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Lonely Kamel – Shit City

LonelyKamel_CMYKLonely Kamel haben sich schon vor einigen Jahren einen Namen gemacht. Mit viel Einsatz auf den Bühnen, durchweg guten Alben und gutem Feeling für Trends in der Szene machen sie seit 2008 ein breites Publikum auf sich aufmerksam. Nur nach ihrer 2011er Platte „Dust Devil“ haben sie dann eine drei Jahre lange Pause eingelegt… Schön, mal wieder von ihnen zu hören!
In gewohnter Manier geben sich die Norweger wieder staubigen Klängen hin. Dass sie mehr nach Wüste als nach langen Wintern und rauen Küsten klingen, ist inzwischen weitestgehend bekannt – wie auch ihr 70er-Hardrock. Aber trotzdem findet man auf ihrem neuen Album „Shit City“ immer wieder feine Überraschungen.

„Shit City“ fährt mit dem Titeltrack direkt einen sehr fetzigen Song auf, der arg rockt und rollt. Erst nach zwei Minuten kommt etwas mehr Ruhe rein; das aber geschmeidig und schon hier steigt einem etwas von dem Gründerzeit-Doom in die Ohren. Auch spätere Songs springen auf den Zug rund um Rock’n’Roll noch auf. So auch der letzte Titel „Nightjar“, aber auch zwischendrin kommen diese Elemente immer wieder zum Tragen („I feel Sick“).
Wesentlich dumpfer und damit näher an der ersten Stoner-Welle in den Neunzigern sind da Songs wie „White Lines“. Lonely Kamel sind aber insgesamt harmonischer, wesentlich näher am Rock – gerade durch die ständig präsenten Einflüsse aus den Siebzigern.
„Seal The Perimeter“ baut dann eher die klassische Doom-Stimmung auf. Gekonnt und Riff-betont bleiben die Norweger bei schweren und stampfenden Rhythmen ohne dabei andere Einflüsse zu vernachlässigen. In anderen Songs zeigt sich sowas auch mal, aber „Seal The Perimeter“ bleibt in seiner Art auf dieser Platte einzigartig. Zusammen mit dem folgenden Song „Freezing“, der auch durch langsamere Spielart und gedämpfte Grundstimmung mit viel Druck untenrum trumpft, aber doch schon wieder wesentlich an Rock zunimmt, ergibt sich eine mächtig satte Platten-Mitte. Lonely Shit City imageWo andere Platten durchhängen, reißen die Norweger noch mal richtig viel.
Eigentlich fast schade, dass sie dann zu den Klängen zurückkehren, die sie am Anfang der Platte aufgelegt haben. Aber wirklich auch nur fast: Das kernig Rockige beherrscht die Band einfach zu gut und so macht es einfach Spaß: „BFD“ ist fantastisch, um noch einmal das Tanzbein zu schwingen und „Falling Down“ ist ein chilliger und grooviger Rockepos mit spacigen Einflüssen, der an Schwelle zum Psychodelischen steht und an der Tür kratzt.

Auch in der vierten Runde zeigen sich Lonely Kamel abwechslungsreich. Mit wuchtigem Sound irgendwo zwischen Hardrock und Stoner gehen sie die ganze Verwandtschaft besuchen: Wie aus dem Nichts mal röhrig doomig, dann wieder leichter und mit mehr Groove im Song. Trotzdem erkennt man klar ihren eigenen Stil. Kein Wischwach und auch kein Kompromiss: Die neue Platte ist echt klasse….(Colin)

Lonely Kamel

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