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Freak Valley Festival 2019 – Day 1

(js) Zum mittlerweile achten Mal fand das „Freak Valley Festival“ statt. Die Propheten der psychedelisch-riffigen Blues-, Doom- und Stonerrock-Götter riefen zum Schrein: Es wartete somit wieder einmal eine 3-tägige Anbetungszeit in Netphen auf uns alle! Und natürlich folgten wiederholt knapp 2.500 Freaks diesem Ruf. Bereitwillig, willenlos! Sie durften sich als die Glücklichen bezeichnen, denen in den 30 Minuten, die der Onlineverkauf für Tickets überhaupt nur benötigte, um erneut „ausverkauft“ zu melden, das Quäntchen Fortune zur Seite stand. Und so hieß es für diese Freaks am 20. Juni dann auch wieder: „Welcome to Freak Valley“.

Die „Rock Freaks Siegen“ organisieren das Ding immer noch ehrenamtlich und jeglicher Gewinn, den das Ganze abwirft, wird der AWO gespendet, auf deren Gelände das Festival freundlicherweise stattfinden darf. Was sich letztlich wirklich in diesen drei Tagen abgespielt hat, ist Jahr für Jahr unglaublich schwer in Worte zu fassen. Man fühlt sich dort nicht wie irgendwelche Besucher auf einem Festival, sondern viel mehr wie freudig erwartete und äußerst willkommene „Familienmitglieder“. Es geht hier auch gar nicht darum, zu konstatieren, dass das „Preis/Leistungs-Verhältnis“ immer noch passt oder ein neuer Imbissstand dazu gekommen ist, sondern weiß es zu schätzen, dass hier Musikenthusiasten ein grandioses Stelldichein für Musikenthusiasten erschaffen haben.

Nachdem die infolge der Anfahrt ein wenig müden Knochen sortiert wurden, mussten sie sich aber zum Startschuss des Festivals schon wieder in den „Full Power“-Modus begeben. „Valley Of The Sun“ schickten sich an, zum zweiten Mal nach 2015 die „Fregatte Netphen“ zu entern. Schade vielleicht, dass sie einmal mehr „nur“ als Opener fungierten, letztlich lag dies aber im Wesentlichen daran, dass die Truppe tags drauf im französischen Clisson das dort beheimatete „Hellfest“ aufsuchen durfte. Dies tat aber ihrem druckvollen Auftritt ohnehin keinen Abbruch. Ihr Mix aus Wüsten- und Stonerrock, der bisweilen sicherlich nicht zufällig an „Alice in Chains“ erinnert, sorgte für ein derart volles „Infield“ wie ich es bis dato bei noch keinem Eröffnungsgig erlebt habe. Der Drive der Band, das wirbelnde Schlagzeug, der pumpende Bass, der herrliche Fluss der Gitarre wie auch die Mitsingpassagen ließen die Herzen ohne Frage höher schlagen. Abschließend durfte man festhalten, dass die vier Jungs aus Cincinatti all das hielten, was sie uns weiland 2015 schon versprachen. Wer sie verpasste, hat von Mitte September bis Mitte Oktober 2019 die Möglichkeit, dies auf der mittlerweile auf 10 Gigs angewachsenen Clubtour durch Deutschland flugs nachzuholen.

 

 

 

 

 

 

 

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