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Buckets N Joints – Offline

(as) „Buckets N Joints“ entstanden 2012, und bereits beim Hören ihrer drei Jahre später in eigener Regie herausgebrachten EP „Safe By Release“ erschloss sich schnell, weshalb sie in ihrer Heimat Israel prompt zur hohen Riege der Rockszene aufstiegen: Davon abgesehen, dass selbige bei weitem nicht so dicht besiedelt ist wie jene der meisten zentraleuropäischen Länder, spielen die Jungspunde enorm eingängigen Alterantive-Kram, der Vergleiche zu einer Vielzahl weithin anerkannter Namen zulässt, ohne als deren Abklatsch durchzugehen.

Ein Paradebeispiel dafür ist gleich an dritter Stelle ihres ersten Albums das vertrackte „Fashion Police“, das mit exaltiertem Gesang zwischen Matthew Bellamy und Anthony Kiedis an Abarten von „Muse“ respektive neueren „Red Hot Chili Peppers“ erinnert. Bei letzteren dürfte sich auch und gerade ihr Slap-wütiger Bassist einiges abgehört haben – siehe etwa „Room 9“ oder das wippende „Blind“ zu Beginn, das allerdings ebenso gut auch von „Incubus“ („A Crow Left of the Murder“ stammen könnte und das überdreht schmatzende „Stick It!“ als Liebesode an Musik an sich. Hierin spiegelt sich letztendlich auch das Selbstverständnis der Gruppe wider – Entertainment und hemmungsloses Ausleben der eigenen Kreativität stehen im Vordergrund, wie es ja im Grunde bei jeder traditionellen Rockband der Fall sein sollte.

Das versöhnliche „Disappear“ schweift genauso wie am Ende das Titelstück in etwas beliebige Stoner-Niederungen ab und ist zusammen mit der öden, weil zu herkömmlich gestrickten Ballade „Love is a Nightmare“ der relative Schwachpunkt von „Offline“; „Take me to the Spring“ hingegen überrascht sowohl mit Banjo als auch Mariachi-Trompete und neben mehrstimmigem Gesang auch einem vorwärtstreibendem Groove, den ein ungleich schneller als der Rest zündender Refrain krönt.

In dieser mehr als nur guten Form sind „Buckets N Joints“ der Konkurrenz aus Übersee oder überhaupt von überall her in allen Belangen gewachsen – wohlgemerkt falls man Musik in erster Linie als Wettbewerbsbranche versteht, denn ansonsten dreht die Band den meisten anderen auf ihrem Feld mit einer Menge potenzieller Hits eine lange Nase.

Rock Attack/Cargo

http://www.bucketsnjoints.com

48:23

Blind

Human Alarm

Fashion Police

Disappear

Clarity

Take me to the Spring

Room 9

Love is a Nightmare

Thinking Forward

Killing my Heart

Stick It!

Offline

Andreas Schiffmann

Filed under: Album Reviews, Alternative, Classic Rock, Rock,

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