rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

Himmel – A Long Cold Winter

Himmel-Cover(ch) HIMMEL ist ein Wort, mit dem jeder Mensch bestimmte Assoziationen verbindet. Der Italiener Luca Bluefire erschafft sich mit dem gleichnamigen Projekt jetzt seine ganz eigene Interpretation: Inspiriert von Bands wie Beach House, M83, DIIV und I Break Horses kreiert er ein zartes und dennoch eindringliches Monument. Luca hat einen Rock-Background (u.a. kennt man ihn von den Black Rainbows und A Blue Fire), gestaltet seinen Himmel aber mit einer respektvollen Zurückhaltung, die dennoch nie das Monumentale und Epische in den Hintergrund drängt. Luca holte sich für die Songs verschiedene Sängerinnen ins Studio, die die Stücke eigen, aber immer der Komposition dienlich, interpretieren.
Die Songs liegen zwischen Melancholie und Traum, in der Nähe von Shoegaze, aber schmiegsamer als das typische dieser Art.
Ätherisch, mit einer darunter liegenden Rock Struktur. „Reverie“, wie der Titel suggeriert, ist verträumt, mit einem zarten Teppich der tranceinduzierenden Gitarre von Luca, der damit die feine ätherische Melodie beschreibt. Die leise opernhafte Stimme von Aurora Sebastiani klingt fantastisch. Am Schlagzeug wird sie von Simone Lombardo punktgenau begleitet.
„Promises“ ist mehr experimentell, ein Spagat zwischen Rock und Psychedelic mit den Vocals von Mak Others, die etwas an Björk erinnern.
„Give me Life“ ist dunkel, langsam, aber voller Details, Klangnuancen, das wie ein Gemälde wirkt. Ein sanft ergreifender Track mit Musikinstrumenten statt eines Pinsels und der Stimme von Lola de Hanna. „Magneto“ ein Instrumental-Stück, das etwas unangreifbar die Luft streichelt, mit Erinnerungen und Emotionen gefüllt.
„The Dark“ ist, ähnlich wie Reverie, in dem Sinne, dass sie beide das gleiche atmosphärische, fast psychedelische Gefühl emittieren, mit den Vocals von Millie Guam.
„Shatter“. Luca beginnt mit leichten Streichern, die später von einem Quer melodisch, aggressiven Knurren von Akkorden begleitet werden. Der Gesang von Luca ist sauber und melodisch. Interessanterweise ist dies der ausgewogenste Song des gesamten Albums.
„Blackest Hearts“ ist die längste Nummer im Bunde. Die Drum-Patterns, feines Gitarrenspiel und düster gesprochenen Worte von Jason Bradley provozieren das Gefühl der Unruhe und Kontemplation, durch die völlige Glückseligkeit ausgeht. Auf dem Stück ist das stärkste Gitarrensolo von Luca zu hören.
„Snow Glitters“ schließt das Album ab. Das etwas anderes Instrumentalstück, eine sanft verträumte Atmosphäre, wie ein Traum, der mit Details angereichert ist. Ihn einzigartig und unvergesslich macht. Es besteht kein Zweifel, Luca produzierte hier eine gut gemachte Vision des Himmels. Was leicht wie eine Wundertüte vom Künstler daherkommt.
Es wäre toll, mehr von Lucas Handwerk hinter der Gitarre zu hören, die zweifellos seine Stärke ist, aber er setzt sich mehr für das Zusammenspiel, gut gemachte Übergänge und hohe Fertigungsqualitäten ein…..(Charly)

ELucarschien am 15. Februar via LGD Records.

Tracklist:
1) REVERIE [4:08] – Vocals by Aurora Sebastiani
2) PROMISES [4:20] – Vocals by Mak Others
3) GIVE ME LIFE [4:36] – Vocals by Lola de Hanna
4) MAGNETO [3:36] – Instrumental
5) THE DARK [4:42] – Vocals by Millie Gaum
6) SHATTER [4:33] – Vocals by Luca Bluefire
7) BLACKEST HEARTS [6:00] – Spoken Word by Jason Bradley, vocals by Luca Bluefire
8) SNOW GLITTERS [2:24] – Instrumental

http://longgonedays.bandcamp.com/releases

 

Einsortiert unter:Album Reviews, Rock, , ,

April 2015
M D M D F S S
« Mrz   Mai »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Unsere Facebookseite

Link zu unserem You Tube Kanal

Musiker für Musiker + Psychedelic Krautrock im Weltkunstzimmer Düsseldorf am 30.09. + 07.10.17

Magnificent Music Festival am 06.+ 07.10. in Berlin und Jena

Gov´t Mule Fall Tour in Germany

Helldorado – The Incredible Rock & Roll Freakshow Klokgebouw/Eindhoven 18.11.17

Fuzzfest Wien am 24. + 25.11.17

Diese Artikel werden gerade gelesen:

%d Bloggern gefällt das: