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Neal Black & Larry Garner – Guilty Saints

61nsAjFkgsL._SS280(vo) Die Gitarristen Neal Black und Larry Garner haben seit den 1980er Jahren den Blues. Neal tief verwurzelt im Texas Blues, der ja etwas rauer und ruppiger über die Saiten springt, während Larry mit seinen Bluesgeschichten die Sümpfe Louisianas durchquerte, der Bluesstyle dieser Gegend ist eher leichter, lockerer. Und diese beiden großartigen Geschichtenerzähler fanden sich für „Guilty Saints“, mit Unterstützung hervorragender Mitmusiker, in Südfrankreich zusammen, um zu schildern, wie sie die Welt, in der sie und wir leben müssen, sehen und musikalisch und textlich verarbeiten.12 Geschichten, 12 Songs, davon 11 Eigen- und/oder Kollektivkompositionen und sieben handverlesene Mitmusiker ergeben knapp 53 Minuten Blues, der auf und unter die Haut kriecht, aber auch gelegentlich zur Feier einlädt, mit Rootsrock, Americana und Latin angereichert, eine Mischung die meiner bescheidenen Meinung nach dazu führen wird, ein Blues im Digipack Highlight in der Szene in 2016 zu werden.
Gitarrenriffs- und licks, unaufgeregt und spannend, ohne Gefrickel, songdienlich, die beiden Meister der Bluesgitarre schneiderten sich ihre Songkleider nach Maß und alles passt.
Bevor ich näher auf einige Songs eingehe stelle ich erstmal die großartigen Mitmusiker auf den Walk Of Blues: Mike Latrell-Hammond und Piano, Kris Jefferson-Bass und Percussion, Jean-Michel Tallet-Schlagzeug, Larry Crockett-Percussion, Pascal Mikaelian-Harmonica, Christoph Duvernet-Accordion und Leadfoot Rivet-Guest- und Backing vocals.
„God Today“, der erste Track, ist eine sehr treffende Zustandsbeschreibung dieser Tage, in der scheinbar nur noch das zählt, was den Großteil der Bevölkerung verblödet, verarmt, verletzt, am Leben hindert. Wechselnder Leadgesang und Leadgitarre von Neal und Larry, dezente Hammondunterfütterung, guter Einstieg.
Funkig wird der Silberling weitergeführt, in „Guilty“ singt Larry, wird unterstützt von kurzen Harmonicaeinschüben und fadet aus mit einem kurzen, knackigen Saitensolo von Neal.
Dann folgt für mich „einer“ der Songs, „A Friend Like You“ brilliert mit tollem Gesang beider Hauptsongwriter, die in diesem Fall textliche Unterstützung durch Mr. Crockett erfuhren, ein „Sumpfblues“ mit Slide, toller Harp, ein Gesamtkunstwerk….Orangenhaut verursachend.
„Saints Of New Orleans“ brilliert auch textlich, das Motto des Song: das hat diese Stadt nicht verdient. Die Schäden durch Hurrikan Katrina (2005) immer noch zahlreich vorhanden, das Bourbon Street Flair hat mittlerweile Ballermann- und Düsseldorfer Altstadt Niveau und „crooked Cops and gangsters are the kings of this old town“. Das zu New Orleans musikalisch natürlich sehr passende Accordion pept den Song zusätzlich auf.
Flotter Bluesrock dezenter texikanischer Art erwartet den geneigten Hörer in „Better Days“, „You Cant`t Do It“ und „Ride With Me“, einen sehr großen Touch „Santana“ Gitarre besitzt „Do Not Stand At My Grave And Weep“, im Gesang wechseln sich Larry und Neal nicht nur ab, sondern singen auch gemeinsam, und das Piano umkreist die „Latingitarre“ perfekt.
Im Song „Back It Again“ gefällt mir die Leichtigkeit der Gitarren, die Hammond hat Freiraum, und Larry singt etwas kräftiger als gewöhnlich.
„Bad Things, Good People“ setzt schon in den beiden Anfangszeilen dieses Zeichen: Some people spend their life helping others, never lie or cheat, always play fair…
Auch Gitarristisch sehr interessant, dieser Song.
Ein „Roadtrack“ ist „Chances“, Neals Stimme klingt hier so schön kratzig. Die Fremdkomposition „Neighbor, Neighbor“ beschließt mit dem kräftigen Leadfoot Rivet Backgroundgesang dieses Album, das am morgigen Freitag, den 18.03.2016, bei Dixiefrog erscheint, die Agentur H `Art ist für den Vetrieb zuständig.
Ich genoß bisher einige Male die Gelegenheit, die Musiker in den 1990er und 2000er Jahren mit ihren jeweiligen Bands zu erleben, es waren immer großartige Geschichten. Lasst es euch auch jetzt nicht entgehen, sie sind zur Zeit unterwegs…..(volker)

www.larrygarner.net

www.nealblack.net

H`Art Musik

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