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The Demtones – The Demtones

(as) Kurz nach ihrer Gründung 2018 machten „The Demtones“ mit ihrer ersten Single „Sleep“ von sich reden, die perfekt in die Sommerzeit passte und als weiterer Beleg dazu diente, dass man Schweden zu Recht als scheinbar unerschöpfliche Brutstätte junger Rockbands mit alten Tugenden ansieht.

Das selbst betitelte Debütalbum des Trios kommt indessen nicht wie der sprichwörtliche Blitz vom Himmel, sondern steht am Ende einer Entwicklung, die länger andauerte als die bisherige Existenzzeit von „The Demtones“. Die Musiker aus dem Süden Schwedens spielten nämlich bereits unter dem Namen „The Royal Ruckus“ zusammen und wirken wahrscheinlich auch deshalb intuitiver aufeinander eingespielt als ein beliebiger Newcomer.

Frontmann Oscar, der seit der Pubertät Instrumente spielt und sich an der US-Westküste professionell zum Komponisten bzw. Produzenten ausbilden ließ, ist der musikalische Kopf der Band, wie man beim Hören der Scheibe rasch erkennt, auch wenn alle Mitglieder singen und sich letzten Endes gegenseitig tragen, so wie es in einer funktionierenden Dreierbesetzung auch sein sollte.

So gelingt es dem Dreier in etwas mehr als einer halben Stunde, mit knackig kurzen Vintage-Stilblüten, die eine gehörige Rock-‘n‘-Roll-Schlagseite aufweisen, urig gute Laune zu verbreiten, wozu er nicht sonderlich tief schürfen muss. „The Demtones“ ist geprägt vom Sound von Gibson Les-Paul-Klampfen und Fender-Precision-Bässen, natürlich übersteuert statt derbe mit Effekten verzerrt und zeichnet sich durch eine ähnlich locker swingende, agile Rhythmusgruppe wie Bill Ward und Geezer Butler auf Black den Frühwerken von „Black Sabbath“ aus.

Stilistisch sind die Schweden ungleich leichtfüßiger aufgestellt als die britischen Pioniere, weshalb sich Antreiber wie „I Come Around“ (hat viel von den späten Hellacopters), das anscheinend straight aus der Garage polternde „Sleep“ und das himmelhoch jauchzende Finale „Free“ in der Überzahl befinden.

Wie gesagt, ausgesprochen profund ist die Chose nicht, aber „The Demtones“ platzieren sich mit diesem Album ziemlich souverän im vorderen Drittel des Retro-Geschehens, ohne besonders originell zu sein. Gute Songs gehen halt immer …

Black Pike Favorites, 18.10.2019

http://www.facebook.com/TheDemtones

32:40

Valerie

I Come Around

You Don’t Know

Sleep

Honey

What You Got to Loose

Make Up Your Mind

Reckless

Free

Oscar Ericsson (g, v)

Alfred Andersson (b, v)

Martin Behm Stener (d, v)

Andreas Schiffmann

Filed under: 70s, Album Reviews, Rock,

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