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Brant Bjork + Special Guest Sean Wheeler + Support The Sonic Dawn im Schlachthof Wiesbaden am 12.11.18

(vo) Nach einer über zweistündigen Schlacht 195er Niederquerschnittreifen gegen prasselnden Regen auf der A 3 landeten wir superpünktlich vor dem Schlachthof in Wiesbaden um uns anschließend in die Desert Zone zu beamen, Brant Bjork und seine Low Desert Punk Band + Special Guest und Stoner Urgestein Sean Wheeler riefen auf zum Tanz um Josuabäume und Kakteen auf furztrockenem Wüstenboden. Als zusätzliches Schmankerl waren die Dänen The Sonic Dawn als Support dabei, die uns mit ihrer knietief im Psych Rock der 60er angesiedelten Musik warm spielten und begeisterten.
Aber vorher mal Merch gucken…. und bei diesem wunderbaren Anblick macht das ja doppelt Spaß!
Spaß machte auch das Wiedersehen mit alten Bekannten aus Wiesbaden und Umgebung. Und mit Steffen, dem Weit- und Weltgereisten Tourbegleiter von B.B. + der L.D.P. Band, der schon vorher die volle Tour mit Sasquatch begleitete und von ihm konnte ich aus erster Hand was über das Göteborger Merch- und Equipment Massaker am Anfang der Tour erfahren (der Bandbus wurde dort ausgeraubt).
So: Punkt 20 Uhr betraten die Kopenhagener Emil – Gesang und Gitarre, Jonas – Drums und Niels – Bass die Bühne und schlossen sich vom ersten Ton an in unsere schon in Vielzahl vorhandene Herzen im Saal. Herrlicher Psych Rock Sound der 1960er im Hier und Jetzt. Das Trio, deren neue Platte „Eclipse“ im Januar 2019 erscheint, die aber auch schon einiges an altgedientem LP Stoff auf Saiten, Fellen und Stimmbändern verewigten (Perception + Into The Long Night) machte den Auftakt des Abends zu einem großen, bunten Vergnügen und mit zunehmender Spieldauer verwandelte sich der „kleine“ Schlachthof in eine Schwitzhütte, in der kein keinerlei Blut floß, aber viel Bier, Fuzz und Harmonie(n)! „Summer Voyage“ war im 50 Minuten Auftritt so ein Harmonischer Hinhörer, Psychedelic Rock pur, genauso wie der nagelneue Song „Forever 1969“. Garten Eden Musik vom Feinsten und sehr verdienter Applaus zum Ende des Auftritts. Kurze Umbaupause.

Um kurz nach 21 Uhr betrat dann der Meister mit seiner meisterlichen Band die Bühne und sie legten los und wirbelten satten Desertzonestaubsound mit „Humble Pie“ auf. Brant – Gitarre, Gesang, Bubba – Gitarre, Dave – Bass und ein mir bis dato unbekanntes Gesicht am Schlagzeug, Ryan, schufen mit diesem Einstieg sofort freudigste Stimmung in das Geviert, allüberall neben und hinter mir (vor mir nur die Musiker) prächtiggrinsendes, begeistert mitgehendes Fanvolk. Aus dem neuesten Album „Mankind Woman“ gab es anschließend „Swagger And Sway“ zu hören, das einen leicht verfuzzten 60ies Touch besitzt. Dann das Prachtstück „Controllers Destroyed„: fängt an wie ´ne Doomwalze und ändert nach kurzer Zeit aber sowas von die Schlagzahl, und: mehr Wüste geht kaum. Die Low Desert Punk Band ist schon ´ne riesige Hausnummer im Metier, meine Fresse, das machte mächtig Laune! Und es ging Schlag auf Schlag: „Too Many Chiefs“, was für ein Gassenhauer, GROSSARTIGER STOFF! Zwischendurch noch ´ne Basteleinlage an Dave´s Bass, dessen Gurt durch einen Anriss die weitere Anhänglichkeit verweigerte: ein Song sitzend, dann Panzerband (das Bühnenmädchen für alles und in diesem Fall auch noch mit der passenden Farbe rot), nicht sparsam angewendet, hält, auch dem stärksten Desertzonebassgewitter stand. Ryan im Hintergrund puschte und putschte die Truppe immer wieder kernig nach vorne, auch er hatte ersichtlichen Spaß und passt hervorragend in die Truppe. Der weitere Verlauf brachte neben neuem Material, z.B. „Mankind Woman“ und „Somebody“, natürlich auch noch was vom Vorgängeralbum „Tao Of The Devil“: den Song „Biker No.2“. Und natürlich und bei den letzten Touren auch obligatorisch betrat Mr. Sean Wheeler die Bühne und stockte den schon vohandenen, superben Sound bei den letzten Songs des Sets mit seiner Stimme noch mehr auf und gab Minute für Minute mehr Oberkörper in Richtung nackig frei, nur der Hut blieb an Ort und Stelle. Als allerletztes noch der „Low Desert Punk“ vom „Jalamanta“ Album, für mich der Inbegriff eines Stonerrockers in der Ära nach „Kyuss“. Ein rundum gelungener Abend kam zu Ende: Ich bedanke mich bei Sound Of Liberation (Kat) für die Akkreditierung, bei meiner Begleitung Britta und neuen und alten Bekannten aus der Szene……(volker) Ps. Auch die Rückfahrt war ´ne Wasserschlacht, siehe oben.

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