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Electric Moon – Lunatics & Lunatics Revenge

EM-L-LR(to) Wie beginne ich hier und komme am Ende wieder raus, ohne direkt von Anfang an in Vereinsbrillenfarbene Lobeshuldigungen zu verfallen?
Ich glaube in diesem musikalisch schwergewichtigen Fall ist meinerseits eine objektive und unvoreingenommene Art einfach fehl am Platz!
Also völlig egal! Ich texte mal drauf los und Ihr müsst, wie auch im echten, Schallwellen behafteten Leben, selbst entscheiden, ob Eure Geschmacksnerven das zulassen oder letztendlich in andere beschriebene Klangsphären driften.

Lunatics & Lunatics Revenge sind eigentlich die akustische Fusion und Neuauflage zweier mondglühender Meisterwerke dieser Ausnahmeband.
Diese Kombination elektrischer Songperlen am musikalischen Mondhimmel stehen hier einfach mal sinnbildlich für alles, was Electric Moon mir persönlich schon um und in meine interstellaren Ohren gezaubert haben.
Zum Teil stammen Stücke wie ‘Brain Eaters‘, ‘Hotel Hell‘ und ‘Moon Love‘ aus „Lunatics“ vom 2010er Debütalbum und zum anderen Teil kommen Songs wie ‘Gefährliche Planetengirls‘, Lunatic‘, ‘D-Tune‘ und ‘The Landing‘ aus „Lunatics Revenge“ von 2011 zum eindringlich sinnesberauschendem Einsatz. Die beiden Titel ‘Gefährliche Planetengirls‘ und Lunatic‘ sind zudem ebenfalls noch auf dem Lunatics – Erstlingswerk der Band enthalten.
In weiteren Konstellationen finden sich Teile des angesprochenes Songmaterial beider Scheiben auch noch auf der ein- und anderen Veröffentlichung der letzten Jahre wieder. Das spricht erstens für die Klasse und Qualität jedes einzelnen Klangflugkörpers und zweitens für das eigene Vinylkauferlebnis. Falls man damals die Originalpressungen der Erstlingswerke verpasst hat oder bei der angesetzten limitierten Auflage einfach zu spät dran war.
Lunatics-LR Diese besagten akustischen Kunstwerke wurden 2010/2011 in der Besetzung mit Komet Lulu (bass, vocals, guitar in the landing), Sula Bassana (guitar, organ, voice, drums), Pablo Karneval (drums) eingespielt.
In Ihrer aktuellen Besetzung wird der im Herbst 2013 involvierte Drummer Marcus Schnitzler sicherlich seine filigran taktgebenden Grooves einstreuen und Live die transzendentale Reise des Bandgefüges untermalen und erweitern. Seit Ihrer Gründung 2009 sind Komet Lulu, Bass-Eintreiberin sowie Coverartwork-Multitalent (dazu mein persönlicher ‘Stardust Service‘ – Voice Overflow) und natürlich der Meister aller möglichen wie unmöglichen Soundsequenzen, Sula Bassana, hauptverantwortlich im Schaffensprozess dieser gewaltigen Mond- und Soundgalaxie.

Dieses kleine psychedelisch-stellare Sinfoniekammerorchester kreiert Hörerlebniswelten, ja komplett sinnesbetörende Noise-Universen, mit allen erdenklich ausufernden Klangfarben und Soundstrukturen. Eine überirdisch kompositorische Vielfalt aus flirrenden Räumen, endlosen Welten, fliegenden Zeitschleifen, surrenden Grooves, stellarem Chaos und lieblich anmutender Schwerelosigkeit.
Eigentlich sind viele der gesamten Kreationen und Kompositionen so komplex und jeweils ineinander verwoben, das man (bzw ich) das eigentlich hier gar nicht in vergleichende Worte binden sowie für Euch schmackhaft beschwören kann.
Persönlich stelle ich mir dazu auch immer mal die Frage, wie man sich überhaupt diese ganzen feinen Nuancen, Arrangements sowie akustischen Interpretationen und intonierten Stimmungen in nur einem Stück merken kann. Und dann bei einer Live-Präsentation auch einfach mal so unbeschwert authentisch wiedergibt, das das Ganze nicht gerade zu einer wilden orgiastischen Jamsession mutiert. Das ist eigentlich fast unmöglich und zudem für meine eigenen lauschwilligen Gehörsinne ziemlich unfassbar!
Als geneigter Hörer kann man sich dabei sowieso nur dem dargebotenen ekstatischen Spektakel und allen dazu projizierten Elementen berauscht hingeben. Überflüssige Hirnaktivitäten und reale Gedankenmuster aus! Sinnesorgane, Gefühl und Leidenschaft an!

Natürlich sind hier musikalisch beseelte Profis mit viel Herzblut und filigraner Kreativität am opulenten Machwerk, das steht bei dieser ausufernden Qualität dem fast nicht greifbaren Gesamtergebnis sowie dem darauf folgenden Hörgenuss außer Frage! Die Band, die Ihre Soundwelten selbst als Acid-Rock bezeichnet, ist eigentlich wegen Ihrer Komplexität des eigenen musikalischen Gewandes schwer in irgend eine Schublade zu packen.
Noisig – Spacig – Psychedelisch – Hypnotisch – Elementar – Experimentell und natürlich tranceartig – treibend – rockig sind hier vielleicht die besten Möglichkeiten und Alternativen, diesen überdimensionalen Klangkörper in irgend ein musikalisches Stilkorsett zu schnüren. Eigentlich möchte ich das selbst auch gar nicht und deswegen belasse ich es mit dem einfach Satz: „Electric Moon stehen für umwerfend fantastische Musik, die meine Sinne betört und diese auch inhaltlich bereichert!“
Einzelne Stücke aus Lunatics & Lunatics Revenge jetzt explizit herauszupicken und in allen Einzelheiten zu beschreiben erspare ich mir wegen Ihrer komplexen Stärke, den unterschiedlichsten Facetten und der Gesamtheit des akustischen Materials. Jede/r, der die Band noch nicht kennt, sollte sich die eigene Hörgenußzeit nehmen, dazu in die Klangweite des Electric Moon Orbits eintauchen und dabei selbst seine ganz persönlichen Highlights entdecken.
Allein wegen dem Vinylexemplar, dem feinem Coverartwork und natürlich dem musikalischen Herzstück darin lege ich allen Fans und Kennern diese spezielle Auflage sowieso sehr gern an Ihr eigenes elektrisches Moon Heart… (Tom)

ElectricMoon-Band

Aktuelle Besetzung:
Sula Bassana: Gitarre, Orgel, Synthesizer, Effects
Komet Lulu: Bass, Effects
Marcus Schnitzler: Schlagzeug

Electric Moon – Lunatics & Lunatics Revenge 2014

Titel:
 LP 1: Brain Eaters (19:09), Hotel Hell (5:30), Moon Love (23:00)
 LP 2: Gefährliche Planetengirls (12:29), Lunatic (11:46), D-Tune (17:45), The Landing (5:59)
The Sulatron Label / Sulatron-Records

Sulatron Records
Electric Moon
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