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Michael van Merwyk – I Had A Hard Way To Go (Best Of … So Far!)

(as) Man lernt nie aus, wie Michael van Merwyks aktuelle Werkschau zeigt: Der Blues-Barde veröffentlicht diese umfangreiche Best-Of nämlich als „Smart Record“, wobei es sich lediglich um ein Booklet in etwas größerem Format als jenem für CDs handelt, das neben Liedtexten, Informationen zur Musik mit vielen Fotos und dem Artwork einen Download-Code enthält, der dem Käufer das Material zugänglich macht. Herunterladen lässt es sich lediglich dreimal in einer beschränkten Zeit, was ebenso sauer aufstößt wie der generelle Umstand, sich mit bloßen Dateien begnügen zu müssen.

Ungeachtet dessen leistet „I Had A Hard Way To Go“ das, was eine solche Kompilierung leisten soll, und bietet einen umfassenden Überblick des bisherigen Œuvres dieses deutschen Blues-Unikums, das seit geschlagenen 35 Jahren professionell Musik macht. Gut die Hälfte der aus dieser Zeit selektierten Stücke stammt aus den Repertoire von van Merwyks Band Bluesoul, der Rest von seinen Soloalben, wobei „Ain’t No Bluesman“ „Good Loving“ und „Darkest Night“ mit Christian Dozzler komponiert wurden.

Außerhalb der Szene wurde Michael im Grunde nie wahrgenommen, auch weil er sich mit seiner knorrigen Stimme unter Berufung auf die klassische Blaumann-Schule nicht am Massengeschmack orientiert. Gleichwohl ist der Zeitgeist nicht an ihm vorübergegangen was man vor allem der Produktion seiner Werke anmerkt, die stets modern klingt. Besser könnte man die rockig arrangierten und größtenteils im Quartett eingespielten Nummern auch nicht in Szene setzen.

Rein stilistisch erklärt sich manches innerhalb des ausgesuchten Potpourris von selbst anhand des jeweiligen Titels, allen voran der urige „Diddley Boogie“, darüber hinaus das wehmütige „Will Love Find Me Again“, das coole „Coffee“ oder die aufbegehrenden Glanzlichter „Fight the Darkness“ und „I Still Believe“. Loben durfte und darf man van Merwyk auch dafür, dass er sich nicht krampfhaft bemüht, irgendwie amerikanisch zu klingen – just deshalb kommt er ausgesprochen authentisch daher. Sein Spiel bleibt unterdessen ein Genuss, insbesondere für Slide-Fans.

Noch einmal zum Format von „I Had A Hard Way To Go“: Hier wurde augenscheinlich am völlig falschen Ende gespart – gerade in Bezug auf jene Liebhaber, die van Merwyk mit seinem Schaffen doch in erster Linie anspricht.

http://www.bluesoul.de

102:45

The Well

Warm

Happy Man

Blues Keeps Calling My Name

Fight the Darkness

Count Your Blessings

A Soul Ain’t Worth a Dime

Heal My Wounds

Will Love Find Me Again

Coffee

Next Trouble to Come

Hard Way to Go

Won’t Get Any Better

Darkest Nigh

Diddley Boogie

New Shoes

Easy My Pain

Road to Ruin

Here Comes Love

Motormouth Baby

Ain’t No Bluesman

Good Loving

I Still Believe

New Road

If I Die Tomorrow

Andreas Schiffmann

Filed under: Album Reviews, Blues,

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