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Lonely Kamel + The Order Of Israfel in München am 14.09.14

Lonely_PlakatIn bester Gesellschaft von Toursupport THE ORDER OF ISRAFEL begeben sich LONELY KAMEL im September bis Oktober 2014 auf große Tour quer durch Europa. Beim dritten Konzert am 14.9.2014 im Feierwerk, Orange House München, erlebten wir den fulminanten Auftritt der zwei Bands. Inspiriert durch Legenden aus dem Heavy-Blues-Genre produziert diese knallharte Band aus Oslo klassischen Hard- und Stonerrock mit jeder Menge Blues. Mischt man nun noch etwas Doom und psychedelischen Sound dazu, ergibt das Lonely Kamel. Sie veröffentlichten am 29.08.2014 das neue 4. Album „Shit City“ via Napalm Records. „Shit City“ ist ein Ort, ein Geisteszustand. Eine Beziehung von Liebe und Hass. Ein Resultat von Gut und Böse, sich immer weiterentwickelnd. Lonely Kamel kommen aus Oslo und haben sich 2006 zusammengetan. 4 Mitglieder: Thomas Brenna, (Gesang und Rhythmusgitarrist), Stian Helle, (Bassgitarrist), Lukas Paulsen (Leadgitarrist), Espen Nesset, (Drums).

Lonely_4 Lonely_9Der Stonerhimmel, Geschichten über schöne Frauen, Freiheit, Abenteuer und ausschweifende Partys, beginnt mit „The Trip“ gespielt 8 Minuten, aus dem 2010er Album „Blues For The Dead“, eine schleppende Mischung aus altem Bluesrock und psychedelisch rockendem Stoner. Die Riffs werden nicht überstrapaziert, sumpfig, fett, mit dem gewissen Hauch der 70er. Ein wabernder Trip mit der lässigen Stimme von Brenna. Der letzte Riff klingt aus, die Leute jubeln, Brenna begrüßt München und nimmt einen Schluck aus der Bierpulle.
Der zweite Song, „Don’t Piss On The Lizzard“, aus dem Debütalbum von 2008 beginnt mit fetten Drums von Nesset. Die Gitarren setzen ein, die Stonergemeinde kommt in Fahrt. Die 50 anwesenden Fans hüpfen und tanzen was das Zeug hält. So etwas sieht man bei diesem eher relaxten Genre auch nicht alle Tage. Ehrlich, rau, ursprünglich, das kommt sehr gut an. Brenna grüßt noch seine Freunde von The Order Of Israfel, bevor der nächste Song beginnt.
„A Tale Of A Madman“, die erste Nummer von „Blues For The Dead“, ein starker kurzer Song mit sehr gutem Wiedererkennungswert. Das sehr gute Songwriting stimmt. Brenna spannt die Saiten nach, Paulsen kommt mit der Gitarre, Blues Rhythmus mit Brennas Stonerstimme. „Thank you“ für die Begeisterung der 50 Leute.

Lonely_1 Lonely_6„I Feel Sick“ aus „Shit City“ der erste Song aus der neuen Scheibe, treibt an, Paulsen zeigt was er kann. Brenna schreit in die Gitarrenwand bevor der stampfende Rhythmus einsetzt und den Song weitertreibt. Das Feeling passt, ein Schluck aus der Pulle und der Hinweis zum neuen Album. „Is It Over?“ der nächste Song aus der Neuen kommt, Ein lockig flockiger Rhythmus setzt ein, er bestimmt den Song. Gitarre und Gesang wechseln sich ab, Die Band powert sich hoch.„Evil Man“ und „Grim Reefer“ aus „Dust Devil“ folgen. „Grim Reefer“ ein toller Song aus dem 3. Album, bluesig bis ins Mark, ihre Wurzeln. Er ist ein Klassiker der Band. Wie hat Volker ihn beschrieben: Dieser Sound grummelt dir so schön hautraspelnd vom Nacken den Rücken runter und wieder hoch. Er liebt das deutsche Stonerpublikum, so Brennas Abschlußspruch. Als nächstes „Seal The Perimeter“ und „Shit City“, wieder aus der Neuen. Brenna zum Publikum, ist München eine Shit City oder Pretty City, klar ist München eine Pretty City, was sonst. Leider für Stonerbands kein tolles Pflaster, wenig Leute.
Lonely_3 Lonely_7Mit Volldampf gehts ab, es fetzt bis der Gehörgang dröhnt, rein in die Shit City, so mit dieser Spielfreude ist das kein Problem. Die vier Jungs geben alles und das Publikum freut sich. Brennas Stimme geht in dieser Soundwand nicht unter. „Damn You’re Hot“ aus dem Debütalbum kommt als nächstes. Ein bluesig angehauchter, verdammter Song, Brenna erzählt seine traurige Geschichte im ruhigen Ton mit schweren Riffs. „Wasted Time“ aus „Blues For The Dead“, einer ihrer besten Songs, kommt. Sie sind Meister des Zusammenspiels, tolles Songwriting, der Hit des 2010 Albums. Dazu ein paar Pullen Bier und eine Zigarette, schon passt die Stimmung. Die Band lässt sich von den begeisternden Rufen der Leute nicht aus dem Rhythmus bringen, weiter gehts. „Spacerider“ aus dem Debüt 2008 folgt, fast schon Rock`n`Roll, Brenna schreit in Volldampfstimme seinen Spacerider ins Publikum, dann die groovende Gitarre von Paulsen, dem Gitarrengott der Band. Sie jammen den Song durch mit psychedelischen Tönen unterlegt, so läuft er auch aus. Die Vier verabschieden sich.

Lonely_2 Lonely_10-letztesSchluss ist noch nicht, eine Zugabe wird gespielt „Stick With Your Plan“ aus dem 2010er Album, eine acht Minuten Nummer. Ein wunderbarer Blues, der sich hochtreibt, groovig, relaxt und nachhaltig im Ohr hängen bleibt. Sie schaffen den Spagat zwischen Retro-Einflüssen und einem absolut eigenen und spannenden Sound. Ob man diese tolle Wirkung nun der lebendigen Rhythmuswand aus Drummer und den drei Gitarristen oder der druckvollen und emotionalen Stimme von Frontmann Brenna zuschreibt, alle wirken perfekt zusammen. Es war ein grandioses Konzert.
(Charly)

Lonely Kamel

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