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Siena Root – Pioneers

Siena Root Cover(ch) Seit 2004 wirbeln diese Schweden den trockenen Staub der skandinavischen Steppen auf und huldigen unverschämt authentisch und bodenständig dem Rock der frühen Siebziger Jahre. Die Musiker auf dieser Produktion: Sam Riffer – Bass, Love „Billy“ Forsberg – Drums, Jonas „Joe Nash“ Åhlén – Vocals, Matte Gustafsson – Guitar, Erik „Errka“ Petersson – Keyboards.
Fünf Studio Alben und ein Live Album in 10 Jahren. Nicht nur eine BluesRock-Band, sondern angehaucht mit Psychedelicsound der Woodstock Zeit. Aber leider auch eine Band, die mit jedem Album den Sänger wechselt!
Die Sitar von KG West und der Gesang von Sanya fehlen etwas, das zeichnete die Live Scheibe Root Jam von 2011 aus. Aber sie können es auch anders, es ist ihr Stil, sich immer wieder zu ändern.
Siena Root komponieren mitnichten radiotaugliche Ohrwürmer. Der Siena Root-Rock besetzt die Nischen guter, traditioneller Siebziger Jahre Rockmusik und die Jungs scheinen sich damit pudelwohl zu fühlen.
Mit klarer Stimme würzt Joe Nash mit bluesig, beseelten Gesang das schwere Geschütz des ersten Songs „Between the Lines“ dann wieder rockig, bevor Orgelklänge schön atmosphärisch und opulent sich explizit steigern. Der Retro-Rock mit Deep Purple-anleihen geht mit „7 Years“ kräftig und fett weiter.
Passende Breaks und eine tief gespielte Orgel, mit dem Geist von Jon Lord. Aber nicht er sondern Erik Peterson haut in die Tasten. „Spiral Trip“ jagt entlang der einsamen Straßen des Nordens. Joe Nash legt mit der gesamten Soundmaschine los als wäre der Teufel hinter ihm her, die elektrisierende Orgel im Zusammenspiel mit der Guitar von Matte starten furios durch. „Root Rock Pioneers“: Erik gibt alles an der Hammondorgel, der Beat treibt rastlos voran, schwer gerockt und gegroovt. Slo-Motion-Blues. Einfach grandios! Da bleibt kein Auge trocken, bei der Stimmung, die da hochkommt.
„The Way You Turn“ eine Verschnaufpause, aber dann doch keine, Joe gibt nur eine kurze. „Keep on Climbing“
schleppend mit psychedelischen drogenschwangeren Woodstockflair. Der teils dickflüssige, schwere Sound der Herren lässt so das Ganze nicht wie einen bloßen Abklatsch irgendwelcher Vorbilder erscheinen, sondern zaubert das gewisse Etwas in das Schwedengebräu. „Going Down“ mit perkussiv vorangetriebener Rhythmik von Drums und
Orgel, der Blues kommt in Fahrt, einfach nur dem Fluss der Musik folgen. Erdig, ehrlich und ursprünglich schön sind sie, solche Zeitreisen – wo nichts programmiert klingt. Jetzt das 10 minütige „In My Kitchen“, mit spärlichem Gesang lässt Joe seinen Mitstreitern den Platz zum Improvisieren, es macht Spass beim zuhören und zurücklehnen, die Doors klingen durch, warm und authentisch lassen sie „Pioneers“ ausklingen. Schöne 41 Minuten gehen zu Ende. Hier passiert nichts anderes, als die hochspannende, energetische, groovende, mitreißende und kompetent gespielte Verwurstung verschiedenster Endsechziger/Anfangsiebziger Rockmusik-Roots…..(Charly)

Siena Root

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