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JOY – Under The Spell Of Joy

JOY_underthespell(je) Ja, es ist eine wahre Freude. Ich stehe unter einem Zauber – dem Zauber von JOY aus Südkalifornien. Die liefern mit ihrem zweiten Album ein Retro-Rock-Brett ab, das innerhalb kürzester Zeit „ohraler Einnahme“ ein derart authentisches Vintage-Feeling in die Bude zaubert, dass die Lavalampe ruckzuck ihre Betriebstemperatur überschreitet und explodiert!

Als „Spaced-Out Sonic Groove Ride“ wird das wabernde und ausufernde Gitarren-Inferno von der einschlägigen Fachpresse beschrieben. Es lebe die musikalische Schublade, von der ich nicht allzu viel halte, lassen sich doch Gefühle im richtigen Leben auch recht schwierig in Schubladen packen. Doch das musikalische Gefühl, was die Jungs hier vermitteln, wirkt auf mich äußerst authentisch. Und ein grooviger Ritt „from outer space“ ist das schon, man höre sich nur mal den Opener „Miles Away“ oder „Confusion“ an. Auch bei den sechsminütigen Knallern „One More Time“ und „ Driving Me Insane“ – der Titel ist übrigens Programm – haben die alten Verstärker alle Röhren voll zu tun, um die psychedelisch-spacigen Riff- und Soliattacken zu bewältigen.

In „Death Hymn Blues“ wird dann doch kurz inne gehalten und begleitend zu den akustischen Gitarren die Flöte ausgepackt, der Gesang ist psychedelisch wabernd und verzerrt. In meinen Gedanken liege ich irgendwo im Halbdunkel zwischen bequemen Polstern und beobachte die merkwürdigerweise im Raum schwerelos herumwabernden Innereien oben bereits explodierter Lampe. Die Musik ist um mich herum und in mir präsent. Jemand fragt mich, ob ich etwas trinken will, doch bevor ich antworten kann, geht es mit „Back To The Sun“ ohne Pause weiter. Alle acht Stücke des Albums atmen pure Energie und blasen dir den heißen und sündigen Atem eines verrauchten Clubs der Siebziger ins Gesicht. Wie es in diesem Club tatsächlich aussieht, kann jeder von Euch selbst heraus finden… werft einen Blick auf das Cover, dreht den Volume-Regler nach oben, lasst euch fallen und erliegt dem Zauber von JOY…

Bleibt noch zu erwähnen, dass prominente Gäste wie Nik Turner (Hawkwind) and Parker Griggs (Radio Moscow) unterstützend zu den Instrumenten gegriffen haben. Wer also Earthless, Radio Moscow, Blues Pills, Cream, Jimi Hendrix oder Stevie Ray Vaughan zu seinen musikalischen Favoriten zählt, sollte sich mit diesem Album eine kleine Zeitreise gönnen. Ich war schon unterwegs. Es war ein wunderbarer und atemberaubender Trip!…..(Jens)

JOY „Under The Spell Of Joy“
Tee Pee / Soulfood
VÖ: 22.08.2014

Joy

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