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Sykopath Condor – Cell 36

cover(co) Wenn Musiker ihre Einflüsse mit „bands such as Kyuss, Tool, Clutch and Black Sabbath“ (aus der Biographie der Band) beschreiben, dann nimmt einem das eine große Palette an Möglichkeiten voraus, die Band für den geneigten Leser über andere Bands zu beschreiben. Nicht wirklich schade – zugegeben – und insbesondere nett, da sich Sykopath Condor auch nicht auf Szene-Idole in ihrem Sound beschränken, sie durchrühren oder sonst etwas, sondern sich wirklich ihren eigenen Sound aufgebaut haben, der wesentlich moderner daherkommt, als die genannten großen Einflüsse eventuell vermuten lassen. Oder in kurz: Weniger staubig als Kyuss, gerader als Tool und schlicht moderner als Black Sabbath.

„Cell 36“ ist das zweite Album der Briten und wurde, wie auch das vorangegangene Debüt, von der Band selbst abgewickelt. Die Band hat sich auch nicht lumpen lassen und liefert vom ersten Ton an ordentliches Material ab. Dumpf schmatzende Gitarren, eine prägnante, männlich rotzige Stimme, die im Vordergrund zur Szene gesetzt wird. Das Schlagzeug gibt sich genretypisch eher dezent und geradlinig, der Bass dagegen knallt mitunter sehr höhenlastig durch den Mix durch, was den Parts dann ordentlich Schub verleiht und den Sound aggressiver macht, als das es Gitarre und die freche Stimme alleine könnten.

Die Platte bietet mit neun Songs eine gewisse Bandbreite auf, die sich aber meist im harten bis härteren Gefilde abzeichnet. Der Auftakt jedenfalls („Gods & Demons“) und auch einige spätere Songs geben sich geradlinig und betont wuchtig rumpelnd. Etwas verspielter und vom Charakter explosiver zeigen sich da Songs wie „Rain“, „Live in the Sun“ und „Protect“ mit ihrem weitschweifenderen Aufbau und dem Wechsel in offenere Parts, die von harten Einlagen gekontert werden.
Aber die Band kann auch noch klarer mit Stoner umgehen und zeigt das mit den beiden längsten Songs „Elfcrusher“ und „Senses“. In beiden Tracks sind Einflüsse, die die Band selbst angibt, klar herauszuhören. Beherzt ruhige Parts, verträumte Bassläufe und Getrümmer wechseln sich ab und bauen die typische Atmosphäre auf, die zum einen so samtweich einlullt und dann mit Macht um sich wirbelt. Zusammen mit den verspielteren Songs sind sie die Träger der Platte.

Wie schon beschrieben, haben sich die Briten ihre Mucke schön zurecht gebastelt: Eigenständiger Sound, gutes Songwriting und die richtige Menge Wumms kommen klasse daher. Auch der Mix ist mehr als hörenswert. Wermutstropfen? Manchmal, nachdem man die Songs schon kennt, will man mehr: Mehr Abwechslung im Sound, das Arrangement etwas aufgefächert und so weiter. Man merkt eben noch mehr Potential in der Band.
Aber trotzdem ist eines klar: Sykopath Condor überzeugen auf „Cell 36“…..(colin)

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