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Tuber – Out Of The Blue

(vo) Wer jetzt und hier eine abhängige und einseitige Rezension von mir erwartet liegt völlig richtig, denn: ich liebe diese Band. Da ich in den Kreisen der Freaks aber beileibe nicht der einzige bin der sie liebt setze ich jetzt die ganz große Vereinsbrille auf und psychedelisiere, rocke, schwebe, space und stone im Tuber Takt….

Ich habe die Jungs aus Griechenland vor einigen Wochen noch beim Berliner Desertfest auf der Foyerstage erlebt und erlebte, wie immer bei Auftritten dieses Quartetts, das ich nach kurzer Warmspielphase nicht mehr auf dieser Welt weile sondern irgendwo irgendwie parallel zu den Tönen fliege, kreise, schwebe, schwirre. Es gibt nur ganz ganz wenige, rein instrumentale Bands, so wie Tuber, die mich dermaßen wegbeamen.
Der Titelsong „Out Of The Blue“ beginnt mit einer Erweiterung in der Tuber Soundwelt, wirkt leicht an Industrial Sound angelehnt, um dann mit den typischen Trademarks der Band weiter zu rocken: treibend, perlend, kraftvoll, perfekt zwischen ruhigen und lauten Ausbrüchen balancierend. Post-Rock, Psychedelic-Rock, ein Sommernachtstraum.
„Russian“ beginnt mit einem Sisters Of Mercy Gedächtnisriff, das aber von einem so typischen Tuberlauf abgelöst wird….wenn du als Fan das als Blindverkostung ohne zu wissen hörst weißt du aber sofort woher der Wind weht. Was für ein herrliches Stück Musik mit all den Eigenschaften, die auch das Vorgängerstück aufweist.
„Cat Class“ springt auch etwas aus der bisherigen Tuberspur, die Band probiert mal wieder was dazu, herrlich. Bass- und Schlagzeugintro, die schreiende Gitarre setzt ein, die zweite Gitarre gesellt sich untertourig dazu und ab geht die Treibjagd. Ich schreibe noch dazu: psychedelischer Post-Rock.

„Noman“ passt mit seiner gitarristischen Ausrichtung perfekt in die Fahrt in einen atemberaubenden Sonnenuntergang auf einem Wüstenhighway, das Cabriolet, der Eintopf oder V-Twin schnurrt auf, aber und zu weht ein kurzer Wirbel Staub auf, kurz auf Volllast, Desert Rock Cruising vom Feinsten.
„Moon Rabbit“ besitzt für mich auch alle Post Rock Zutaten, die diesen griechische Vierer so aus der Masse heraushebt, die können eben Post und Desert, Psychedelic und Space, Stoner- und Hardrock, beherrschen Dynamik und das so feine Laut/Leise.
„Luckily Dead“ bringt uns noch nicht zurück ins hier und jetzt sondern schickt uns abermals auf eine Reise durch das komplette Banduniversum: ungeschliffen, feinsinnig, rau, staubig, heavy und hard, Sternenklar und Moonrising, Sonnenauf und -untergang, für mich ein Anwärter auf das Album des Jahres….(volker)

Als mp3 Download schon online auf ihrer Bandcampseite, CD erscheint am 30.06., T Shirt auch, Vinyl am 15.08.

Tuber sind: Yannis Artzoglou – Gitarre, Yannis Gerostathos – Gitarre, Nikos Gerostathos – Schlagzeug und Paris Fragkos – Bass, der auch die Produktion zusammen mit den Jungs leitete.

Die Songs:

1. Out Of The Blue 07:06
2. Russian 05:39
3. Cat Class 06:47
4. Noman 08:14
5. Moon Rabbit 06:30
6. Luckily Dead 07:23

Bandcamp

Einsortiert unter:Album Reviews, Classic Rock, Heavy, Postrock, Psychedelic, Rock, Space, Stoner, , ,

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