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Kalamata – Kalamata

a1475287569_10Kalamata (griechisch  Καλαμάτα)

Eigentlich eine wunderschöne alte Hafenstadt am Peloponnes.
Die drei Jungs aus Hildesheim haben dort vielleicht wirklich schöne und musikalisch tiefgründige Tage verbracht.
Deshalb die Anleihe an den Bandnamen? Wir denken das nicht. Es wird dann wohl doch eher mit der griechischen Mythologie zu tun haben.
Das  Cover ziert ein mythologisch anmutendes Lebensdreieck. Auf dessen Spitzen ein Mars- Venus- und ein Omegasymbol stehen.
Liest man die Titelnamen der sieben Songs von oben nach unten, ergibt sich der unheimliche Satz „You Have To Die Soon Mother Fucker“.
Hoffentlich ist diese gewählte Titelreihenfolge nun nicht auf den geneigten Hörer umgemünzt!
Der nach einer akustischen Notenzufuhr dieser sieben instrumentalen Stücke dann wohl dem gitarrenschwingenden Stoner-Sensenmann gegenübersteht..?!?…
Wir wissen es nicht. Leben dazu beide noch, um unsere gehörten Eindrücke darüber abzugeben.

Kalamata  sind eine Drei-Mann-Band aus Hildesheim, bestehend aus Peter Jaun (Gitarre), Maik Blümke (Bass) und Olly Opitz (Schlagzeug).
Etwa ein Jahr nach ihrer Gründung brachte die Band  im Mai dieses Jahres ihre erste EP heraus. Nach der Band benannt und aufgenommen in ihrem Hildesheimer Proberaum, wurde diese EP an einem einzigen Tag eingespielt.
Es sind  massive Instrumentalkompositionen aus Stoner und psychedelisch anmutenden Elementen. Die drei Kalamata’s formen aus Ihren sieben Songs vielfältige mitreißende Rockmonster, ohne dabei die Grundperspektive der sphärischen und steinigen Songstrukturen aus den Augen zu verlieren.

Die eindringlich lieblichen Gitarrenläufe der Ouvertüre „You“ lassen anfangs nicht erahnen, welch angenehm dicke Soundwand dazu in den tragenden Momenten über einen hereinschwappt. Diese teils mächtigen aber auch sehr fein geschliffenen Riffs, mit dem dynamisch eingebundenen Bass-Schlagzeug Sound, schrauben sich dabei unwiderstehlich in meditativer Manier in die lauschwilligen Ohren.
Ebenso baut „To“ und „Die“ diese Art Soundwogen vor dem geistige Gehörauge auf. Erst lieblich mit leichten transzendalen Akkorden, um dann in den eindringlichsten Sequenzen eines breiten Riffsoundteppichs seine Tiefe zu finden.
In „Soon“ lebt der groovende Wüstensound fast schon auf leicht beschwingtem sowie staubigen Tanzfuß.
Mit dem anschließenden Stein-Feger „Mother“ präsentieren Kalamata  ihre schnellste, an die Siebziger angelehnte Nummer von dieser EP und zeigen ein weiteres Mal, wie sie musikalisch miteinander hervorragend harmonieren.
Davon kann man sich natürlich auch bei „Have“ und besonders „Fucker“, zwei steinschweren Brocken, auch noch bestens überzeugen.
Diese beiden Songs haben dazu eine Mantra-Doomschwangere Atmosphäre und wissen damit ebenso zu gefallen.
Die Band versteht es insgesamt ziemlich geschickt, mit Hilfe der treibenden Basslines, dem bebend-punktgenauen Schlagwerkrhythmen und variationsreichen Gitarrenmustern einen fehlenden Gesang komplett vergessen zu machen.

Wir möchten hier zum guten Schluss keine Vergleiche anstellen. Aber zuweilen erinnert uns die Art des Sounds, mit seinen tragenden Gitarrenläufen und der Leichtigkeit, klangbestimmende Strukturen darüber zu legen oder mit in die Kompositionen einzubetten, an die großartigen My Slyeeping Karma. Das ist dabei rein als Kompliment gemeint. Ohne selbt zu kopieren oder zu plakatieren, mit eigenständiger Note und weitaus satter und weniger lieblich verspielt.
Man sollte sich einfach die Zeit nehmen um dieses Gewölbe aus tragenden Nuancen und treibenden Rhythmen auf sich wirken zu lassen.
Für ein Erstlingswerk mit dieser wirklich knappen Einspielzeit, halten wir diese Instrumental Scheibe für wirklich gelungen.
Insgesamt ein abwechslungsreiches Machwerk und zudem ein musikalisches Hörerlebnis aus einem rockigen Guss.
Diejenigen aus der Stoner Rock Gemeinde, die hier ein rein lausch williges Ohr riskieren, werden bestimmt mit diesen sieben Stücken nicht enttäuscht. Dazu gleichsam angenehm aufhorchen, ohne dem befürchteten gitarrenschwingenden Stoner-Sensenmann zu begegnen…..(Charly + Tom)

Kalamata

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