rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

Alunah – Awakening The Forest

Alunah Awakening The Forest - Kopie(co) Oh, was habe ich mich gefreut und was habe ich gefeiert, als ich von dem anstehenden Release dieser Platte gehört habe! Nach zwei wunderbaren Alben meldet sich mit „Awakening The Forest“ eine Band wieder, die es meisterlich versteht einem diese Gänsehaut zu verpassen, die man bekommt, wenn man sich richtig in die Musik fallen lassen kann.

Alunah stehen für eine besondere Art von Doom. Roh, traditionell, tief und immer ein wenig sehnsüchtig. Die vierköpfige Band aus Birmingham rumpelt mit tiefen Saiteninstrumenten in bester „iommischer“ Machart; das Schlagzeug so präsent mit wuchtigen Akzenten. Das ist Birminghamer Klassik!
Wer die Band noch nicht vorher gehört hat, der wird sich sicherlich – wie auch bei den früheren Veröffentlichungen – über die gewaltige Wand aus Ton und Klang wundern, die entsteht, wenn Soph Day mit ihrer feinen und klaren, verhallten Stimme über das tiefe Tal des Dooms hinweg singt. Der Effekt ist magisch. Riesiger Kontrast, der doch einfach natürlich wirkt.
Die Engländer erfinden also nichts neu – weder das Genre noch sich selbst. Trotzdem kann man nicht behaupten, dass sie einfach an den genialen Vorgänger „White Hoarhound“ anknüpfen würden: Am ehesten an älteres Material erinnert dabei der erste Song „Bricket Wood Coven“. Die Unterschiede sind fein, aber auch schon hier spürbar: Die Songs wirken selbstsicherer, noch dicker und massiver. Das wird spätestens bei „Heavy Bough“ direkt nach dem Opener oder auch beim Titeltrack ganz klar.
Alunah Promo 3Insbesondere Sophs Ehegatte, Dave, greift entschlossener in die Saiten und gibt sich auf „Awakening The Forest“ mehr Soli hin und liefert allgemein klarere und vordergründigere Melodien. Deutlich wird das im schon erwähnten Titeltrack, aber auch ganz mächtig in „Mask Of Herne“, der sehr heftig anfängt und sich erst später öffnet und dabei immer mehr Platz für die sensationellen Melodien frei macht. Gewaltig!
Dass die Band auch etwas ruhiger kann, zeigt sich in den letzten beiden Songs. Hier werden Alunah zusehends weniger schleppend und derb. „Scourge And The Kiss“ ist dabei fast eine Hommage an großartige Sabbath-Zeiten und „The Summerland“ zeigt sich sehr verträumt und unerwartet klar. Die vorher schon erwähnte melodiöse Ader explodiert hier nochmal förmlich. Aber Doom sei dank: Gegen Ende hält die geliebte Schwere wieder Einzug!

Schwermütig und mystisch walzt Doom ja häufiger dahin, aber diese Band geht weiter. Ihre Musik ist romantisch, verträumt. Erdig und ausgeglichen.
Mit „Awakening The Forest“ haben sich Alunah gesteigert. „White Hoarhound“ und „Call Of Avernus“ waren spitze, aber mit ihrem neuen Werk, übertreffen sie sich selbst und es ist nur zu hoffen, dass sie sich damit einen Platz unter den Großen der Szene sichern können! Ohja, verdient haben sie es sich!….(Colin)

Alunah

Einsortiert unter:Album Reviews, Rock, , , , , ,

Oktober 2014
M D M D F S S
« Sep   Nov »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Unsere Facebookseite

Link zu unserem You Tube Kanal

Bluesrock Tegelen am 02.09. 2017

Brainstock Generator Party im Band-House Düsseldorf Reisholz am 09.09.17

Storm Crusher Festival O´Schnitt Halle Wurz vom 14.09-16.09.17

Magnificent Music Festival am 06.+ 07.10. in Berlin und Jena

Gov´t Mule Fall Tour in Germany

Light Town Blues Eindhoven 03.11.17

Helldorado – The Incredible Rock & Roll Freakshow Klokgebouw/Eindhoven 18.11.17

Fuzzfest Wien am 24. + 25.11.17

Diese Artikel werden gerade gelesen:

%d Bloggern gefällt das: