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Kanaan – Double Sun

(vo) Ingvald, der Schlagzeuger und Percussionist von Kanaan, schrieb uns an, erwähnte sehr lobend unseren Blog (Danke, das hören wir doch gerne) und ob wir Lust hätten was über ihr drittes Album, nach „Windborne“ und den „Odense Sessions mit Causa Sui´s Jonas Munk“, zu schreiben. Aber ja doch, sehr gerne, denn die Art Musik, die das Trio zelebriert, sticht durch die interessante Mischung verschiedener Stile wie Fusion, Jazz, Post-Rock, Psychedelic und Space aus der Masse der heutigen Veröffentlichungen heraus. Experiment mit mitunter auch sehr experimentellen Kompositionen zum dritten Mal gelungen: Psychedelic Rock in weitestem, freiem Sinne…..

Let the music play: „World Together“: wunderbarer Einstieg, der auch gut auf eine neue Pink Floyd Platte passen würde: herrlicher Psychedelic Rock mit Synthie, Akustik- und Elektrischer Gitarre, die bei einem kurzen und knackigen Solo brilliert. „Mountain“: ein wahrer Mountain an faszinierender Musik: Einstieg mit sehr präsentem Schlagzeug und fett bratender E-Gitarre, hat für mich ein bißchen was von Carlos Santana, der auch was von herrlich fließenden Gitarrenläufen versteht, Kanaan stehen diesen in nichts nach. Das folgende, spacige Break mit dazu geschmackvoll passender Gitarre, die auch mal in den Post Rock driftet und weitermacht, wird gegen Ende immer wilder. Live sicherlich sehr geeignet für die Luftgitarrenspieler dieser Welt.

„Öresund“: Frei fließender Sound mit träumerischen und schwelgerischen Gitarrenfiguren, die, in den Genres Fusion, Jazz, Post und Psychedelic, mal dort, mal da ihre Inspirationen suchen und finden. Erinnert mich in manchen Phasen ein bißchen an Causa Sui, die ich sehr verehre. Kanaan ist aber auch auf diesem Weg der Verehrung, denn: Ask, Eskild und Ingvald: zur Hälfte an dieser Stelle schon ein großes Lob vom Rezensenten, der ist begeistert und denkt das ihr noch eine Menge Potential in den nächsten Jahren freisetzen könnt.

Und was ich auch noch dazu anmerken möchte: diese Art Musik ist in meinem Ohren irgendwie ein ziemlich skandinavisches Ding…..

„Worlds Apart“: Wild. Heavy Rock. Wild. Glühende Saiten.

„Double Sun pt.1“. Intro: Schleichender Fuzz Rock, schön verhallt, in die Weite der Räume fließend, live geht das bestimmt nicht „Kräuterrauchfrei“ im Publikum über die Bühne. Punkt. Und dann wird gebraten, mit allem was an Instrumentarium vorhanden ist…..

„Double Sun pt.2“. Fängt an wie ein neuer Song von Neu!. Sehr rhythmisch, motorisch, Nackenmuskeln lockern, ab geht´s. Unterfütternde Gitarre und Synths. Und weiter geht´s: rhythmisch, motorisch, abgefahren. Und ich als 1970er Jahre Elektro Rock Freak (Neu!, Kraftwerk, Tangerine Dream, Klaus Schulze, Ashra) bin hin und weg…..

Ask, Eskild,Ingvald und Gast Bjørn: Großartiger Stoff. Und Ingvald: ohne deine Mail hätte ich was verpasst: Danke!….(volker)

Artist: Kanaan
Album title: Double Sun
Catalog number: EPR058
Formats: Digital, CD, LP (limited edition of 600, includes download card)
Release date: April 24, 2020

Ask Vatn Strøm: Electric and acoustic guitars.
Ingvald André Vassbø: Drums, percussion and organ.
Eskild Myrvoll: Bass, synths, electric and acoustic guitars.
“Double Sun pt. 1 & 2” features lead guitar from Bjørn Klakegg

Songs:

World Together 2:48 min
Mountain 12:20 min
Öresund 8:00 min
Worlds Apart 3:03 min
Double Sun pt. 1 5:23 min
Double Sun pt. 2 8:02 min

https://www.facebook.com/kanaanband/

https://elparaisorecords.com/node/285

Filed under: Album Reviews, Classic Rock, Fusion, Heavy Rock, Jazz, Krautrock, Postrock, Rock, Space, , ,

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