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Weed Demon – Astrological Passages

(as) Im unüberschaubaren Wust nicht nur der US-amerikanischen Stoner-Rock-Szene genießen „Weed Demon“ bislang keinen exponierten Status, weil sie ästhetisch wie klanglich nur jene Register ziehen, die man über den mittleren Registern der Genre-Klaviatur vorfindet. Will heißen: Die Gruppe aus Columbus im Bundesstaat Ohio predigt lediglich den Bekehrten.

Astrological Passages“ wurde bereits im August 2017 veröffentlicht und erfährt nun auch eine Vinyl-Auflage, die das zweifellos ansehnliche Cover angemessen zur Geltung bringt. Der vergleichsweise schnöde Inhalt ist seit vergangenem Sommer nicht gereift, sondern bleibt gesichtslos. Das Quartet bedient mit typischem Sludge-Metal-Geschrei und schier endlos geschrubbten Riffs wirklich die allerplumpste Schiene, auf die sie sich seit Beginn ihrer Laufbahn – ihr Debüt „Stoned to Death“ erschien 2015 – versteift hat.

Die künstlich in die Länge gezogenen Tracks, deren Einfallslosigkeit keinerlei epische Ausmaße rechtfertigt, wirken alle wie nach ein und demselben Prinzip geschrieben und weisen null dynamische Variationen auf, wobei das außerordentlich lethargische „Dominion of Oblivion“ trotz des nach Mundharmonika klingenden Gedudels zwischendurch (muss Einbildung sein …) und der Abschluss „Jettisoned“ mit seinem nirgendwohin führenden Bandwurm-Solo als besonders ärgerlich ins Gewicht fallen.

Weed Demon“ setzen einzig und allein auf die Wucht des verzerrten Akkordspiels, was man schon nach spätestens dem ersten Song durchschaut hat und nicht mehr ertragen kann. Live föhnt diese Kapelle eure Matten sicherlich auf amtliche Weise, wenn‘s denn laut genug wird und die Anlage nicht unter zu viel Fuzz zusammenbricht; auf Tonträger braucht man nicht noch mehr vom selben Alten, falls man nur ein klein wenig gehobene Ansprüche an seine private Hausmusik stellt.

Immerhin haben Electric Wizard und Boris diesen wenig Spielraum lassenden Stil im Grunde schon vor langer Zeit perfektioniert, oder? „Astrological Passages“ gießt so gesehen nichts als Wasser auf die Mühlen derer, die das Stoner- bzw- Sludge-Milieu nicht erst gestern als künstlerisch stagnierend abgeschrieben haben.

https://smokeweeddemon.bandcamp.com

Electric Valley

50:12

Astrological Passages

Primordial Genocide

Sigil of The Black Moon

Dominion of Oblivion

Jettisoned

Jordan – Bass, Gesang

Andy – Gitarre, Gesang

Brian – Gitarre, Gesang

Chris – Schlagzeug

Andreas Schiffmann

Filed under: Album Reviews, Sludge, Stoner, Vinyl, ,

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