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musikalisches schreibkollektiv

Neuerscheinungen, die uns im Oktober 2015 aufgefallen sind.

Okt-2015(ch:11, vo:1) Ein bunte Mischung Psychedelic, Doom, Stoner und Postrock aus Deutschland, Dänemark, England, Italien, Frankreich bis in die USA. Alle diese Bands finden Musikalisch zusammen, mit leichten Eigenheiten ihrer Herkunft. Sie sind leider selten oder auch gar nicht in Zeitschriften zu finden, aber dafür gibt es ja unseren Blog. Keine Spur von Mainstream und Plattheit, einfach nur gute, selten gehörte Musik.

Dead Sea ApesDead Sea Apes – Spectral Domain

Von einem tiefen Bass getrieben erklingen dunkle, klaustrophobische Klanglandschaften, die den Hörer an dunkle Orte ziehen. Post-Rock, Space-Rock, Noise-Rock und Dub werden auseinandergerissen und in neuer Form wieder zusammengesetzt, eine Urkraft, die alles in seiner Umgebung erdrückt.
Dies ist ein weiteres Superlativ-Album der „Dead Sea Apes“ und es wird sicherlich einen Platz am großen Tisch des psych / Kraut-Rock finden.
Ihre bisherigen Alben haben den Sinn für Mut und Abenteuer erkennen lassen, den nur wenige Bands bereit sind zu gehen.
Sie sind ständig dabei nicht nur gute Musik, sondern auch Alben mit Tiefe und Ausdruck zu veröffentlichen und konsequent weiter zu entwickeln.

Erschien am 26. September 2015 via Cardinal Fuzz auch als Farb-Vinyl und CD.
Line-up:

Brett Savage – Guitar
Nick Harris – Bass
Chris Hardman – Drums

Tracklist:

01 – Universal Interrogator (10:29)
02 – True Believers (9:50)
03 – The Unclosing Eye (6:30)
04 – Brought To Light (4:08)
05 – Sixth Side Of The Pentagon (11:17)

http://deadseaapes.bandcamp.com/album/spectral-domain

RadarRadar Men From The Moon – Subversive I

Das Instrumentalkraftpaket aus Eindhoven hat für sich eine beneidenswerte Nische geschnitzt. Ihr Ansatz auf der Psychedelic-Rock-Szene ist ziemlich breit gestreut. Sie berücksichtigen verschiedene Genres wie Shoegaze, neo-psych und Noise-Rock.
Überwältigend, atmosphärisch und eindringlich.
Eine aufgewühlte Gitarre, in Schach gehalten von Bass und Schlagzeug, die es jedoch nicht schaffen, das wütende Monster zu bändigen. Irgendwann kommen die pulsierenden Riffs. Aber es ist der Weg, wie RMFTM den Zuhörer dorthin bringen: mit großartigen Überraschungen.
Die leichte Monotonie darf nicht stören. Wichtig dabei ist, sich hinzugeben, nicht zurückzuschrecken – nur so kann man den Trip in unendliche Weiten miterleben. In „Subversive I“ haben Radar Men from the Moon auf subtile Weise den inneren Aufruhr montiert. Eine elementare Dissektion ihrer DNA und die triumphale Bestätigung.
Erschien am 16. September 2015 via Fuzz Club auf Vinyl und CD.
Line-up:
Glenn Peeters – Guitar
Tony Lathouwers – Drums
Titus Verkuijlen – Bass
Niek Manders – Sonic Attack

Tracklist:
01 – Deconstruction (6:40)
02 – Habitual (9:30)
03 – Neon (11:16)
04 – Hacienda (8:20)

http://radarmenfromthemoon.bandcamp.com/

WucanWucan – Sow the Wind

WUCAN, eine junge Heavy Retro Rock Band aus Dresden mit tiefen Wurzeln in den späten 60ern & frühen 70ern, einem Schuss Blues, Folk, Progressive und Kraut Rock.
Diese Art von Time-Warp Musik spannt den weiten Bogen von der Woodstock Generation zum Sound der Gegenwart, von akustischer Gitarre, Querflöte und Hammond Orgel zum heutigen Rock Sound der härteren Gangart.
Mit Produzent und Inhaber des Big Snuff Studios in Berlin, Richard Behrens, und Andreas »Lupo« Lubich von Calyx Mastering haben sich WUCAN genau die richtigen Partner für ein gelungenes Debut in der Retro- Szene ausgesucht. Richard Behrens, der neben seinem Produzentendasein auch Bassist der 70s Band HEAT und Live-Mischer der Genre-Helden KADAVAR ist, hat liebevoll unter Einsatz analoger Technik einen authentischen 70s Sound kreiert.
Mit dem modernen Heavy Gewand der Band ergibt sich nach dem Calyx Mastering eine erfrischende Mischung aus Damals und Heute, die vor Spielfreude nur so strotzt.

Erschien am 25. September 2015 via MIG Music auf Vinyl und CD.
Line-up:

Francis – Vocals/Guitar/Flöte/Theremin
Tim – Guitar
Patrik – Bass
??? – Drums

Tracklist:

01 – Father Storm (3:57)
02 – Qwl Eyes (5:50)
03 – Looking in The Past (5:42)
04 – Face in The Kraut (4:15)
05 – King Korea (7:03)
06 – Wandersmann (15:46)

http://wucan.bandcamp.com/album/sow-the-wind

ØresundØresund Space Collective – Out Into Space

Zum zehnjährigen Live-Jubiläum der Band erschien das neue Album „Out Into Space“. Das erste Konzert fand im lokalen Lieblings-Club, Dragens Hule (RIP) im Februar 2005 statt.
Seit dieser Zeit wuchs das Kollektiv mit gleichgesinnten Musikern stark an.
Der Veranstaltungsort Loppen in Christiania war der Ort für diese erstaunliche Nacht.
Die drei Sets wurden von drei völlig unterschiedlichen Line-Ups eingespielt, nur Dr Space alias Scott Heller spielte in allen mit.
CD 1 beinhaltet das ursprüngliche Line-Up, das alle Jam-Sessions auf den ersten vier Alben einspielte.
CD 2 mit Musikern, die größtenteils 2007 bis 2011 mitspielten.
CD 3 ist der Teil mit den aktuellen Musikern im Kollektiv.
Die Aufnahmen wurden von Dr. Space und Ricko Vesterlund gemacht.
Das Konzert wurde von Johan Dahlstöm und mit geringfügigen Änderungen von Dr. Space gemischt.
Der Bandname ist Programm.
Die Truppe, 2004 gegründet, kommt aus der Region Øresund, also der Meerenge zwischen Dänemark und Schweden. Soweit sind wir noch auf der Erde.
Teil zwei des Bandnamens ist wörtlich zu nehmen, denn spacig geht es zu, beim Kollektiv.
Das Øresund Space Collective komponiert seine Musik nicht. Alle Songs entstehen während ausgiebiger Jamsessions. Es wird „auf Teufel komm raus“ gejammt und fröhlich drauflos improvisiert. Das Ergebnis ist sehr homogen, spacig und mit ambientem Charakter: Repitative Bassfiguren, Orgel und Synthi-Einsätze, rhythmisch hypnotisches Geklöppel und Getacker. Stilrichtung: Totally Improvised Space Rock.

Erschien am 2. Oktober 2015 via Space Rock Produktions als Dreifach-Live-CD in 500er Auflage.
Line-up:

Magnus- Space Guitar, Synth, Stefan- Space Guitar, Tobias- Guitar, Thomas- Bass, Jocke- Guitar, Pär- Bass, Thomas- Bass, Kaufmann- Drums und percussion, PIB- drums, Sebastian- Guitar, Nick- Guitar, KG- Sitar, Gutiar, Matthias- pedal steel, gutiar, Dr. Space- Synths, Mogens- Synths, Anders-Saxophone und effects.

CD 1 – Set I:

Open the Skies (15:40)
Flyby Guitar Hero (12:00)
Has anyone seen Nick? (15:11)
ØSC History Lesson (01:48)
The man who ate Planets (19:33)
The Last Glide (13:58)

CD 2 – Set II:

Jamming for your Mind (14:35)
Stargate 7341 (12:01)
Circular Perimeter (13:13)
Chocolate Orange Candle (13:35)
Band Introductions (00:23)
One more Space Out (14:44)

CD 3 – Set III:

A long night amongst Friends (34:02)
Band Intros (01:08)
Let it Groove (12:59)
Find the way out of Here (23:37)

http://oresundspacecollective.bandcamp.com/album/out-into-space

Icarus-LineThe Icarus Line – All Things Under Heaven

Neues Album der musikalischen Brandstifter „THE ICARUS LINE“. Ihr drittes Album für Agitated (und ihr insgesamt achtes) folgt auf ihre glorreiche Rückkehr mit »Slave Vows« aus 2013 und dem Nachfolger »Avowed Slavery« aus 2014.
Live aufgenommen und arrangiert im Valley Recording Company Studio von Cardmone in Burbank waren die Sessions mit den Worten des Frontmanns „sehr intim und anfällig für musikalische Erscheinungen. Wenn du Glück hast, kannst Du etwas davon einfangen, bevor es stirbt. Ich glaube, dass jede große Musik auf fliehender Inspiration beruht. Man hat nur ein kurzes Zeitfenster, bevor entweder Routine eintritt oder sich die Inspiration verflüchtigt.“
„All Things Under Heaven“ geht mit der Art Rock’n’Roll Selbstbewusstsein zu Werke, das IGGY STOOGE und SUN RA stolz machen würde. Es ist ein Album, das das Vokabular dessen, was Rockmusik sein kann, aufs Unendliche ausweitet, ohne auch nur einen Moment den kritischen Geist des Rock’n’Roll zu vernachlässigen. „THE ICARUS LINE“ haben die Dämonen der Vergangenheit heraufbeschworen, ihren Tribut gezahlt und den Sound auf eine völlig neue Ebene gehievt. Weil diese Band keine ist, die jemals ihre Knie beugt.
ACHTUNG: The Icarus Line sind in der Lage, es mit jedem Publikum aufzunehmen, ganz egal, was für teuflisch charmanten Bullshit sich dieses auch einfallen lässt.
Die Jungs stehen drauf, dich umzuhauen und bis in die hinterste Ecke des Raums zu blasen, während sie Jagger-mäßig einen auf dicke Hose machen.
Oft mischen sich Mitglieder der Band unters Publikum um zu schauen, was so abgeht, und selbst wenn sie auf der Bühne stehen, lassen sie ihre stechenden, rot beschmierten Augen über die Zuschauermenge schweifen, immer auf der Suche nach aufmüpfigen Zwischenrufern.
Wenn ihr euch ihnen nähert, geschieht das auf eigene Gefahr, und es kann durchaus passieren, dass ihr im allgemeinen Gewühl Gliedmaßen oder andere Organe einbüßt.
Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass es sich bei „The Icarus Line“ um eine Band handelt, bei deren Anblick sich deine Mutti zu Tode erschrecken würde…
Das Album ist eine ausgebreitete musikalische Landschaft, die zeitlos klingt, während die Musik tiefe Täler durch-, hohe Wolkenkratzer über-und die dreckigen Gassen zwischen ihnen durchquert.
Homogen, trotz verschiedener Inhalte und Stimmungswechsel. Es braucht eben nur eine Menge Geduld, bis man sich auf die zwölf neuen Stücke und die gesamte Konzeption einlassen kann.
Denn zwischen Harmonie und autoaggressiven Songwriting-Tendenzen erreichen die Amis eine Spanne, die schon beängstigende Züge annimmt. Doch genau darin liegt erneut der Reiz des neuen Albums, das man probehören, im besten Fall verstehen und dann auch in seinen Besitz bringen sollte!

Erschien am 9. Oktober 2015 via Agitated auf Vinyl und CD.
Line-up:

Joe Cardamone
Alvin DeGuzman
Ben Hallet
John Bennett
Kyle Spider

Tracklist:

01 – Ride Or Die (5:38)
02 – Total Panbemonium (7:13)
03 – El Sereno (6:16)
04 – All Things Under Heaven (1:58)
05 – Little Horn (7:28)
06 – Millenial Prayer (3:40)
07 – Incinerator Blue (12:27)
08 – Mirror (4:29)
09 – Bedlam Blue (4:06)
10 – Solar Plaxus (4:39)
11 – I Don’t Wanna Stay (4:30)
12 – Sleep Now (9:46)

https://theicarusline.bandcamp.com/

FuzzFuzz – II

Wenn Ty Segall nicht gerade unter eigenem Namen agiert, dann produziert er sicher irgendwelche anderen Bands – oder er hat mit seiner Band „Fuzz“ zu tun. Die kommt auf Tour und bringt ein neues Album namens „II“ mit .
Wir haben keinen blassen Schimmer wie Ty Segall das anstellt.
Aber wenn auf jemanden das Prädikat Wunderkind zugeschnitten ist, dann auf den mittlerweile 28-jährigen Garagenrocker aus Laguna Beach.
Nachdem er vergangenes Jahr mit „Manipulator“ sein circa neuntes Album unter eigenem Namen veröffentlicht hatte und zuletzt seine T-Rex-Cover-Versionen auf einer erweiterten EP versammelt wurden, hat er nun mit seiner Band Fuzz ein neues Album am Start.
Das unbenannte Debüt von 2013 war schon ein echter Kracher. Nun folgt „II“. Segall spielt hier Schlagzeug und singt, wird dabei unterstützt von Gitarrist Charles Moothart (Epsilons, Ty Segall Band) und Bassist Chad Ubovic (Meatbodies, Ex-Pangea).
Mit Fuzz wildert Segall etwas weniger im (LoFi-) Garagen Rock, sondern eher im Spät-60er/Früh-70er-Proto-Metal und Heavy Psych. Vorbilder sind da Pink Fairies, Blue Cheer, Black Sabbath, The Stooges und ähnliche Uralt-Krachschläger.
Das Album ist ein Kracher bis zum letzten Track „II“, bei dem die volle Wucht der Instrumente zum Einsatz kommt. Dieses fast vierzehn Minütige Stück macht großen Spass, improvisiert gehts ab.
Die Songs auf dem Album entfalten eine herrliche Fuzzrock-Wucht, ein Muss für Fans dieser Musik, auch für mich.

Erschien am 23. Oktober 2015 via In the Red Records als Doppel-Vinyl und CD.
Line-up:

Ty Segall – Drums, Vovals
Charles Moothart – Guitar
Roland Cosio – Bass

Tracklist:

01 – Time Collapse II / The 7th Terror (7:06)
02 – Rat Race (2:45)
03 – Let it Live (5:12)
04 – Pollinate (3:46)
05 – Bringer Of Light (4:41)
06 – Pipe (3:21)
07 – Say Hello (14:50)
08 – Burning Wreath (4:49)
09 – Red Flag (1:49)
10 – Jack The Maggot (4:09)
11 – New Flesh (2:31)
12 – Sleestak (2:35)
13 – Silent Sits The Dust Bowl (5:58)
14 – II (13:49)

ZombiZombi – Shape Shift

Zombi liefern mit ihrem fünften Album Shapeshift wieder eine gelungene Mischung aus 80er Atmosphäre, Gewalt und proggy synth Schlagzeug.
Die Synth-Welle scheint ein Comeback in den letzten Jahren zu feiern und Zombi weiß nicht nur die besten Elemente zu kombinieren, sondern auch, das Genre durch eine gute Portion Space-Rock zu übertreffen.
ZOMBI, die sich nach dem legendären George A. Romero-Klassiker, Dawn of the Dead , benannt haben, nennt das Album „Shape Shift“ und ist eine ebensolche Formwandlung.
„Shape Shift“ geht noch direkter zu Werke als der ähnlich angelegte Vor-Vor-Vorgänger „Surface To Air“ – und dreht die Entwicklung von „Spirit Animal“ und „Escape Velocity“ wieder zurück: Weniger verträumte Klanglandschaften und elektronischer Prog, dafür durchgehend echtes Schlagzeug und viel Bass.
Man kann das, was ZOMBI anno 2015 liefern, problemlos als Zielquadranten für jedes Retro-Synth-Projekt verkaufen, die derzeit so ihr Unwesen treiben.
Die Eleganz und dystopische Dunkelheit, die das US-amerikanische Duo in seine Songs zaubert, ist eigenständig, beeindruckend und in dieser Form nur ZOMBI zu Eigen: Schwer und düster vereint „Shape Shift“ gekonnt Krautrock, Prä-Punk, Soundtrack und Wave miteinander.
„Mission Creep“ atmet dabei als treibende Nummer am deutlichsten den Geist der „alten“ ZOMBI-Alben, „Interstellar Package“ hingegen vereint gekonnt die Stärken von TANGERINE DREAM und John Carpenter.
Aber es geht auch anders: Die Eröffnung von „Shadow Hand“ könnte glatt aus der Feder der SISTERS OF MERCY stammen, „Toroidal Vortices“ bringt mit seinen markanten Basslinien und verspielten Synthie-Melodien die 1980er-Jahre endgültig zurück.

Erschien am 16. Oktober 2015 via Relapse Records als Doppel-Vinyl, Tape und CD.
Line-up:

Steve Moore – Synthesizers, Toetsen, Effecten, Bas
Anthony Paterra – Drums, Synthesizers

Tracklist:

01 – Pillars of the Dawn (3:22)
02 – Total Breakthrough (5:33)
03 – Mission Creep 3:09)
04 – Interstellar package (8:34)
05 – Difraction Zone (4:48)
06 – Toroidal Vortices (4:56)
07 – Shadow Hand (5:27)
08 – Metaverse (5:10)
09 – Siberia II (14:40)

https://zombi.bandcamp.com/album/shape-shift

StrayinThe Strayin` Sparrows – Skyship

Das zweite Studioalbum der Regensburger Band The Strayin’ Sparrows. „Skyship“ ist aktuell der ganze Stolz der vier Musiker Beni Hoffmeister (Gesang, Gitarre), Matthias Beck (Gitarre), Marius Weber (Schlagzeug) und Florian Beck (Bass).
Nach drei Wochen täglicher Arbeit inklusiver einer Woche Studio-Arrest haben sie die Platte beinahe in Rekordzeit fertiggestellt.
Psychedelic und 60s-Rock, Tarantino-Gitarren, Texte über Liebe und Wahnsinn inklusive Stimmen im Kopf.
Das neue Album „Skyship“ klingt vielversprechend: „Unsere Richtung ist jetzt definierter, die Musik stimmiger“, sagt Sänger und Gitarrist Beni Hoffmeister, der auch für die Texte verantwortlich ist.
Hat er eine Idee, bringt er sie mit ins Studio, singt seinen Bandkollegen etwas vor und schon wird munter drauf los gespielt – jeder bringt seine Interpretation mit rein.
Die Arbeit im Studio hat sich also gelohnt. „Es war anstrengend und man geht sich schon mal auf die Nerven, aber wir haben das gut gemacht“, meint Marius. Ablenkung nach den zwölfstündigen Sessions von 8 bis 20 Uhr gab es mit gemeinsamem Kochen und Mario Kart. „Als wir dann das erste Mal wieder Tageslicht gesehen haben, waren wir echt platt“, gibt Matthias lachend zu. Klassisch im Jahr 2006 aus einer Schulband heraus entstanden haben sich The Strayin’ Sparrows mittlerweile einen Namen in Regensburg gemacht: Zahlreiche Auftritte in der Alten Mälzerei, in der Heimat und auf Festivals wie dem „Agrat am Agatha“, „Zuckerbrot und Peitsche“ oder dieses Jahr am Pfingst-Open-Air deuten an, was Matthias nochmal bestätigt: „Wir sind keine Studioband, wir wollen raus!“ Deshalb freuen sie sich nach der Studiowoche besonders auf die kommenden Liveauftritte. Geplant sind eine kleine bayernweite Tour sowie eine Reise nach England. Also einfach mal reinhören, denn: „Das Cover ist einfach so cool!“
Ihre Musik ist ebenfalls cool und das aus Regensburg, nicht aus den USA, sondern aus Bayern!
Erschien am 21. Oktober 2015 als Download auf Bandcamp und als CD.
Line-up:

Marius Weber – Drums
Benjamin Hoffmeister – Guitar/Vocals
Florian Beck – Bass
Matthias Beck – Guitar

Tracklist:

01 – Bangkok Roulette (3:57)
02 – Pull the Trigger (3:07)
03 – Ghost of My Dreams (3:50)
04 – Seven Years (4:03)
05 – Why Would You (4:07)
06 – Devil (5:36)
07 – Skyship (6:47)
08 – Ghost Town (4:32)
09 – Autumn Leaves (4:34)
10 – Time (5:49)

http://thestrayinsparrows.bandcamp.com/album/skyship

Sonic JesusSonic Jesus – Neither Virtue Nor Anger

Das Debütalbum von „Sonic Jesus“ aus Italien ist dunkel und kompromisslos. Neunzig Minuten lang erstreckt sich ihr Sound auf vier Seiten des Vinyls, jede mit eigenem Charakter.
„Sonic Jesus“ spielten im nu-psych / Shoegaze Bereich. Gedröhne, schwer und hypnotisch.
Was sie auszeichnet ist die schier unerbittlichen Dichte mit der Tugend zu Wut. Beim Anhören des Albums geht der Weg durch die Dunkelheit – man fühlt den epischen Abstieg in die psychische und spirituelle Unterwelt, von der aus sie entstanden sein könnten.
Wie Hawkwind im 21. Jahrhundert.
Die kompromisslose Hingabe an diese einzigartige Metapher hebt sie über die meisten Mitgenossen in Richtung Stromstärke 93 ab, wie Schwäne, die davon fliegen.

Erschien am 16. April 2015 via Fuzz Club als Doppel-Vinyl und CD.
Line-up:

Tiziano Veronese
Marco Baldassari
Simone Russo

Tracklist:

01 – Locomotive (6:13)
02 – Triumph (4:58)
03 – Reich (5:22)
04 – Sweet Suicide (5:00)
05 – Dead (5:27)
06 – Lost Reprise (7:35)
07 – Paranoid Palace (7:09)
08 – Drift 22 (2:56)
09 – Monkey on my back (6:07)
10 – Whore is death (3:47)
11 – My Lunacy (5:48)
12 – Luxury (5:43)
13 – Cancer (
14 – Telegraph (
15 – Underground (
16 – Kali Yuga (

https://sonicjesusband.bandcamp.com/album/neither-virtue-nor-anger-2

Hey ColossusHey Colossus – Radio Static High

Der britische Sechser begann sein Jahr 2015 mit der Veröffentlichung von ,In Black And Gold“, in dem ihr repetitiver Sound auf dubbige Räume und cinematisches Drama traf und am Ende als beeindruckendes Dokument des Avant-Rock dastand.
Die Band war jedoch damit nicht ausgelastet und machte sich gleich daran, ihr zweites Album des Jahres aufzunehmen – eines, das die Messlatte noch einmal höherlegte.
,Radio Static High“ ist der Sound einer selbstbewussten Band, die ihre Attacke auf Hochglanz poliert, um als Naturgewalt auf den Hörer niederzubrechen.
Die Band nennt so vielseitige Nahmen wie JANE’S ADDICTION, FLEETWOOD MAC und CYPRESS HILL als Einflüsse und die Songs wurden mit schneller Knotengeschwindigkeit zusammengestellt, mit einem Fokus und einer Intensität, die sich daraus ergibt, dass die Bandmitglieder weit auseinander wohnen.
,Vielleicht zeigt uns die Tatsache, dass wir seit zwölf Jahren zusammenspielen, auch unsere Sterblichkeit auf. Zeit ist knapp. Und der Zweck einer Band ist es, Dinge zu erschaffen.“
Songs erstanden aus Demos, ausgetauschten Riffs und betrunkenen SMS. Eine dieser, zwischen Gitarrist Bob Davis und Richards, in der der Gitarrist eine Hommage an ,Cortez The Killer von NEIL YOUNG forderte, resultierte zum Beispiel ins Herzstück des Albums: ,Memories Of Wonder“ nahm nur 20 Minuten später Form an.
,Hop The Railing“ nimmt den treibenden Groove von CAN auf und verwebt ihn mit BEEFHEART’schen Dreifachgitarren, während das Albumende mit ,Hesitation Time“ und ,Honey“ daherkommt, als hätten sich JOY DIVISION für den Soundtrack von ,True Detective“ neu formiert.

Erschien am 2. Oktober 2015 via Rocket auf Vinyl und CD.
Line-up:

Rhys Liewellyn
Jonathan Richards
Robert Davis
Joe Thompson
Timothy Farthing
Paul Sykes

Tracklist:

01 – Radio Static High (5:06)
02 – March Of The Headaches (3:42)
03 – Hop The Railings (6:02)
04 – Numbed Out (2:59)
05 – Memories Of Wonder (5:09)
06 – Snapping Undone (4:26)
07 – Another Head (3:54)
08 – The Mourning Gong (3:18)
09 – Hesitation Time (3:06)
10 – Honey (4:31)

http://heycolossus.bandcamp.com/

BrainBrain Pyramid – Magnetosphere

„Brain Pyramid“, Franzosen mit Hauptsitz in Barcelona, greifen an. Mit „Magnetosphäre“ und einer Überraschung, die auf uns zu kommt. Drei Instrumental Tracks in großer Leichtigkeit. Gute Nachrichten für Fans vom süchtigen Sound dieser tollen Band.
Durch alten Rock n Roll (Led Zeppelin, Hendrix, Sabbath, Motörhead, Blue Cheer, etc.) beeinflusst, aber auch von Stoner und Psychedelica (Kyuss, Sleep, Fu Manchu, Earthless, Orange Goblin, etc.), Brain Pyramid ist eine schwere Blues Stoner Psychedelic-Band. Sie spielen laut, wie unter einer LSD-Dosis.

Erscheint am 11. November 2015 via Vincebus Eruptum Records auf Vinyl, 100 in Grün, 200 in Black und auf CD.
Line-up:

Gaston Laine – Guitar
Paul Arends – Bass
Baptiste Gautier-Lorenzo – Drums

Tracklist:

01 – Magnetosphere (25:46)
02 – Solar Wind (8:33)
03 – Electric Spell (8:57)

https://brainpyramid.bandcamp.com/album/magnetosphere

 

Lord oc cyclopsLord Of Cyclops – The Takeoff EP

Ein deutsches Sprichwort aus dem schulische Bereich lautet: Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen. Abgewandelt gilt es auch für die Musik einer neuen Band aus Göteborg/Schweden, den Lord Of Cyclops. Aber nicht „leichte“, sondern schwere Schläge auf den Hinterkopf verpassen die vier Herren dem Hörer mit dem Auftakt ihrer Debüt EP „The Takeoff“. Der gleichnamige Opener der Cyclops Pelé – Vocals; Joe – Drums; Jorge – Bass und George – Guitars, in bester Awesome Machine und Dozer Rockmanier, klopft dir nach dem Anfangscountdown den Hinterkopf und den Nacken geschmeidig, in hoher Schlagzahl. Weiter geht es, im Tempo etwas cruisiger, kernig und straight nach vorne, mit „Vampire“ . „Speed Up The Time“ entwickelt nach dem Akustikintro mächtigen Druck und Speed auf und in die Ohren und mit „All In“ beenden die Cyclops im Midtempobereich diese EP, die sitzt, passt, nicht wackelt und noch Luft nach oben generiert. Die 50ste Veröffentlichung des deutschen Labels Daredevil Records, das seit 16 Jahren die Ohren geneigter Hörer mit u.a. The Awesome Machine, dem Stonewall Noise Orchestra und vor kurzem mit Grand Massive und Shotgun Valium verwöhnt. Dazu herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft…..(volker)

Das Digipack erscheint am 27.11.2015

Soundcloud

Tracklist:

1 The takeoff 3.46
2 Vampire 4.36
3 Speed up the time 5.11
4 All in 3.38

Alle Rezis von Charly, Ausnahme Lord Of Cyclops.

Okt-2015-2

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Ten Years After im Metropool/Hengelo 08.12.17

Freak Valley X-Mas Fest im Vortex/Siegen am 09.12.17

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