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Witchcraft – Black Metal

(KiS) Depressive Musik. Wer mag sie nicht? Zur Zeit. Oder schon immer, weil er/sie im Grunde seines Herzens melancholisch veranlagt scheint. Gerade Liebeskummer hatte, oder momentan an der Weltlage verzweifelt. Wenn man dazu noch die Stimme von Magnus Pelander ertragen kann für den sei folgendes Solo-Werk empfohlen: Black Metal, VÖ 1.5. 2020 bei Nuclear Blast.

Einzig und allein mit Akustischer Gitarre ausgerüstet, begibt sich der gutaussehende junge Mann in die Gefilde des Tränenreichs. Während er so beinahe alle Stationen des Lebens abhandelt (nette Texte btw.) bleibt seine Stimmung gleichbleibend auf einem Level. Wäre die Aufnahmetechnik nicht ganz so steril geraten, mehr so wie Leonard Cohen’s „Take This Longing„, würde man etwas mehr „mitleben“ können. Nur hier und da ein Knistern, ein Barhockerrücken hätte gereicht, ein tieferes Atmen.

Die Grundstimmung zeugt von wahrem Verständnis einer Depression, die nämlich nicht wie man allgemein annimmt hauptsächlich von Traurigkeit geprägt ist. Die Leere und Gefühllosigkeit, das Gleichbleibende, die Tristesse, ist überzeugend umgesetzt. Nihilismus und Misanthropie kann man dieser Platte wirklich nicht absprechen, daher auch mit Black Metal ein passender Titel.

Trackliste

1. Elegantly Expressed Depression
2. A Boy And A Girl
3. Sad People
4. Grow
5. Free Country
6. Sad Dog
7. Take Him Away

Sexinessfaktor: nach dem ONS feststellen, dass es nicht nötig gewesen wäre.

https://www.facebook.com/witchcraft/

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