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Black Moon Circle – Sea of Clouds

BMC-Cover(ch+to) Wir erinnern uns noch gut an den Herbst 2014, als wir über die „Andromeda“- Entdeckung stolperten. „Black Moon Circle“ kam damals wie aus heiteren Sternen, um uns in Ihrem akustischen Spaceship, in ganz eigene halluzinogene Soundträume mitzunehmen. „Sea of Clouds“ ist nun das vierte Feuerwerk der Band aus Trondheim. Es bildet mit spacigen Synthies, futuristischen Sci-Fi Sounds, abhebenden Gitarren und fliegenden Vocals eine sehr wohlwollende und mitreißende Intensität.

„Sea of Clouds“ bewegt sich neben der Veröffentlichung des ersten Teils der „The Studio Jams“ Trilogie. Dabei wurde die Richtung zu mehr orbitalen Klängen geändert und mit melodiebehafteten Gesangslinien ergänzt. Statt reine Improvisationen sind eigenständige Songs mit Instrumental-Passagen entstanden. Diese klanghafte Supernova knallt, mit Schallwellen von Effekten sowie von analogen Synthesizerechos und raumgreifenden Riffwolken angetrieben, durch die Umlaufbahn der hochkarätigen Soundspuren.

Das Album eröffnet mit „Lunar Rocket“, das zuerst launisch mit bluesartigen Gitarren anklingt. Nach einer Weile ändert sich dann doch alles und es explodiert regelrecht. Stampfend und pulsierend, mit Schlagzeugschubkraft, entlang intensiver Spannungspegel, wird der Song von Bass- und Vocalkraftpaket Øyvin angetrieben.
Eine Reihe von Effekten, immer schon das Besondere von Black Moon Circle, spielen dabei in ihrer exzellenten Soundwelt eine wichtige Rolle. Die Elemente aus Space, Psychedelic und heavy Groove verweben Sie mühelos und nahtlos ineinander. In der musikalischen Gesamtwirkung sind die Vocals von Øyvin eher zentral platziert. Somit tragen die feinen und schwerelosen Gesangsstrukturen auch das umfließende Soundgebilde.

Der andröhnende Wirbel von „The Magnificent Dude“ verbindet in Feedback den Bass mit der leicht bluesig-spacigen Gitarre. Die Rhythmus-Sektion baut eine langsam driftende, hypnotische Kulisse auf. Øyvin‘s Gesang tritt ein und verbindet Emotion mit dramatischen Akzenten. Das glühende Gitarrensolo tönt verbrennend, während der Kreisel von Synthesizern über das Ganze bläst. Effektvoll kombiniert sich alles und bildet einen langsam schmelzenden Kern aus Space und Psych mit Krautnuancen. Zunehmend gleiten sie immer weiter in diese futuristisch anmutenden Sequenzen hinein.

„Moondog“ beginnt dort, wo der „The Magnificent Dude“ aufhört. Eine leicht oszillierende Gitarre schwebt in der Stimmungslage. Bass und sprudelnde Sci-Fi-Synths fügen sich synchron den Passagen hinzu. Øyvin‘s Gesang fühlt sich gut in die wechselnde Abfolge dieser Musiklandschaft ein. Eine klanghafte Instrumentierung und Effekte bestürmen diesen getragenen Notenweg. Die Art des eingestreuten Gesangs erweist sich in diesem tollen Track als schöner Feinschliff, deren Wurzeln eher in die 70er Jahre geht. Es gibt mehr als nur eine Anspielung auf spacig-progressive Elemente aus dieser Ära, während auch etwas klassischer und psych-lastiger Rock durchscheinen.

„Warp Speed“ schließt das Album. Der Bass pluggert hinein, Sci-Fi-Synths streicheln darüber und die Gitarre spielt an. Dies ist das Signal für Øyvin. Seine Vocals liefern wieder die hervorragende Begleitung zum variierenden Schlagzeugtakt. Es folgen weitere Wirbel von Synthesizern, driftende Gitarre, spielerische Drumsequenzen. Sie bieten dazu die perfekte Kulisse für Øyvin’s antreibende Bass- und Vocalpassagen. Gegen Ende treibt der Song, in einem instrumentalen Gravitationsstrudel, mit fast schon gehörter Lichtgeschwindigkeit ins All hinaus. Dieser schmelzende dreizehn Minuten Epos zeigt Ihre musikalische Klasse von der allerbesten Seite.

Nur sechs Monate nach der Veröffentlichung von „The Studio Jams Vol 1“ beweisen sie sich mit „Sea of Clouds“ ein weiters Mal. Mit dem charakteristischen und hymnischen Gesang von Øyvin Engan ergibt sich stilistisch dazu ein etwas anderes Hörerlebnis. Unterschiedliche musikalische Genres und Einflüsse verschmelzen zu etwas Innovativen und Großartigem. Dies wird am besten beschrieben mit: dramatisch, futuristisch, erstklassig und eigenständig. Für Fans dieser Art Klangwolken ist diese Scheibe ein absolutes Muss!

Das Kunstwerk-Cover für „Sea of Clouds“ wurde von Marius Marti entworfen. Den ersten einhundert Kopien des Albums wird jeweils ein Original-Stück der Malerei beigelegt. Es lohnt sich, wenn rechtzeitig bestellt wird…. (Charly+Tom)

Das Album erscheint am 15. April 2016 via Crispin Glover Records auf White Vinyl mit CD.

Line-up:
Øyvin Engan – Bass Guitar/Vocals
Vemund Engan – Guitar
Per Andreas Gulbrandsen  – Drums

BMC-Band

Tracklist:
01 – Lunar Rocket (6:56)
02 – The Magnificent Dude (9:56)
03 – Moondog (8:23)
04 – Warp Speed (13:07)

Black Moon Circle – Bandcamp

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