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Wolf Prayer – Echoes of the Second Sun

(as) Für eine verhältnismäßig junge Band legten „Wolf Prayer“ bereits auf ihrer genauso genannten ersten EP eine außerordentliche Reife an den Tag, so man das Trio den etlichen Vintage-Newcomern gegenüberstellte, die in den vergangenen Jahren und nach wie vor wie psychedelische Pilze aus dem Boden sprießen. Mit ihrem Debütalbum löst die Band nun quasi das Versprechen ein, das sie zuvor abgegeben hat, und bewährt sich als einer der Hoffnungsträger der aktuellen Szene.

„Echoes of the Second Sun“ würde definitiv auch jedem großen Label zur Zierde gereichen, das sich nur annähernd auf den Stil versteht. Der nur selten flotte Dreier verwendet Keyboards als nicht unwesentliches Gestaltungsmittel, womit er sich dem Prog-Kontext annähert, ohne zu irgendeinem Zeitpunkt entsprechend verkopft vorzugehen.

Bauchige Bassfrequenzen und sägende Fuzz-Riffs, wie sie seit „Kyuss“ und Co – der Titel „Desert“ dürfte diesbezüglich ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung der Inspiration seiner Schöpfer sein –. salonfähig geblieben sind, ergeben gemeinsam mit simplem wie effektivem (und swingenden!) Drumming ein klanglich sehr ausgewogenes Bild, dem Frontmann Jans markige Stimme Charakter verleiht, wobei sich für „Wolf Prayer“ auszahlt, dass sie in den renommierten Emil Berliner Studios (u.a. Anna Netrebko und Anne-Sophie Mutter) aufgenommen haben.

Indem die Gruppe knackig kompakte Nummern eher ausufernden anheimstellt, lässt sie die Hörzeit rasant schnell vergehen, obgleich währenddessen eine Menge passiert. Zur raschen Einfindung in ihr Schaffen eignen sich speziell das unumwunden losgehende Doppel aus „According to the Rule“ und „Strings Like a Puppet“.

So straff „Wolf Prayer“ musikalisch auch organisiert sein mögen, gleicht ihr Einstand einer bunten Farbpalette, an deren Tönen man als Gedankenmaler lange Freude halben wird, und die orangefarbene Vinyl-Variante mit bedruckter Innenhülle bzw. Klappcover, die Barhill Records verkaufen, wird der retrospektiv-frischen Liebhaberei sowohl haptisch als auch optisch und akustisch vollends gerecht.

Label: Barhill/Cargo, schon erschienen

https://www.facebook.com/wolfprayer

50:38

Average Man

According to the Rule

Desert

Shapeshifter

New Morning

Like a Fool

Strings Like a Puppet

Feed My Brain

Jan (v, g)

Matthias (d)

Tim (b)

Andreas Schiffmann

Filed under: Album Reviews, Prog, Psychedelic, Rock, Stoner,

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