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Weites Luftmeer – Siebenunddreißigachtundvierzig

cover(vo) Bei youtube stieß ich im Sommer 2013 auf den Bandnamen Weites Luftmeer…..hä? Aber: hat was der Name, verspricht was, hält er das auch? Ja, und zwar vieles was ich mir in meiner musikalischen Phantasie vorstellte. Der Clip trugt den Titel „Tinseltown Starliner und atmete stark in den spacigen, psychedelisch krautigen und experimentellen Bereich der Rockmusik rein……..mit variiertem Tempo, Groove dick und fett, Chillzonen, heftigen Verzerrungen und perfekt dazu geschnittenen Bildern einer Reise, die sich zusammen mit der Musik zu einem Ganzen fügte, das mich damals schwer beeindruckte. Es ergab sich nach Kontaktaufnahme mit Bassistin Kim die Gelegenheit zu einem Gespräch mit ihr und Jochen, ihrem Ehemann und Gitarristen, beim ersten Keep It Low Fest in München in 2013, Schlagzeugerin Yvonne war da schon nicht mehr in der Band. Kim und Jochen machten weiter und das neueste Ergebnis der beiden erschien nun in diesen Tagen bei Tonzonen Records in bestechend rotem Vinyl. Der Name der Band stammt übrigens aus dem Song Pass – weites Luftmeer der Albkrautrocker Erna Schmidt.
Alle vier Kompositionen dieser Platte stammen von eigenem Grund und Boden, Kim ist für den Groove mit Bass und Schlagzeug verantwortlich und Jochen für die Gitarrenarbeit.
So. Zum ersten Titel ist folgendes zu vermerken: „Isosceles“ verbindet eine Postrockreise mit wunderbaren Gitarrenfiguren, die ständig variieren und Härte und Weichheit in verschiedenen Verzerrungsgraden beinhalten und von Kim auf beste Weise Unterfütterung erfahren.
„Buoyancy“ führt uns in die Gefilde des Spacerocks, in schwungvoll verzerrten, aufgewirbelten Sternenstaub. Großartiges Bassintro, die Akustikgitarre setzt ein, wird ausgeklinkt und schon macht sich der Raumgleiter im Midtempo auf den Weg und nistet sich in deine Umlaufhörbahn ein.
„Trail Of Thoughts“ spaced und elektrisiert in ruhigem Gleitflug durch 11 Minuten und 16 Sekunden Raum und erinnert mich zu Beginn im weitesten Sinne an einen Track auf einer LP, die in meiner Sammlung schon seit Jahrzehnten für Furore sorgt: „Way Of Changes“ auf der „Blackdance“ LP des Meisters der elektronischen Musik, Klaus Schulze. Ich bin begeistert!
Zum guten Schluß ist „Oxycotin“ ein Dessert, das etwas kräftiger als die ersten drei Songs ein- und losrockt und sich mit heftigen Verzerrungen bis zum Grund der Platte durchfüttert.
Der zweite Vollzeittonträger des Duos aus München überzeugt genauso wie der erste mit Namen „O.S.T.“., der auf ihrer Bandcampseite erhältlich ist……(volker)

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