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Electric Wizard/ Angel Witch 6.4. 2017 Köln, Live Music Hall

(KiS+ol) Angel Witch stehen heute Abend auf dem Plan als Vorband. Interessant! Da hat jemand diese alten Londoner ausgegraben, die sich schon 1977 als „Lucifer“ formiert haben. Eine natürlich extrem bewegte Bandgeschichte, vielleicht lag da doch irgendwann Baphomet´s Fluch darüber, ließ am Ende Mr. Heybourne als Gründungsmitglied übrig. 2012 erschien das letztes Album As Above, So Below.

 

Aktuell:

Kevin Heybourne – Lead Guitar & Lead Vocals

Jimmy Martin – Guitar

Will Palmer – Bass

Alan French ? oder Tom Hunting? – Drums

Genre: Heavy Metal, New Wave of British Heavy Metal

Die Halle ist schon recht gut gefüllt und auf die Sekunde genau 20 Uhr wird losgelegt, zwei drei Songs zum warm werden, dann ist die Richtung klar. Die ersten 5 Reihen sind im Takt und auch eine Horde Fanbase hat sich eingefunden und schwingt das Haupthaar. Der Schlagzeuger kann Punk, ganz klar, auch wenn er optisch beinahe der Einzige ist, der nach schwerem Metall aussieht. Mr. Martin und Mr. Palmer beherrschen ganz natürlich die dementsprechenden Moves, kein Wunder dass einem da Sid Vicious durch die Gehirnwindungen schwirrt. Die anschließende „ Ballade“ in ruhigerem Tempo lässt mich diesmal einen Stimmvergleich mit New Model Army Sänger Justin Sullivan anstellen. Irgendwie einfach das Tempre der 80er. Mir macht es jedenfalls gute Laune! Sicherlich aber eine Band die polarisiert und ein gutes Beispiel abgibt, wie schön weit Musikgeschmack auseinanderliegen kann. Auch die nächste Phase bringt weitere Power von der Bühne. Old School at its best, aber nichts aufgesetzt oder ondoliert, schön speckig wie ne alte Kutte eben. „Angel Witch“ als letzter Song bringt die ersten 10 Reihen von selbst zum Mitsingen, auch sehr angenehm, viel besser als Mitklatschanimationen wie bei anderen Bands üblich. Reanimation geglückt, Fluch gebannt! Der Jubel fordert auch Zugabe, German – Pünktlichkeit lässt dies anscheinend aber nicht zu. So verabschieden wir uns und leiten über an den Kollegen zur Pornoabteilung (hihi). (kirsten)

 

 

(ol) Nachdem ich am Abend zuvor im E-Werk dem okkulten Metal Pop der schwedischen Ghost erleben durfte geht es nun wieder zurück in das echte Leben. Gestandene Rock’n Roller in schwarz und Kutte dominieren die Kölner Live Music Hall, die mit ihrem leicht angeranzten Charme den passenden Rahmen bietet für mein lang ersehntes erstes Konzert mit den Doom Ur Gesteinen um Jus Oborne.

Nach kurzem Instrumente Check der  Tiefton Weltmeister dauert es nicht lange bis das Licht verlischt und mit der ersten Feedback Orgie die Richtung klar gemacht wird. Zum donnernden Bassgrollen  steigen wie auf ein geheimes Kommando im ganzen Publikum dicke Rauchpilze auf, die im Gegensatz zum gestrigen Geister Gig definitiv nicht aus Weihrauch bestehen. Eine dermaßen hohe Kräuterkonzentration in der Luft habe ich zuletzt bei den Weed Rockern von BONGZILLA erlebt. Während sich im Hintergrund psychedelische Farbkreisel mit Ausschnitten aus 60ies Biker Movies und Sexploitation Horror Stuff abwechseln brettert Gitarren Heroe JUS OBORNE ein fettes Doom Riff nach dem anderen in das bereite Publikum, kongenial unterstützt Gitarristin Liz Buckingham, Basser Clayton Burgess und Slo Mo Drummer Simon Poole. Von „Witchcult Today“ geht es über „Black Mass“ und „Dopethrone“ im wilden Ritt durch die legendären Alben der Doom Geschichte. Nachdem der Soundmann nach den ersten Minuten aufwacht bricht sich auch der Gesang seine Bahn durch das hypnotisierende Soundgewitter. Unaufhaltsam dröhnend spielen die bösartigen UK Doomrock  Monster ihr ergebenes Publikum in einen Tranceartigen Zustand dem sich keiner der anwesenden entziehen kann. Da es bei ELECTRIC WIZARD weder Gnade gibt noch Gefangene gemacht werden endet nach einem monumentalen „Funeralopolis“, das wie das personifizierte Böse durch die Halle stampft,  die schwarze Doom Messe ohne Zugabe . Schon jetzt eines meiner persönlichen Highlights 2017.(olli)

                  

Photo credit: ElHandy

 

 

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