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Jethro Tull – Around The World Live

Jethro Tull Around The World4 DVDs im Buchformat

Diese Box ist ein Must für alle Jethro Tull  Aficionados, denn sie schlägt den Livebogen von 1970 bis 2005.
Tja, der Ian Anderson.
Anführer unter den Füchsen (Frank Zappa ist ja leider schon verstorben)
Vermutlich hätte Herr Anderson auch Diplomat werden können – es steckt ihm offensichtlich im Blut.
Möglicherweise ist ja auch vieles wahr, was er so im Laufe unzähliger Interviews von sich gab.Ich erinnere mich an ein Interview mit ihm aus Anlass seiner Deutschlandtour in 2001. Zum Konzert in Düsseldorf reiste er mit der Bahn an.
Er schwärmte überschwänglich von der Intercity-Qualität („Daran sollte sich Großbritannien mal ein Beispiel nehmen!“) – und von deutschem Bier.
Das war lange vor dem Skandal mit den ausgefallenen Klimaanlagen der DB.
Wie dem auch sei:
Anlässlich eines TV-Concert-Specials für Hilversum, Holland in 1999 (auf DVD 3), gibt es ein weiteres bemerkenswertes Interview zu bestaunen.
Darin gibt Anderson zum Besten, wieso die Flöte zu seinem bzw. Jethro Tulls Markenzeichen wurde bzw. geworden sein soll.
Sinngemäß zusammengefasst: „Wir starteten als Bluesband und spielten sechs Tage die Woche.
Nach einem Konzert im Londoner Marquee Club, wo ich mir ausgedacht hatte, die Mundharmonika auf einem Bein stehend zu spielen, schrieb eine Zeitung: ‚Er stand auf einem Bein und spielte Flöte’. Und ich dachte mir: Ok, lass es uns probieren.“
Puhhh …
Mir war die Geschichte neu, aber auch ausgewiesenen Jethro-Tull-Experten wie beispielsweise Wolfgang Thomas, der kürzlich ein bemerkenswertes Buch über Jethro Tull herausgegeben hat.
Es wirkt im Nachhinein geradezu grotesk, dass sich ausgerechnet Ian Anderson von der Presse genötigt haben will, auf Flöte umzusteigen.
Aber wenn er es in der Rückschau partout so sieht, soll es uns recht sein.
Beschert uns die Box doch eine Latte von Tull-Hits, deren Markenzeichen die Flöte war. Aber auch geschichtsträchtige Oufits und Lineups aus knapp vier Jahrzehnten.
Erstaunlich, wie kurz die Haare letztlich wurden.
Die Rückschau beginnt mit dem Isle Of Wight Festival in 1970, wo Ian Anderson & Band – wie unsere Eltern es uns glauben machen wollten – als vermeintliche „Urwaldaffen“ über die Bühne catweazleten.
Sie endet in Lugano 2005, wo die Protagonisten – diesmal als geschniegelte Opas (und Gentlemen of course) – dem Zeitgeist selbstredend erneut kongenial entsprachen.
Dazwischen gibt es Livetakes aus Tampa, Florida, USA (1976), München, Deutschland (1980), Dortmund, Deutschland (1982), Loreley, Deutschland (1986), Santiago, Chile (1996), Hilversum, Holland (1999), London bzw. Leamington SPA, England (2001) oder Montreux (2003).
Insgesamt werden in 6 Stunden und 36 Minuten 77 Songs präsentiert.
Großes Kino!

Jethro Tull „Around The World Live“

4 DVD Box im Buchformat
34 Seiten Booklet
(“featuring a wealth of previously unseen material”)
Eagle Vision/Edel EREDV982

Buchtipp:
Wolfgang & Kevin Thomas “Jethro Tull Over Germany”
Verlag Siegener Rock-Museum
ISBN 978-3-00- 037254-4
39,- Euro

(Heinz W. Arndt)

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