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Donald Fagen, Michael McDonald, Boz Scaggs – The Dukes Of September / Live At Lincoln Center

Dukes Of September‘Ne Menge input, ‘ne Menge output.
Soll heißen, dass sich hier drei amerikanische Musiklegenden zu einer „Supergroup“ zusammenfanden, um Spaß zu haben und Erlesenes aus Rock, Soul, Jazzrock und Blues im ausverkauften New Yorker Lincoln-Center vorzutragen.
Zum Schluss hielt es keinen mehr in den Sitzen.
Blues, Jazz und Rock (und deren Schnittstellen) sind halt unschlagbar. Erst Recht, wenn’s von absoluten Könnern vorgetragen wird.
Schaun und hören wir mal rein …

Das luxurisöse Ambiente des Lincoln Centers kann einen ja schon per se einschüchtern.
Die Eintrittskarten gehören zum gehobenen Segment.

Dementsprechend gesittet sitzen die Fans von Donald Fagen (ex Steely Dan und solo),
Michael McDonald (ex Doobie Brothers, Steely Dan und solo) sowie Boz Scaggs (ex Steve Miller Band und solo) anfangs in den Sitzen und harren gespannt der Dinge.

„Sind denn wohl alle meine Favoriten dabei?“ werden sich nicht Wenige gedacht haben.
Im Laufe des Konzerts kommen sie aus dem Klatschen nicht mehr heraus.

Donald „Mastermind“ Fagen-Fans wurden mit „Kid Charlemagne“, „Hey Nineteen“, „Peg“, „Pretzel Logic“ und „Reelin’ In The Years“ belohnt. (Obwohl der Rezensent gerne noch Steely Dans „Do It Again“ oder „Rikki, Don’t Lose That Number“ mit ins Liveset genommen gesehen hätte. Aber das ist wie immer Geschmackssache!)

Michael “White Lightning” McDonald-Fans genossen „Takin’ It To The Streets“, „What A Fool Believes“ oder „I Keep Forgettin’“.

Texas Bluesman und Blue-eyed-Soul-Legende Boz Scaggs spendierte mit „Lowdown“, „Lido Shuffle“ und „Miss Sun“ drei seiner größten Hits.

Dazwischen wurden Coverversionen von Blues- Soul- und Rockklassikern eingestreut, die vor Beseelung durch Scaggs und McDonald nur so strotzen. Wie beispielsweise „Who’s That Lady“ der Isley Brothers oder Arthur Conleys „Sweet Soul Music“.
Aber Willie Dixons “The Same Thing” (Gesang: Boz Scaggs, Slide: Jon Herington) oder Chuck Berrys „You Never Can Tell“ (mit Michael McDonald auf dem Akkordeon!) ragen noch ein Stück weit heraus.

Da gibt es nix zu meckern, im Gegenteil. Insofern wurden Fagen, McDonald und Scaggs ihrer individuellen Klasse – nicht zuletzt auch wegen der hochkarätigen Begleitband – in vollem Umfang gerecht.

Das grandiose Zusammenspiel der in Bigbandstärke auftrumpfenden 12 Musiker/Innen kommt der Perfektion sehr sehr nah.

Da kann man keinen herausheben, ein Rädchen greift ins andere.

Falls es sich hier um den originalen und nicht für die DVD durch tontechnische Overdubs nachbearbeiteten TV-Mitschnitt handelt, darf man ohne Übertreibung von einer Sternstunde im Livesegment sprechen.

Fagen (piano, vocals), McDonald (keyboard, accordion, vocals) und Scaggs (guitar, vocals) wurden in folgender Besetzung begleitet:

Jon Herington (guitar)
Michael Leonhart (trumpet)
Walt Weiskopf (tenor sax, flute)
Jim Beard (keyboard)
Freddie Washington (bass)
Shannon Forrest (drums)
Monet Owens & Carolyn Leonhart (background vocals).

Cool as cool can!

(Heinz W. Arndt)

The Dukes Of September „Live At Lincoln Center“
429 Records / Caroline / Universal
Laufzeit: 91 min
Als DVD und Blue-ray Disc erhältlich

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März 2014
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