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Indica – Stone Future Hymns

Indica-Cover(ch) Indica, 2012 gegründet, kommen aus Brisbane. Die fünf Mannen liefern ein Stoner-Doomgemisch mit einer Brise Psych und etwas Synth. Eine berauschende und krachende Mischung schiebt sich aus den Boxen und sucht sofort den direkten Weg in die Gehörgänge. Dirk Raupach von Tonzonen Records hat sich der Band angenommen und veröffentlicht eine ansprechende sowie satte Produktion auf feinstem Farb-Vinyl.

„Silence is Killer“ beginnt mit sparsamen Becken, im ersten Moment der Ruhe. Die doomige Aura von kraftvollen Riffs und dominantem Drumming gibt die Antwort zur Dampfwalzendynamik. Eine einsame Stimme, klagend im Hintergrund, „wann kann ich sterben“, unterstreicht den Kosmos. Ein solider Start in das Album und sattes Feuer aus allen Rohren.

„Inner Mind Arise“ nimmt entschieden eine geistige Wende, der Soundtrack zu einem Verhängnis, die Klaustrophobie hebt an. Das ausgedehnte Riffing steigt und fällt, eine wechselnde Stimmung mit der gegen Ende feinen Psych-Gitarre. In wirbelnden Synth-Effekten entsteht dazu die luftige Atmosphäre. An diesen beiden Tracks lässt sich gut die Spannbreite der Band ausmachen. Dem Hörer wird keine Ruhe gegönnt, die Songs folgen alle ihrem eigenen Ansatz, musikalische Eintönigkeit oder Langeweile kommt über die gesamte Spielzeit nicht auf.

„Om“, Picks aus dem Psych mit einer vage nahöstlich klingender Melodie – so weit, so ruhig. Riffs brechen mächtig herein, die Vocals werden härter. Die Stimmung ändert sich in eine unheilvolle Atmosphäre. Der Synthesizer hellt nach 7 Minuten die Mischung durch spacige Effekte etwas auf. Die Band zaubert spannende Bögen in diesem belebenden Soundcocktail.

„Goat of Mendes“ bringt die Dinge wieder in die Doom Arena zurück, mit Satan im Gepäck, ein solides Verhängnis. Sie mischen mit Noise oder Drones gründlich auf – subtil, effektiv, klasse. Alles zusammen ergibt eine Konstellation von weiträumigem Ausmaß. In den letzten 2 Minuten verliert “Indica” an Trübsal und Zorn.

„Slow Burner“, ein Long-Track, ist episch und fast 17 Minuten lang. Der Song beginnt mit einer lockeren Gitarre über luftige Synth-Effekte, eine Atmosphäre des Friedens und der Ruhe. Einfache Drumspuren läuten die Änderung ins Massive ein. Mit langsam rollenden Riffs entwickelt sich die monumental musikalische Odyssee. Es ist doomig, aber durchsetzt mit Passagen von Leichtigkeit – reflektiert die Irrungen und Wirrungen einer langen Reise und gipfelt in einem herrlichen Miasma von Feedback. Eine große musikalische Bereicherung, das Album so abzuschließen.

Indica haben auf jeden Fall das Treffende gemacht. Doom mit großer Spiritualität. Das Rezept der Luftigkeit mit Raumgefühl hellt die Musik in der Dunkelheit immer wieder auf! Das Ergebnis kann sich hören lassen. Die Songs sind allesamt fett und eindringlich in Szene gesetzt……(Charly)

Das Album erschien am 4. Februar digital und am 17. Juni 2016 via Tonzonen Records mit 200 Schwarz und 300 Grün/Lila Vinyls inkl. Download Card und Sticker.

Tonzonen

Line-up:
Jayesh Talati – Guitar/Vocals
Jesse Haywood – Guitar
Josh Dawson – Bass
Michael Flint – Drums
Craig Ferguson – Noise

Indica-Band

Tracklist:
01 – Silence is Killer (5:07)
02 – Inner Mind Arise (8:27)
03 – Om (10:10)
04 – Goat of Mendes (8:31)
05 – Slow Burner (16:43)

Indica – Bandcamp

Indica-LP

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