rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

Fatso Jetson/Farflung – Split LP

fatso-jetson-farflung-sp(to) Bei diesem Split treten zwei allseits bekannte Bands, aus klanghaft unterschiedlichen Gefilden, nun gemeinsam auf den musikalischen Plan um der werten Hörerschaft ordentlich die Ohren anzuheizen. Beide stammen bekanntlich aus den frühen Neunzigern und haben schon so einige Veröffentlichungen sowie auch die ein- und andere Split-Session unters willige Hörervolk gebracht. Sie gehören somit seit Jahren zum festen Bestandteil der Musikwelt.
Bei Fatso Jetson zieht sich der musikalische Radius allgemein durch erdig und staub rockende Wüstenregionen. Dafür geht es bei Farflung und Ihrer Soundmaschine in die atmosphärisch rockenden Raumweiten.
Schon die Split Version von Farflung und Black Rainbows 2012 zündete in meinen Ohren wahnsinnig gut. Da sich beide Bands mit jeweils drei Stücken hervorragend ergänzten. Deshalb ertönt der gesamte Farflung und Black Rainbows Split wie aus einem leckeren Guss. Meiner belauschenden Meinung nach kommt es dieses Mal ein klein wenig anders daher.
Bei diesen beiden Bands mit Ihren jeweiligen Klangcharakteristiken muss man sich in einem gewissen Maße auf unterschiedliche Weise einlassen. Die erzeugten und vernommenen Stimmungslagen sind doch ne ganz schöne Ecke unterschiedlich und lösen jeweils andere Empfindungen aus.
Das ist jetzt kein Nachteil und kann durchaus zur allseits beliebten sowie gern gehörten Abwechslung beitragen. Dazu hat dann natürlich jeder so seine ganz eigene Meinung, der sich besagten Lauschstoff beider Bands demnächst nacheinander reinziehen wird.
Fatso Jetson aus Palm Desert fühlen sich ja bekanntermaßen mit Ihrem Soundgewand im Heavy Blues orientierten Stoner Rock besonders gern zu Hause.
Genau in dieser beliebten akustischen Manier startet die Band und tritt gleich ordentlich auf die steinig los rollende Rocktube. Sofort macht sich ein organisch und erdiger Klangteppich breit, während man sich mit der Rhythmusmaschine und den rauen, eingemeißelten Vokals unentwegt, von Riff zu Riff, durch die sonnenverbrannte Steppe gräbt. Beide Nummern, „Taking Off Her Head“ und „Flesh trap Blues“, rauschen insgesamt in dreizehneinhalb Minuten mit dieser altbewährten blues-stonigen Drehzahl durch beide Ohren, das einem der besagte feinkörnige Sand aus den Lauschern rieselt.
Die beiden Brocken werden hier krustig trocken mit anheimelnd geerdeten Soundpassagen sowie der gewissen Brise rotzigem Blues vorgetragen und sind somit verdammt hörenswert! Natürlich entdeckt man hier alle möglichen Parallelen, zu so einigen anderen beliebten Bands aus dem Dunstkreis dieses Genres.
Fatso Jatson ist und war ja selbst maßgeblich an der Verbreitung dieser Sandhügel-ähnlichen Klangwelten beteiligt.
Beide Songs von Farflung, die sich nun in knapp einundzwanzig Minuten geschmeidig durch die Boxen bewegen, werden diesem Split ebenso in Allem vollauf gerecht. Dazu wird nicht gekleckert, sondern ordentlich an der Space-Schraube gedreht und auch gleich mit einem opulenten, knapp dreizehnminütigen instrumentalen Werk, „Jettisoned in the Rushes…Phase one“, gestartet. Dieses Stück dringt anfangs mit ruhigeren, bassorientierten Klängen und pianoartiger Struktur durch den Raum. Das Ganze hat schon fast ein gewisses Trent Reznor Feeling. Aus einem ausufernden Orbitgewusel heraus dringen nach der Hälfte der Nummer immer mehr klassisch orchestrale Noten durch, die zum Ende hin von kraftvollen Gitarrenparts durchflogen werden. Das ist wirklich geiler Sound! Danach wird noch mein Favorit des Albums „Igneous Spire“ zum würdigen Split-Finale gezündet. Mit einer Spacerockattitüde vom Feinsten und dem Hauch berauschend-flirrender Hawkwindnoten, treibt sich das Stück durch die Lautsprecher in die Umlaufbahn. Zum Ende hin fließen zu herrlich driftenden Gitarren noch schwerelose Violinenklänge mit ein! Das ist aller bester Weltraumstoff! Was könnte ich dazu noch erwähnen? Entweder man liebt es oder eben nicht. Ich tue das und finde, das dieses Stück schon allein die Veröffentlichung dieses Albums wert ist.
Schon wegen des legendären sowie immer noch grandiosen Meisterwerkes „A Wound in Eternity“ von 2008, und dem oben angesprochenen Split mit Black Rainbows, muss ich von meiner persönlichen Hörerlebnisseite zugeben, das ich mich besonders zu den Kollegen von Farflung hingezogen fühle. Beinharte Fatso Jatson Fans mögen mir das jetzt einfach mal nachsehen.
Im Großen und Ganzen werden hier aber beide Fraktionen aus der Stoner- und Space rockenden Gemeinde bestens mit neuer Klangnahrung bedient. Jeder kann für sich seine Lieblingssounds entdecken oder das ganze Album genüsslich am Stück durchlauschen. Es ist also im abwechslungsreichen Sinne für jeden was geboten und sollte jetzt von Euch nur noch selbst entdeckt und gehört werden.
Dieses Album erscheint am 8. Mai in einer Ltd. Ed. 200 Stück in klarem, blauen Vinyl oder in schwarzem Vinyl sowie auf CD und digital…. (Tom)

https://www.facebook.com/fatsojetson

https://www.facebook.com/pages/Farflung-official-Site/210883438782

www.heavypsychsounds.com

Einsortiert unter:Album Reviews, Rock, ,

Mai 2015
M D M D F S S
« Apr   Jun »
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Unsere Facebookseite

Link zu unserem You Tube Kanal

Fuzzfest Wien am 24. + 25.11.17

Heavy On Sunday – Leeuwarden, 26.11.17

Ten Years After im Metropool/Hengelo 08.12.17

Freak Valley X-Mas Fest im Vortex/Siegen am 09.12.17

Diese Artikel werden gerade gelesen:

%d Bloggern gefällt das: