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Portrait: Kevin Cronin von REO Speedwagon

(gerald andersson) Kevin wurde am 6. Oktober 1951 in Evanston geboren und stammt aus Champaign, Illinois, dem weiträumigen Umfeld Chicagos. Seine Schulzeit verbrachte er Großteils in einer christlichen Schule. Seit 1992 ist er mit Ehefrau Lisa verheiratet. Das Paar hat 4 Kinder.

Über die Gründung von REO Speedwagon gibt es unterschiedliche Aussagen.
Als gesichert gilt, dass sich der Bandname vom LKW Hersteller REO entlehnt, welche einen „Speed Wagon“ im Programm hatten. Die Gründung war 1968, da war Kevin 17 Jahre alt.

Der damalige Keyboarder „Neal Doughty“ hatte den Namen im Rahmen seines Ingenieur-Studiums an der University in Champaign gehört. Von dort stammten auch die anderen Bandmitglieder. Sie tingelten, wie üblich, durch Bars und die Studenten Kneipen und waren bald ziemlich angesagt. Daraufhin beschlossen sie Berufs Musiker zu werden und bewarben sich bei zig Plattenfirmen, bis sie bei EPIC Records unter Vertrag genommen wurden. Noch heute sind fast alle Musiker in Champaign zuhause, die Familien treffen sich in den spielfreien Zeiten zu Ausflügen oder nehmen an Wohltätigkeits-Veranstaltungen teil.

Bereits 1971 spielten sie dann ihr erstes Album „REO Speedwagon“ ein. Neben Doughty, Gratzer und Gary Richrath nahmen Gregg Philbin (Bass) und Terry Luttrell (Gesang) an der Aufnahme teil.
Auf dem zweiten Album REO/TWO (1972) spielte dann Kevin Cronin (Gitarre, Gesang) anstelle von Luttrell, wurde danach aber wiederum selbst durch Mike Murphy ersetzt.
Das dritte Album war Ridin’ the Storm Out. Murphy blieb für zwei weitere Alben, bis 1976 Kevin Cronin zur Band zurückkehrte.
Ein erster kommerzieller Erfolg stellte sich dann mit dem 1977er Live Album „You Get What You Play For“ ein.

Am 21.11.1980 wurde das Album „Hi Infidelity“ aufgenommen, welches 1981 die Charts stürmte. 2015 erschien eine „35th Anniversary“ Version dieser Platte, welche am 17. August 2017 „Diamond“ Status erreichte. Das bedeutet in Zahlen:
10x Multi Platinum = 10 Millionen verkaufte Exemplare! (eines einzigen Albums!)
Alleine die Top Single Auskopplungen dieser Platte verkauften sich zusätzlich noch jeweils zwischen 500.000 (Gold) und 1 Million (Platin) mal.

Titelliste:
1. Don’t Let Him Go (Cronin) – 3:47
2. Keep On Loving You (Cronin) – 3:22
3. Follow My Heart (Richrath, Tom Kelly) – 3:50
4. In Your Letter (Richrath) – 3:18
5. Take It on the Run (Richrath) – 3:59
6. Tough Guys (Cronin) – 3:50
7. Out of Season (Cronin, Kelly) – 3:07
8. Shakin’ It Loose (Richrath) – 2:25
9. Someone Tonight (Hall) – 2:40
10. I Wish You Were There (Cronin) – 4:28

Wie bei vielen anderen Bands eben auch, begann Ende der 1980er jedoch der Erfolg nachzulassen. Die Besetzung änderte sich wieder häufiger. Alan Gratzer und Gary Richrath verließen Mitte der 1990er die Band. Besonders Richrath´s Ausstieg war ein herber Verlust für die Band, schrieb er doch neben Kevin Cronin die meisten Songs. Für viele Fans bedeutete dies auch, dass sie in REO Speedwagon „ihre“ Band nicht mehr wiederfanden, aber dieses Schicksal teilen sie u.a. ja mit Status Quo oder Deep Purple.
Das letzte erfolgreiche Platin Album war 1984 „Wheels are turnin´“. Empfehlenswert ist das „Live at the Moondance“ Album oder die dazugehörige DVD von 2013.
Seit den Neuzugängen von 1990, „Dave Amato“ (Guitar) und „Bryan Hitt“ (Drums) tourt die Band fast ganzjährig durch die USA und spielt stets vor ausverkauften Rängen.
Kevin ist ein liebevoller Familienvater, engagiert sich stark in sozialen Projekten und gehört dem typisch amerikanischen Mittelstand an. Bekannt sind seine regelmäßigen, patriotisch anmutenden Ansprachen bei den Konzerten. Er versucht immer die hart arbeitenden „Worker“ zu loben, welche unermüdlich dafür Sorge tragen, ihre Familien zu ernähren. Aber so sind halt die Amerikaner.
Rein stimmlich ist er wie auch andere Sänger im Timbre etwas dunkler geworden. Ich würde sogar sagen, etwas kratziger. Dies macht sich aber gerade bei den höher klingenden Songs positiv bemerkbar. Die Stimme ist durch die permanenten Live Auftritte geübt, er hält die Töne sicher und lang, bei tieferer Passagen erhält er Unterstützung von Dave Amato und Bruce Hall.

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