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Kungens Män – Dag & Natt

(tn) Die Schweden von „Kungens Män“ spielen seit 2012 zusammen, wurden in Stockholm gegründet. Ihr letztes Album „Stockholm Maraton“ war beeindruckend, um nicht zu sagen spektakulär und da fällt es einem immer schwer, die neue Scheibe auf den Plattendreher zu legen. Dabei sind die Rahmenbedingungen schnell erläutert. „Dag & Natt“ könnte man als Konzept verstehen, einmal Tag, einmal Nacht – insgesamt wird der Ablauf eines Tages und einer Nacht beschrieben – nun denn, sei es drum – was Musiker sich immer alles so ausdenken um einen bedeutsamen Rahmen für ein Album zu schaffen. Als Hörer ist man da vielleicht anspruchsloser – Konzept hin oder her, Hauptsache das Album ist gut. Hier konnte man sich bei den Alben von „Kungens Män“ bisher nicht beschweren.

„Dag & Natt“ ist ein Doppelalbum, eine Scheibe in weißem, die zweite Scheibe in schwarzem Vinyl, einmal Tag, einmal Nacht. Das Klappcover ist ähnlich aufgebaut, eine Hälfte weiß mit schwarzer Zeichnung, die andere Hälfte schwarz mit weißer Zeichnung. Das Intro „Morgonrodnad“ auf der „Tages-Version“ beginnt leicht schleppend, mit einem prägnanten, sich in den Vordergrund spielenden Saxofon. Kurze Melodien werden immer wieder wiederholt, schwirren fasst droneartig in immer wieder leicht modifizierten Loops durch die Luft – schöne Gitarrenarbeit schon bei diesem ersten Song, bei dem vor allem aber ein sehr subtil eingesetztes Saxofon zum Gelingen des Songs beisteuert. Sehr hypnotisch und fast berauschend wird man dem über dreizehnminütigen Intro das etwas kürzere „Dag“, das allerdings den erfahrenen Space Rock-Freund mit einem seltsam, langsam taumelnden Raumschiff in den Space schießt.

Diese Beschreibung kann man ohne Einschränkungen für die weiteren Tracks fortsetzen, da Abwechslung, Unterhaltungsfaktor und Improvisationsfreude über die gesamte Länge des Albums anhalten. Die Bezüge in die Vergangenheit sind vielfältig. An einer Stelle kommen Erinnerungen an „Us And Them“ von „Pink Floyd“ ins Gedächtnis, an anderer Stelle sind die Verbindungen in tiefste Krautrock-Zeiten offensichtlich, in denen Bands wie „Can“ Tracks wie „Mother Sky“ (Soundtracks, 1970) und „Full Moon On The Highway“ (Landed, 1975) aufgenommen haben.

Sehr positiv fällt die liebevolle Ausstattung des Albums auf. Das Doppelalbum bekommt man im exzellent gedruckten – auch keine Selbstverständlichkeit, man bemühe einmal einen Fadenzähler! – Klappcover mit Vinyl in bester, audiophiler Pressung, mit klarem Sound und trennscharfen Höhen. Hier hat man mal alles richtig gemacht und wir sind schon wieder auf den nächsten Streich von „Kungens Män“ gespannt….(thomas)

Label: Adansonia Records (https://www.adansoniarecords.de/)
Format: LP+DL

VÖ: 31. Juli 2017

Tracklist:
A1. Morgonrodnad 13:03
A2. Dag 8:50
B1. Samtidigt 8:58
B2. Aftondzjärnan 13:51
C1. Natt 6:17
C2. Månen tur & retur 8:13
C3. Ett tappat perspektiv 8:24
D1. Mara 3:19
D2. Vargtimmen 8:12
D3. Cirkeln är slut 8:50

Line Up:
Mattias Indy Pettersson (Schlagzeug)
Hans Hjelm (Gitarre)
Mikael Tuominen (Gitarre, Gesang)
Magnus Öhrn (Bass)
Peter Erikson (Synthesizer, Drumcomputer)
Gustav Nygren (Saxofon A1 und C1)
Tomas Bergstrand (Gitarre auf D1 und D3)

Web
FB: http://www.facebook.com/bandetkungensman/
Bandcamp: kungensman.bandcamp.com

 

Einsortiert unter:Album Reviews, Jam, Krautrock, Prog, Psychedelic, Space, , ,

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