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Soph Day/Alunah im Interview

Alunah Promo 3(co) Bei Alunah ist viel los derzeit: Gerade erst haben sie ihre Tour abgeschlossen und Anfang diesen Monats war der Release ihres neuen Albums „Awakening The Forest“.
Das Album wurde ja hier im Blog schon besprochen, aber jetzt hatten wir auch Gelegenheit ein kurzes Interview mit Sängerin Soph Day zu führen. Neben Songs, Sounds und Inspirationen konnten wir auch etwas über Weltanschauung sprechen:

Im Vergleich zu euren vorherigen Alben klingt „Awakening The Forest“… dichter. Mehr melancholisch, schwerer. Was hat sich seit „White Hoarhound“ verändert?

Der offensichtlichste Unterschied ist unser Bassist Dan; Er trat der Band direkt zum Beginn des Songwritings bei, daher schrieben wir das Album aus einem ganz anderen Winkel und mit neuen Ideen. Wir haben aber auch ganz bewusst ein heftigeres Album geschrieben und uns vom typischen Stoner Rock Sound fortbewegt. Die Melancholie rührt hauptsächlich vom Inhalt der Lyrics; sie sind ein ganzes Stück persönlicher und ich denke, die Musik reflektiert diese Tatsache. Ich glaube, wir haben auch mehr Zeit im Studio genutzt, um den Sound zu verbessern. Trotzdem waren wir nur 5 Tage für die Aufnahmen im Studio; wir waren gut eingeprobt und das gab uns die Zeit, uns mehr auf den Sound als auf die Takes zu konzentrieren.

Und warum dieser Titel? Warum „Awakening The Forest“?

Der Song kam zuerst und als wir dann dabei waren uns für einen Titel zu entscheiden, dachten wir nicht nur, dass er großartig klingt, sondern auch, dass der Titel jeden Song auf dem Album zusammenfasst. Dabei geht es nicht um einen spezifischen Wald, es ist mehr eine Metapher, die mich überkam, als ich mit meinem Hund im Wald spazieren ging. Man kann niemals wissen, was das letzte Schöne ist, das man sehen wird; man kann jeden Moment sterben, und deshalb gehe nicht mit geschlossenen Augen durch das Leben und nimm deine Umgebung wahr, siehe das größere Bild. Wenn man das tut, wird man sich dessen klar, was man um sich sieht, um sich hört und um sich riecht – der Wald erwacht.

Noch einmal genereller zu den Titeln eurer Alben. Sie klingen alle sehr verbunden mit der Natur selbst. Ist das die Quelle eurer Inspiration? Oder vielleicht mehr noch: Euer „Thema“?

Meine größte Inspiration ist die Natur, sie raubt einem den Atem und sie ist mir immer so bewusst – egal, ob ich in der Stadt auf einen Baum sehe oder von der Spitze eines Berges auf die See blicke. Die Natur kann schön sein und hässlich, kraftvoll und ruhig, tödlich und rettend – ich finde immer etwas, das mir Inspiration bringt.

Was kannst du von eurer gerade abgeschlossenen Tour erzählen? Wie lief es? Und was war die verrückteste Geschichte, die ihr erlebt habt?

Die Tour war klasse, danke, obwohl wir viele Probleme mit dem Van hatten. Am zweiten Tag (glücklicherweise waren wir da noch in England) hatten wir einen Unfall und dabei wurde unser Van zerstört. Es sah so aus, als müssten wir die Tour absagen, aber uns wurde ein anderer Van gebracht. Dann, später, bekam in den Schweizer Alpen der zweite Van Probleme mit dem Turbo, aber wir hatten Glück, denn unser Gitarrist Dave kennt sich mit Mechanik aus und hat den Van wieder und wieder geflickt – immer nur mit den Sachen aus unseren Cases: Tape, Kabelbinder. Klingt verrückt, aber das hat uns über 4000 Meilen weiter gebracht. Wir haben es schon immer geliebt in Frankreich und Deutschland zu spielen, aber auf dieser Tour waren wir das erste mal in Österreich, der Schweiz und Italien und da haben wir mit großartigen Bands wie Mars Red Sky, Brant Bjork, Kadavar, The Order of Israfel, Lonely Kamel und Brain Police spielen können.

Und was plant ihr als nächstes? Wie sieht die Zukunft von Alunah aus?

Wir werden bis Februar erstmal nicht live spielen und wurden gerade erst für einen großen Gig bestätigt, von dem wir leider noch nicht mehr verraten können. Außerdem wurden wir für einige europäische Festivals gebucht und das auch in Ländern, in denen wir bisher nicht gespielt haben. PRC Music aus Kanada werden unser 2010er Debut “Call of Avernus”, das inzwischen ausverkauft ist, re-releasen und wir schauen uns verschiedene Möglichkeiten für eine Tour an. Dieses Jahr mussten wir zwei aufregende Touren wegen anderer Engagements absagen, also hoffen wir, dass wir nächstes Jahr etwas großes machen können.

Gibt es noch etwas, das du euren Fans in Deutschland sagen möchtest?

Wir haben so viele Fans in Deutschland und jedes mal, wenn wir da spielen, ist das Publikum großartig! Danke dafür an jeden von euch und auch für die Unterstützung; das schätzen wir sehr. Danke auch den rockblog.bluesspot für das tolle Review.

Das Interview führte Colin

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