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Black Space Riders – Refugeeum

Black(Ch) Die Münsteraner Riffmeister „BLACK SPACE RIDERS“ veröffentlichen mit „REFUGEEUM“ ein großartiges Album, das sich thematisch mit dem Thema Flucht und Vertreibung beschäftigt. Das letzte Album „D:REI“ erschien im Januar 2014 und wurde von Fans und Presse begeistert gefeiert. Das neue Album hat den gleichen spacigen atmosphärischen Umkreis, in Kombination mit starkem Groove. Eine permanent latente Energie lauert zwischen den psychedelischen Ausflügen und hypnotischen Vocals. Die verzerrten Rhythmen und Basslinien pochen wie eine industrielle Maschine. Das bedeutet nicht, dass das Thema des Albums positiv ist. Es geht um den tiefen Kummer der Menschen, wie sie mit dem Verlust der Heimat umgehen, Jäger und Gejagte, Opfer und Täter und, Ablehnung.
Aber zusammen mit denen kommt die Annahme, der Suche nach dem Willen zu überleben, und die Hoffnung für etwas, was die Zukunft bringt. Das macht „Refugeeum“ aus – diese nachdenklichen anregenden Themen. Die Band hat ihre Eigenständigkeit konsequent weiter entwickelt, bezieht Stellung und steht gleichzeitig zu ihren Wurzeln.
Das Album beginnt leise mit „Vortex Sun“ atmosphärisch, Stimmen, mit einer eine meditativen Gitarre, konsequentes Ansteigen wie ein endloses Laufen in der Karawane. „Universal Bloodlines“ rockt die Orientalik des Openers, rifft zupackend mit fettem Groove.
In „Born a Lion (Homless)“ legt sich eine unerwartete Hall-Gitarre auf einen Killing-Joke-artigen Tribal-Rhytmus.
„The Lure (Come with Us“) ein Groover, ein Stampfer, kompakt und eingängig. „Run to the Plains“, hier kommt die Band bedächtig, die Stimme verdichtet sich bis zu einem hymnischen, mehrstimmigen Gitarrenpart, das in einem 70er-Jamming endet.
„Curtains of Death“, ein Metal-Song, aber dann ein Flügelhorn, ein Ragga-Ska-Part. Es wird dunkel, mächtig, zart, gespenstisch und traurig..
„Melek`s Lament (Yazidi Tears)“, verhuschte Gitarrenklänge, weit und atmosphärisch. Space-Rock mit Psych-Parts, Drogen raus und mitjammen.
„Walking Shades“, kompakt und unaufdringlich, endet in einem hymnischen Finale. Eine entspannte Laut-stärken-Pause.
„Ritual of Inner Strength“ ist der vertonte Überlebenswille. Er nimmt sich Zeit, steigert sich langsam, aber dann kommen die Riffs, bedrohlich aufbauend, das Ziel vor Augen, was kommt doch noch, geht es gut. Ein vielschichtiges Album geht zu Ende und wirkt noch lange nach.
Die Band hat ihren ursprünglich fetten Sound mit dem hymnischen und melodieseligen erweitert. Sie integrieren spielerisch verschiedene Elemente von Trip Hop, Dub über New Wave in „Refugeeum“, das macht es extrem spannend und abwechslungsreich. Ein Album das auch inhaltlich Stellung bezieht und sehr gut in die jetzige Situation passt….. (Charly)

Erschien am 24. Juli via Space Records / Cargo auf schwarzem Doppel-Vinyl und enthält als Bonus das Album im CD-Format.

Tracklist: 
01. Vortex Sun (8:03)
 02. Universal Bloodlines (4:27) 
03. Born a Lion (Homeless) (3:46) 
04. The Lure (Come with us) (4:03)
 05. Run to the Plains (10:50)
 06. Curtains of Death (8:21)
 07. Melek´s Lament (Yazidi Tears) (6:06) 
08. Walking Shades (4:33) 
09. Ritual of inner Strength (9:27)

Black-Space-Riders-Band-Bild

 

 

 

 

Line-up

JE: Lead Vocals, Guitars, Organ, Beats
SEB: Lead VocalsC.RIP: Drums, Percussion
SLI: Guitars
SAQ: Bass Guitar
HEVO: Additional Bass Guitar

https://blackspaceriders.bandcamp.com/album/refugeeum

LP

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September 2015
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