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Flotsam and Jetsam – Blood In The Water

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[hjs] So, da habe ich es im Gehörgang, das 14. Album der Jungs aus Phoenix/Arizona. Und es beschleicht mich ein komisches Gefühl. So wie ich es öfter habe, wenn meine „Bands“ von früher immer noch aktiv in der Tonrille sind. Es ist ihnen hoch anzurechnen dass sie immer noch den Willen haben, die Welt zu erobern und auch noch, wie in diesem Fall, Mix und Mastering einem Jacob Hansen anvertrauen. Das Ergebnis ist ein glattes, fehlerfreies Album. Meines Erachtens mehr Power Metal denn Thrash. Es fehlt das „Dreckige“, die hörbare Wut. Aber nichtsdestotrotz werden Flotsam & Jetsam mit diesem Album neue Fans erobern und das ist ihnen auch zu gönnen.

Das erste Stück ist auch gleich das Titelstück. „Blood In The Water“ fängt thrashig an und windet sich dann mit einer Mitsumm-Hookline in de Gehörgänge. Schöne leads und double leads gibt es in „Burn The Sky“ zu hören, der Refrain hat Mitsing Charakter.

„Brace For Impact“ ist etwas rotziger, kerniger. Für mich das erste Stück wo ich aufhorche. Auch der nächste Track „A Place To Die“ ist das nächste Highlight für mich. Das Anfangsriff zieht sich durch das ganze Stück und bleibt im Kopf präsent. Der Refrain ist eingängig aber nicht zu aufgesetzt. Das Mid-Tempo Stück „The Walls“ ist für sich genommen ein sehr gut gelungenes Heavy Metal Stück das auch Vergleiche mit den Eisernen Jungfrauen nicht zu scheuen braucht.

„Cry For The Dead“ ist, nunja, die Quotenballade. Aber nicht ganz, nach knapp zwei Minuten nimmt das Stück an Fahrt auf, entwickelt sich zur Powerballade und hält das Tempo bis zum Schluss. „The Wicked Hour“ und „Too Many Lives“ sind ebenfalls zwei Stücke, die eher den Heavy Metal Fan denn den Thrasher bedienen. Etwas flotter geht es dann mit „Grey Dragon“ weiter, auch das nächste Stück „Reaggression“ knüpft daran an und lässt den Fuß wippen.

„Undone“ könnte auch von einer britischen Band stammen, die der NWOBHM entsprang. Etwas bombastisch beendet „Seven Seconds“ das Album und lässt mich nachdenklich zurück. Die Best-Ager machen durchaus einen guten Job, aber mich als Gleichaltrigen erreichen sie nicht wirklich. Da ich die Band mag, freue ich mich darauf sie live zu sehen – da sind sie eine Macht!

Also, das ist kein Verriss der Scheibe sondern mein subjektiver Höreindruck. Das Ergebnis ist dem eingangs Genannten geschuldet. Rein objektiv gesehen handelt es sich um ein Album mit guten, teils eingängigen Songs. Fans, die gerne etwas härter hören, aber sich durch eine sehr reine Produktion nicht abschrecken lassen, können hier bedenkenlos zugreifen. [hans-juergen]

Spiellänge: 53:31 Minuten

Erscheinungsdatum: 04.06.2021

Label: AFM Records

Tracklist:

  1. Blood In The Water
  2. Burn The Sky
  3. Brace For Impact
  4. A Place To Die
  5. The Walls
  6. Cry For The Dead
  7. The Wicked Hour
  8. Too Many Lives
  9. Grey Dragon
  10. Reaggression
  11. Undone
  12. Seven Seconds ‚Til The End Of The World

Band:

Gesang – Eric „A.K.“ Knutson
Gitarre – Steve Conley
Gitarre – Michael Gilbert
Bass – Bill Bodely
Schlagzeug – Ken Mary

Links zur Band:

http://www.facebook.com/flotsamandjetsam.official
http://www.flotstildeath.com
http://www.instagram.com/flotsamandjetsamofficial

Links zum Label:

http://www.afm-records.de
https://shop.afm-records.de/flotsam-and-jetsam

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