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Alunah – Violet Hour

(as) Im vergangenen Jahr verkürzte die EP „Amber & Gold“ Fans von „Alunah“ die Wartezeit auf ein weiteres Album der Briten, das nun vorliegt und seinen Vorgänger zwar nicht übertrifft, aber dem seit je gehobenen Niveau der Band entspricht.

Sie blickt auf eine fieberhaft kreative Phase zurück, in deren Zug sie nicht nur eine neue Plattenfirmenheimat fand, sondern in Person von Dean Ashton (eigentlich Bassist bei „Diamond Head“) auch einen neuen Gitarristen begrüßte und ihre Liebe zu klassischem Hardrock wiederentdeckte, nachdem man die letzte Platte noch uneingeschränkt im Doom Metal ansiedeln durfte. Immerhin starteten „Alunah“ ja nicht dort und waren zu Beginn ihrer Karriere – höre „ Sabbath City“ von 2006 – merklich traditioneller aufgestellt.

Das in Wales aufgenommene Material wurde nicht vollständig vom Schwermetall-“Ballast“ befreit, wirkt aber insgesamt leichtfüßiger in Szene gesetzt, falls man das von zünftiger Lava-Mucke sagen darf. Chris Fielding, der ansonsten fieseres Blei für „Conan“ oder „Electric Wizard“ gießt, hat als Produzent weniger auf Feinheiten geachtet als einmal mehr Sängerin Siân Greenaway in den Mittelpunkt gerückt, weshalb man rasch übersehen kann, wie liebevoll insbesondere die Gitarren-Leads komponiert wurden.

Darüber hinaus (und abgesehen von ein paar wenigen, aber umso gezielter platzierten Drum-Breaks) ist „Violet Hour“ eine relativ geradlinige Angelegenheit, angefangen beim swingenden Startschuss „Trapped & Bound“ mit seinem schwelgerischen Refrain über den düsteren Schleicher „Hunt“ hinweg bis zum mit sechseinhalb Minuten längsten Lied am Ende – „Lake of Fire“. Selbiges stellt zugleich auch den atmosphärischen Klimax darf und wurde von allen Tracks am aufwändigsten (mit Orgel) arrangiert.

Eingedenk wieder einmal (das ist ein Hauptmerkmal des Quartetts) vieler sofort ins Ohr gehender Refrains steht dieses Album für stilistische Konsolidierung bei minimaler Schwerpunktverlagerung.

Dance of Deceit

Hunt

Hypnotised

Violet Hour

Unholy Disease

Velvet

Lake of Fire

Heavy Psych Sounds

42:52

http://www.facebook.com/alunah.doom

Trapped & Bound

Dance of Deceit

Hunt

Hypnotised

Violet Hour

Unholy Disease

Velvet

Lake of Fire

Andreas Schiffmann

Filed under: Album Reviews, Doom, Hardrock,

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