspiriert hat und davon überzeugen konnte selber wieder in Sachen Schreiberei tätig zu werden.
Aber heißt das nicht, dass Sophie’s Earthquake das Werk schon vor einer ganzen Weile veröffentlicht haben? Ja, stimmt absolut, aber noch nicht auf Vinyl!

Gemein ist allen Songs der sagenhaft sahnige Sound in Verbindung mit einem fairen Maß an Härte. Die gibt sich zwar gerne schwer und präsent, schiebt sich auch gerne abschnittsweise in den Vordergrund, ist aber nie nur um ihrer selbst willen dabei. Entscheidend ist hier die Mischung aus hart und weich (eher Schwere gegen Leichtigkeit). Die Länge jedes einzelnen Tracks erlaubt den jungen Musikern aus Mannheim, sich wirklich auszutoben und so finden sich neben jeder Härte auch zarte Melodien und ausgeprägt freizügige Parts, die den Stand als “Psych”-Band unterstreichen. Trotzdem fühlt man sich auch an Bands aus der Postrock-Szene erinnert. Tatsächlich zeigen sich in der Musik von Sophie’s Earthquake sehr viele Einflüsse aus Psych, Post, sanftem Stoner und vielem anderem.
Man ist gewillt, viele Vergleiche anzustellen, aber sollte man das? Fakt ist, die Jungs machen ihre Sache gut und der Mix ist fantastisch.
Die drei Songs der EP stellen dabei ein Mosaik all dieser Facetten dar. Dabei hat aber jeder Song noch so seinen ganz eigenen Aha-Moment. Was erstmal nach reiner Experimentiererei und nach wenig Zusammenhang klingen mag, kommt auf der Platte der Mannheimer sehr gut rüber. Mal arbeiten sie mit Gesang, der sich beschwörend und doch beruhigend über die Riffings legt, dann mit langen Solipassagen Marke Vai oder Petrucci, werden aber nie so aufdringlich. So viel Musik, soviel Detail… Und niemals ein Stottern oder „Hä?“ im Fluss der Platte.

Das lässt nur einen Schluss zu: In diesem Fall ist die Prägung auf das vielleicht heiligste Material, das der Musikfanatiker kennt, ein wahrhaft verdienter Ritterschlag. Die Klangstrukturen sind so schön satt, die Songs immer zwischen Hammerschlag und warmer Daunendecke. Alles wirkt authentisch und greifbar nah wie eine Session, aber trotzdem merkt man der Ausgewogenheit jedes Titels an, wie viel Detailarbeit in jeden Song geflossen ist. Das alles paart sich auf spektakuläre Weise mit dem bandeigenen und inspirierenden Musikstil. Traumhafte Sache!

P.S.: Wenn man mit Anekdötchen anfängt, solltet man wohl auch damit enden. Lustiger kleiner Zufall: Das wunderbare Mastering der Platte stammt aus einem Studio in dem Dörfchen, in dem ich aufgewachsen bin. Seltsame Zufälle….(Colin)

Sophie`s Earthquake

Adansonia Records

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Juli 2014
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