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Maserati – Rehumanizer

Maserati(ch) Spacerockende Gitarren treffen auf pluckernde 80er-Jahre-Synthesizer. Man fühlt sich, als sei man in einem alten Automatenspiel oder in einem C=64/Amiga-Spiel gefangen und habe irgendwo in einem geheimen Korridor eine Gitarre und halluzinogene Pilze gefunden und beides ins Inventar übernommen. So steuert der Bolide krautrockig und spacig durch die sechs Tracks. Reduzierter und rhythmischer gebärden sich Coley Dennis und Co. auf ihrem neuen Album.
Nach Jerry Fuchs‘ tragischem Unfalltod ließen sich die übrigen MASERATIs nicht entmutigen und führten die Existenz der Band weiter fort – etwas, das bestimmt im Sinne des einstigen Schlagzeugers gewesen wäre. Und das ist gut so, denn das Erbe wird würdig behandelt, und mit dem Cinemechanica-Drummer Mike Albanese wurde adäquater Ersatz gefunden.
MASERATI sind besessen von Vorgängen. Insbesondere sind sie von dem Vorgang besessen, die Vergangenheit mit der Zukunft zu vereinen – Retro Futuristen, die entschlossen sind, Krautrock und Classic Rock in ein monolithisches Fahrzeug zu schmieden. „Rehumanizer“ nennt sich das bislang wohl vollkommenste Produkt dieses Prozesses, eine Kombination von Mensch und Maschine, die wie eine Supergroup – bestehend aus GARY NUMAN, CLUSTER und PINK FLOYD – spielt.
Aufgenommen, abgemischt und produziert wurde das Album von MASERATI im Bandeigenen Studio, komplett ohne Zutun oder Eingreifen von Außerhalb. Im letzten Jahrzehnt haben MASERATI eine Karriere durch unerbittliches Vorwärtsbewegen aufgebaut – ein festes, glattes, keuchendes Biest, das gen Sonne fuhr und dabei selten vom Weg schaukelte. „Rehumanizer“ behält denselben Ehrgeiz sowie eine gewisse Sorglosigkeit bei, ist aber eindeutig so sehr Mensch wie Maschine – eine wahre Allianz von Vergangenheit und Zukunft.
Pulsierend wie ein sich ständig erneuerndes Sonnensystem, trocken wie ein brach liegendes Flußbett und packend wie der Biß einer Cobra. Neu ist, daß sie bei zwei Songs („Living Cell“ und „end of man“) mit Vocoder-Gesang arbeiten, die restlichen Stücke „Montes Jura“ und die Doppelnummer „Rehumanizer I & II“ sind alle instrumental – und auch ganz klar die Stärke der Band. Für mich nach wie vor einer der besten Bands im weiten Postrock-Genre!
Sämtliche ihrer bislang drei Studioalben („Inventions For The New Season“, „Pyramid Of The Sun“, „Maserati VII“) sowie die EP „Passages“ sind lupenreine Geschosse…. (Charly)

Erscheint am 30. Oktober 2015 via Temporary Residence als Vinyl und CD.

Line-up:

Coley Dennis
Matt Cherry
Chris McNeal
Mike Albanese

Maserati-Band

 

 

 

 

Tracklist:

01 – No Cave (10:07)
02 – Living Cell (6:15)
03 – Montes Jura (6:13)
04 – End Of Man (4:59)
05 – Rehumanizer I (7:18)
06 – Rehumanizer II (5:14)

http://maserati.bandcamp.com/

 

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