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Crippled Black Phoenix + Temple Fang im Club Volta Köln am 06.05.2026

(mi + vo) Was kann es für einen Freund elektrisch verzerrten Gitarrensounds schöneres geben, als das an seinem Geburtstag eine seiner Lieblingsbands spielt. So geschehen am 06.05. im Club Volta in Köln: TEMPLE FANG aus Amsterdam als Support für CRIPPLED BLACK PHOENIX.
Seit ich die Amsterdamer Psychedelic – Space Rock Formation das erste Mal live gesehen habe, bin ich ihrem einzigartigen Space Sound verfallen und bekenne mich süchtig. Süchtig nach dem tief wabernden Bass, gespielt von Dennis Duijnhouwer, dem schwindelerregend virtuosen Gitarrenspiel von Jevin de Groot und Ivy van der Veer, die sich gegenseitig eine Soli Vorlage nach der anderen lieferten und nicht zuletzt von dem pulsierend treibendem Rhythmen ihres Schlagzeugers Daan Wopereis, der das Ganze wie ein Hirtenhund zusammenhielt.
Ihr erstes Stück THE RIVER zog mich sofort in ihren Bann. Sphärische Klänge verdichteten sich zu einer massiven Wall of Sound, während Jevin mit seiner Fender einen Abflug nach dem anderen machte. Jevins Art und Weise seine Klampfe zu spielen war auch heute Abend wieder eine Augenweide. Jedes Riff und jede einzeln gespielte Note floss scheinbar vorher durch seinen Körper und bekam so ordentlichen Nachdruck.
Nach diesem impulsiven Start nahm das Mutterschiff TEMPLE FANG mit HARVEST ANGEL und JOSEPHINE die Zuhörerschaft mit auf eine Reise durch ihren Klangkosmos. Dichte hypnotisierende Riffs wurden immer wieder von ruhigen, einen in Trance versetzende Passagen unterbrochen, die sich dann erneut wieder aufbauten, um nochmals mit Knallgas durchzustarten.
Für mich ist diese Vierköpfige Psychedelic-Space-Rock Formation, die zu drei Vierteln aus Linkshändern besteht, live immer wieder ein Erlebnis. Auch wenn ihr Auftritt heute Abend ein wenig kurz geriet, war er nicht minder intensiv. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste LiveSession mit dem Raumschiff TEMPLE FANG.

Wer die Band noch nicht live gesehen hat, dem empfehle ich den WDR Livemitschnitt vom FREAK VALLEY 2022
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/rockpalast/video-temple-fang

Setlist:
The River
Harvest Angel
Josephine
Alle drei Songs aus dem Album „Lifted From The Wind“, erschienen 2025

https://templefang.bandcamp.com

(vo) Nach der Umbaupause folgte dann eine weitere, wunderbare und manchmal auch erhabene Feier: sieben Bandmember der britischen Folkrock/Neo-Psychedelica, PostRock und ProgRock Institution Crippled Black Phoenix mit uns, einem ca. 450 köpfigen Volk und einem? Volker.

Ich sah die Band zum ersten Mal in 2015 bei unserem Freak Valley Festival (von diesem Auftritt existiert auch eine Doppel LP mit dem Namen „Destroy Freak Valley“) und nicht nur ich war schwer beeindruckt und ich schwelge immer noch – mit einem Gänsehautanfall nach dem anderen, zusammen mit unserem Stagemanager Basti und etlichen Freaks vor der Bühne – von z.B. einem phantastischen „Burnt Reynolds“, ein Song der in dieser Form mit seinem Mitsingteil für mich in die Geschichte unseres Freak Valley Festivals einging.

Da die 2026er Tour natürlich ihrem neuen Album „Sceaduhelm“ gewidmet wurde gab es aus diesem Feierwerk auch einiges zu hören wie diese prächtigen Songperlen: dem verträumt startenden „Things Falls Falling Apart“, das herrlich ausladend, mit mehrstimmigem Gesang weitergeht. Einem schwer wabernden „Hollows End“ dem Belinda mit ihrer Stimme den ultimativen Kick gibt. Dem fulminant marschierenden „Vampire Grave“ und „Cold And Colder“, der, ansonsten in ein Folkgewand gehüllt, sogar ein bißchen Pop Appeal ausstrahlt. Die vier Songs waren schon für sich die Reise nach Köln wert aber die Band präsentierte auch noch frühere Meisterwerke wie den Kracher „444“, mit dem dieser Konzertabend eingeläutet wurde: diese herrlichen, gemeinsamen Gesangspassagen…..

Die Bühnencrew war sehr fix bei einem klitzekleinen Soundproblem an Justins Gitarre und dem Ausfall des Mikrophons von Belinda: fabelhafte Leistung! Überhaupt ein Kompliment für den Sound.

Auch noch andere Kostbarkeiten ihres sehr umfangreichen Songkatalogs (die Band besteht seit 2004) fanden den Weg auf die heutige Playlist: Ein ewiger Platz in der Fan-Bestenliste ist natürlich „Rise Up And Fight“, der natürlich zum Schluss nicht fehlen durfte. „Manhattan Skyline“, ein Cover der norwegischen Poptitanen a-ha, startete durch, „The Reckoning“, auch ein Highlight dieses heutigen Abends. Wieder mal schwer beeindruckt von ihrem Können freue ich mich nun auf ihrem Auftritt beim Desertfest Berlin am 16. Mai: „Rise Up And Fight“!

Webseite

Sound Of Liberation 

Wir bedanken uns bei Sound Of Liberation für die Akkreditierungen und den Photopass und bei beiden Bands für einen fabelhaften Abend, DANKE!…(mike und volker)

Alle Photos von Mike

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