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Soundcrawler – The Dead-End Host

cover(ch) Angefangen hat Soundcrawler als Duo in Périgueux im Jahr 2011 mit den beiden Freunden Rémi Pocquet an den Vocals und Clément Revieriego an der Gitarre. Fast ein Jahr nach der Gründung kam dann ihre “The Soundcrawler” EP auf dem Markt, die bereits aufhorchen lies. Danach kamen noch Robin Cauchois als Drummer, Firouze Pirolley am Bass und Paul Parsat an der Gitarre hinzu, um das Quintett zu komplettieren und durchzustarten. Die Band bewegt sich im Sludge, Stoner, Heavy Blues und Psych-Bereich.
Auf dem Opener „Raiders” beginnen die Fuzz-Gitarren mit einem langsamen Tempo, welches aber im Anschluss Vollgas gibt. Der Refrain macht trotz extrem drückender Rhythmusarbeit weit auf und lässt einen grandiosen Eindruck zurück. Stimmlich bewegt sich Pocquet weniger in Richtung Reibeisen, sondern er singt vielmehr sehr klar. Dieser Song war bereits ein sauberer Einstand.
„Burning Scales“ reiht sich unmittelbar ein und überrascht angenehm durch die schleppende Saitenfraktion, die trotz geringem Tempo eine gute Dynamik erzeugt. Dass der Groove das Zepter in der Hand hat zeigen die Herren hier ohne Wenn und Aber. Eine dichte atmosphärische Bridge leitet in den Heavy geratenen Part, der das Stück auch beendet.
Der Song „A God To Feed“ setzt abermals auf das dynamische Wechselspiel aus dicken Riffs und psychedelischen Einwürfen, die mal mehr, mal weniger schnell gespielt werden. Die Leadgitarre wird in diesem Titel mit etwas orientalischem Flair gewürzt.
In „Long Coma Slow“ wird die Geschwindigkeit nach unten geregelt. Eine unverzerrte Gitarre leitet mit einem punktgenau gespielten Drumbeat den langsamen Ritt durch die Wüste ein. Soundcrawler lassen dem Stück Zeit sich zu entwickeln und entladen die aufgestaute Energie in dem doomigen, aber dennoch typischen Stoner-Teil, was dem Stück einige Male einen ordentlichen Tritt versetzt und antreibt. Während dieser Song seinen Verlauf nimmt, kann man förmlich den Wüstenstaub auf der Zunge schmecken.
Man könnte sie geographisch im Death Valley ansiedeln, so authentisch klingt „The Dead-End Host”. Sie haben die grosse Düne vor der Tür, kein Wunder. Mal geht es nachdenklich und gehemmt voran, wie in „Souls From The Trash“, mal weniger trippig samt verschwörerischem Flüstergesang, wie in „The Plastic Truth“.
Für großes Aufhorchen sorgt dagegen „Civil“. Eingeleitet durch eine eigentümliche und interessante Gitarrenmelodie, die sich dem Rest der Band rhythmisch entgegensetzt, wird dennoch ein angenehmer Hörfluss erzeugt. Der Vokalist Pocquet wächst hier über sich hinaus und spannt einen derart gewaltigen Melodiebogen, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen.
Der kürzeste Song der Platte beschließt auch selbige. Das Instrumental „And All The Left Seconds“ beendet die wilde Reise mit akustischen Gitarren und spacigen Hintergrundgeräuschen sehr angenehm.

Band

 

 

 

 

Fazit: Die Franzosen Soundcrawler haben mit „The Dead-End Host” ein wirklich gelungenes Album hingelegt. Da heißt es, rein ins Cabriolet, Ellbogen raus und die Mucke aufgedreht. Die Band erzeugt einen Mood, der einfach unglaublich ist…..(Charly)

Erschienen am 20. Februar auch als Vinyl via Kolonophere Records.

http://soundcrawler.bandcamp.com/

Tracklist:
01. Raiders [5:35]
02. Burning Scales [4:12]
03. A God to Feed [3:30]
04. Long Coma Slow [7:03]
05. Souls from the Trash [3:54]
06. The Plastic Truth [4:51]
07. Civil [4:08]
08. Infinite Genocide [4:43]
09. And All the Seconds Left [3:21]

Band:
Robin Cauchois – Drums
Paul Parsat – Guitar/backing vocals
Firouze Pirolley – Bass
Rémy Pocquet – Vocals
Clément Reviriego – Guitar/backing vocals

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