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Salems Pot – Pronounce This!

Salems Pot Cover(ol) Obwohl wir uns erst im Juni befinden bin ich mir ziemlich sicher, dass die schwedischen Occult/Horror/Drug Rocker SALEMS POT mit ihrem neuen Werk ein Kandidat für die Scheibe des Jahres sind.
Meine erste Begegnung mit den schwedischen B-Movie Maniacs hatte ich beim Roadburn 2015, als ich mit meinem Freund Stumpfi im damals noch existierenden GREEN ROOM des 013 in Tilburg stand und darauf wartete, was uns nun als zweite Band des Festivals erwarten sollte.
Als die Musiker mit venezianischen Karnevalsmasken, Glitzerjacken, Federboas, teilweise mit Rock und in Netzstrümpfen plötzlich wie aus dem Nichts auf der Bühne standen rechneten wir mit einer Glam Rock Combo oder einer New York Dolls Coverband.
Nach knapp einer Stunde infernalischem Drug Rock auf Doombasis, unterstützt von den krudesten Movies, die ich je auf einer Leinwand erblickte und einer beunruhigenden Horror Show standen wir beide mit offenem Mund im sich verziehenden Trockeneisnebel.
Ich war von diesem Augenblick an ergebener Anhänger dieser seltsamen Gestalten.
Kaum Zuhause wurde ihr damals aktuelles Album „….Lurar ut dig pa prärien“ geordert, das mir dann mit Jess Franco Muse Soledad Miranda im Kult Streifen Vampyros Lesbos auf dem Cover und Label schon beim Auspacken Spaß bereitete. Als Highlight dann ihr Monster Titel „Creep Purple“, der sich über eine Plattenseite erstreckte und meine Entscheidung festigte: Hammer Band!
Nun also knapp zwei Jahre später ihr nächstes Werk „Pronounce This!“
Die Scheibe beginnt mit „Tranny Takes a Trip“, einem Slow Motion Boogie der klingt, als hätte Marc Bolan unter Einfluss schwerer Opiate einen Song mit Hawkwind aufgenommen.
“Just for Kicks“ beginnt als Space Blues Stampfer mit durchdringendem Gesang, um dann mit einem mächtigen Oldschool Synthi Freak Out auf den Höhepunkt zuzusteuern.
Song Nummer drei behandelt dann wieder ein Lieblingsthema der unheiligen Bruderschaft: nämlich billige Horrorstreifen der 60er und 70er Jahre, „The Vampire Strikes back“.
Soundtechnisch wird ein ganz neues Faß aufgemacht und mit hymnischen Chören sowie perlenden Ted Nugent Riffs dem Gott des US Schweinerocks gehuldigt.
Zur Halbzeit dann der dickste Brocken, 12:48 min „Coal Mind“.
Mit einer Keith Emerson Fanfare beginnt der Ritt über den wahren Highway in die Hölle.
Hier wird alles zusammengerührt was zusammengehört: Fuzzy Gitarren, funky Organ, zischende und blubbernde Weltraumgeräusche, lyrische Pink Floyd Solos und stampfende doomige Drums.
Ein musikalischer Cocktail, der auf jeden Fall unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.
„So Gone, So dead“ ist ein Cosmic Country Schunkler im Gram Parsons Style, der Keith Richards Tränen in die Augen treiben dürfte.
Zum Abschluss dann der neun Minuten lange Klagegesang „Desire“, der mich an Roky Ericksons „Burn the Flames“ Opus denken lässt.
Mit dieser Scheibe haben sich die schwedischen Maskenmänner selbst übertroffen.
Eine unheilige Mischung aus allen Dingen, die der wahre Geist des Rock’n´Roll braucht:
Sex, Drogen, verzerrte Gitarren, bollernde Drums, schmierige Orgeln, billige Horror Movies, 60s Biker Soundtracks und eine ordentliche Prise genialen Wahnsinn.
Wer soll das dieses Jahr noch übertreffen. Absolute Kaufempfehlung !!!!…..(olli)

Tracklist:
Tranny Takes a Trip
Just for Kicks
The Vampire Strikes Back
Coal Mind
So Gone So Dead
Desire

Das Album erscheint am 22.07.2016 auf RIDING EASY RECORDS

salemspot@bandcamp.com

www.ridingeasyrecords.com

 

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