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Onségen Ensemble – Awalaï

Awalai-Cover(ch) Aus dem kalten Oulu/Finnland kommt das „Onségen Ensemble“. Keyboarder/Bassist Esa Juujärvi und Schlagzeuger Veijo Pulkkinen spielten schon seit 1993 in diversen Formationen zusammen, anfänglich im Gothic Metal-Bereich. 2005 entschieden sie sich eine neue Band zu gründen, ihre Leidenschaft für Metal führte zu Progressive-Rock und Post-Rock. Jetzt kommt das neue Album „Awalai“ auf Vinyl.

Meist instrumental, transkribiert das Album perfekt die Vielfalt der Strömungen. Manchmal Metal, Doom, psychedelisch, atmosphärisch oder durch Post-Rock. Die Virtuosität der Musiker und die Komplexität der Kompositionen sind ausschweifend.

Es ist schwierig, einen Titel herauszuheben. Zwischen „Juuvaara“ mit den luftigen Gitarren, der frenetischen Basslinie, bis zum eindringlichen „Kuuhanka“, das sein Spiel im langen Intro beginnen lässt, sich dann zu Metal verwandelt, dann über zu „Awalaï“, ein sehr atmosphärisches Stück, oder schließlich „Solei“ mit den vielen Stimmungen und Farben im Sound.

Das Album beginnt mit „Juuvaara“, von einer schönen Gitarrenspur durchzogen, auf welcher das Team die Postrock-Soundwand aufbaut, treibend, locker und schwer getragen. „Kuuhanka“ sucht im Duett von Bass und Guitar den Dialog. Der Gesang setzt dann heftig ein, die Instrumentalfraktion spielt wie ein angehender Sturm auf. Der Frauenchor übernimmt den Gegenpol dazu, das zum Finale hin zu einer echten Metal-Show dreht.

Mit „Awalaï“ kommt ein schönes Space-Klima (gebaut von Synthesizer und Gitarren), mit mächtigem Finale. Der Song ist in seiner Atmosphäre am schönsten. Wie ein sanfter Morgenanfang der zum einsetzenden Regen übergeht. Die Gitarren ziehen an, das Gewitter kommt. Aber es sind die Frauen da, das beruhigt und bändigt alles. „HK7“ mit Progressive-Metal, und, im Finale, der schleppende Doom. Jedes Fragment ist sehr schmackhaft miteinander verbunden und überzeugend. Auch hier die Choruntermalung zu den heftigen Gitarren in Songabschnitten, nicht zuviel, und das ist gut so.

„Hottoizzoh“, dessen erste Version auf der EP vor neun Jahren veröffentlicht wurde. Ein richtiger Wirbelwind, der durch die Boxen fegt. Das Schlagzeug wird geknüppelt, der Bass wummert und die Gitarre rifft gnadenlos. „Solei“ ein weiterer starker Akzent der Scheibe und der letzte. Progressive-Rock (Synthesizer und Flöte) mit atmosphärischen Metal gemischt, der aber kurz vor dem Ziel in Richtung Psychedelia abtriftet. Die Mädels mischen auch hier etwas mit, angenehm und nicht zuviel.

Mit den komplexen Strukturen spielten sie eine qualitativ sehr hochwertige Produktion ein. Eine Freude für Musikliebhaber, außergewöhnlich und nicht klassifizierbar….. (Charly)

Das Album erschien am 4. Januar 2016 als Stream. Am 17. Juni 2016 via Pink Tank Records auf Yellow Vinyl 200 Stück mit Poster und Download Code.

Line-up:
Kimmo Nissinen – Guitar
Esa Juujärvi – Bass
Veijo Pulkkinen – Drums

Onsegen-Band

Tracklist:
SEITE A -AWALAI
01 – Juuvaara 06:05
02 – Kuuhanka 06:39
03 – Awalai 09:00

SEITE B – SOLEI
04 – HK7 07:10
05 – Hottoizzoh 04:54
06 – Solei 9:08

Onségen Ensemble – Bandcamp

Awalai-Vinyl

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