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1000mods – Live im Helios 37 Köln am 18.06.18

(vo) Nach etwas über einjähriger Abstinenz in Sachen Griechischem Stonerentertainment zog es uns mächtig zur Eröffnung der 1000mods Tour 2018 in einen uns bisher unbekannten Club in Köln-Ehrenfeld, der in unmittelbarer und fast fertig planierter „Underground“ (R.I.P.) Trümmer Nachbarschaft steht. Das Helios 37, mit vorgelagertem Biergarten und zahlreichen Sitzgelegenheiten, lud nicht zum Sirtaki, aber auch zum Tanz und das Quartett aus Chiliomodi geigte auf mit griechischen Temperament bei an die Heimat erinnernder Temperatur.

Und verblüffend für einen Montag: die Hütte war proppevoll, ich schätze mal an die 200 Leute. Aber das Quartett hat sich ja über die Jahre seit der Gründung in 2005 und 2 EP und 3 LP eine treue Fangemeinde herangezogen: mit großartiger Musik, schweißtreibenden Liveauftritten und unsterblichen Melodien.

Um 20:40 Uhr traten Dani G. / Bass & Vox – Giannis S. / Guitars – George T. / Guitars und Labros G. / Drums an und legten uns für knapp 80 Minuten ihren wunderbar gewebten, feinen und groben, brachialen und melodischen, drückenden und gut abgehangenen psychedelischen Stonerteppich nicht nur zu Füssen, sondern sorgten auch für eine Ganzkörperbehandlung mit wohldosierten Aufgüssen in Saunatemperaturambiente.

Der mitreissende Auftaktbrüller „Claws“ vom zweiten Album „Vultures“ sorgte mit seinem etwas an heimische Folklore angelegten, flotten Intro und nachfolgend mit Karacho und Schmackes weitergeführten Stoner für wehende Haare und gelenkige Verbeugungen (besonders der wild zappelnde Freak neben mir konnte das). Keine Atempause, Stoner wird gemacht mit einem Gassenhauer aus dem phantastischen 1000mods Katalog: „Road To Burn“, da bebten die Bauchfelle im Midtempo, ein Song für das Alltime Stoner Poesiealbum. Und dann? Dann kam „Loose“, mein erklärter und oft in Gesprächen erwähnter Favorit der Truppe: schon dieses sägende und vibrierende Intro haut mich immer wieder aus den Socken, und weiter gehts mit schreiendem Gesang, fein jaulenden Gitarrensalven und voll in den Körper knallendem Groove aus Rhythmusgitarre, Bass und Schlagzeug. Und mich immer wieder beeindruckend: das geschickt eingebaute Break mit Tempoverschleppung in unverminderter Härte des Stonergesetzes. ICH LIEBE DIESEN SONG! Aber beileibe nicht nur mein Liebling, ein junger Freak im Publikum hatte einen ganz besonderen Wunsch: ich konnte von meiner weiter hinten gelegenen Position aber einen womöglichen Gitarrenwechsel nicht erkennen.

„Low“ und „Above 179“ folgten diesem Kleinod der „Volkermusik“, zwei weitere Schmankerl aus dem Katalog, es war ein Best Of der Truppe Abend, und Best Of haben sie reichlich zu bieten, siehe Photo der Playliste. Das hieß auch: es ließ nicht nach an Stoner Intensität, eine Intensität die nur wenige Bands so zelebrieren können. Und wenn ich mir die Mörderzugabe „Super Van Vacation“ nochmal zu Gemüte führe und anhöre vermisse ich Kyuss Sound zwar immer noch, aber die 1000mods sind sowas von in ihren Fußstapfen unterwegs…..von ihnen inspiriert, aber ohne abzukupfern, der 1000mods Sandstrahlstoner führt mit seiner dicken Soundwand den Spirit des Desertrocks weiter und weiter.Dank an Sound Of Liberation für Akkreditierung und Photopass…..(volker, photos kirsten/kiki no)

© Karin Klocke

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