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GHOST Live im E-Werk Köln 05.04.17 support ZOMBI

(ol)Der wahre Papst zu Gast in der Domstadt. Papa Eremitus der dritte und die Nameless Ghouls der Occult Rocker Ghost hatten zur unheiligen Messe in das Kölner E-Werk geladen und die Jünger des poppigen Metal Spektakel kamen in Scharen.

Bevor es aber mit der perfekten Show der Grammy Gewinner 2016 losgehen sollte hatte das Synthi/Drum Duo ZOMBI aus Pittsburgh, Pennsylvania die schwierige Aufgabe das gespannte GHOST Publikum eine gute dreiviertel Stunde zu unterhalten. Drummer Anthony Paterra gab einen straighten Beat vor auf dem Synthesizer Wizzard Steve Moore seine weitläufigen, spacigen Electrosounds ausbreiten konnte. Eine interessante Mischung aus TANGERINE DREAM Sounds der 70er und Horrorfilm Soundtracks der 80er im Stil von JOHN CARPENTER. Im großen und ganzen ein unterhaltsamer Support, der wie ein überlanges Intro zur GHOST-Show wirkte. Das  anwesenden Publikum bedachte die beiden Space Elektroniker zwar mit höflichem Applaus, war aber doch recht auf den Hauptact fixiert.

Die Stars des Abends ließen dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Die zunächst noch geheimnisvoll unter großen Tüchern versteckte Backline wurde von den stilvoll in schwarzen Anzügen gekleideten Roadies mit großen Gesten und huldvollen Verbeugungen enthüllt. Ein kurzer Schlagzeugcheck und die Arbeit des Weihrauch Roadies sorgen dann bereits für erste Begeisterung. Als dann das Licht verlöscht, sakrale Orgeltöne das nun vollständig gefüllte E-Werk durchziehen und wie mit einem Donnerschlag die Nameless Ghouls mit dem Highlight Song der neuen POPESTAR EP „Square Hammer“ durchstarten, ist die anwesende Gemeinde sofort bereit zur Ekstase. Als dann aus dichten Nebelschwaden Sänger Papa Eremitus III auf die Bühne steigt gibt es kein Halten mehr. Poppige Ohrwürmer wie das mit einem Grammy bedachte  „Cirice“, „Secular Haze“ und „He Is“ wechseln sich ab mit straighten Rockern wie „Mummy Dust“, „Ritual“ und „From the Pinnacle to the Pit“.

Die Show der Skandinavier lässt nichts aus. Kostümwechsel, fünf große Konfettikanonen, die das komplette E-Werk in einen Glitter Traum verwandeln, Blitz und Donner, aus dem Publikum  gecastete,standesgemäß gekleidete „Sisters of Sin“, posende Gitarrenhelden und ein studiotauglicher Hochglanzsound bereiten einen kurzweiligen Abend und lassen keine Minute Langeweile aufkommen. Die Schweden servieren ihre Over the Top Unterhaltung musikalisch und optisch auf dermaßen hohem Niveau und professionell, das die knapp neunzig Minuten wie im Flug vergehen. Der singende Frontkleriker gibt den Zeremonienmeister und hat die Gemeinde jederzeit im Griff, perfekt choreographiert folgt ohne Leerlauf Hit auf Hit.

Eine mitreißende Show, die eingängige Songs und eigenwillige Optik stimmig auf die Bühne bringt sorgt für zufriedene Gesichter im Publikum und entlässt die sündigen Rock’n Roll Ministranten  in den lauen Kölner Abend. Nachdem ich die großartigen GHOST Songs nun auch einmal auf großer Bühne in jederzeit schlüssigen Arrangements und mit den passenden Bilder erlebt habe, laufen die schwedischen Occult Heroes bei mir zuhause noch öfter von Konserve und bringen die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Konzert Abend zurück in die gute Stube. Bei der nächsten Geisterbeschwörung bin ich gerne wieder dabei.(olli)

 

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