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Gypsy Sun Revival – Gypsy Sun Revival

GSR-Cover(ch+to) Das US-Trio „Gypsy Sun Revival“ aus Fort Wörth schwebt eintreibend mit einem gehaltvollen Album heran. Auf ihrem selbstbetitelten Debüt kommen sie im Stoner-Space-Rock-Gewand mit bluesiger Attitüde daher. In das ganze Klangpaket werden viele charmante Stilmittel eingebettet und es macht sich auf der gesamten Scheibe jede Menge belebender und strahlender Glanz breit.

Der Opener „Crimson Eye“ legt geheimnisvoll mit indisch angehauchter Einstimmung los. Becken schwellen an und rauschen flirrend in den Raum ab, bevor der Song, spielerisch, kantig und druckvoll, in einem brodelnden Psych-Blues-Jam übergeht. Orbital zerrend und blubbernd läuft der Song aus und wird damit gleich zum lauschigen Einstand nach Mass.

Der folgende Track „Solar-Breeze“ ist dann ein mit Bluesnoten durchtränkter Ohrenschmaus. Mit einem fantastischen Gitarrengrundton im Hendrix-Charme, den Drums plus interstellaren Orgelwellen und facettenreichen Rytmuswechsel sowie dem famosen Gitarren-Solopart, entwickelt sich der Song zu einem Highlight. Es ist ein atemberaubendes Groove-Feuerwerk, das hier zum Besten gegeben wird.

„Cosmic Plains“ enthält eine erstklassige und energetisch geladene, groovige Stoner-Atmosphäre mit einem spacigen Mittelteil. Die Vocals erinnert dazu ganz leicht an Fu Manchu, wenn Lee Ryan lässig seinen magisch und kosmisch gezogenen Text intoniert. Die klangbehaftete Vielfalt mit erodierter Gitarre scheint irgendwo aus dem Jenseitigen zu kommen. Es ist einer der stärksten Tracks des Albums. Eine grandiose Mid-Tempo Odyssee mit ausgeflippter Wah-Wah-Gitarre und losgelöster Orgel.

„Somewhere Beyond“ eröffnet mit Sitar ähnlichen Nuancen sowie Ritualgeraschel und minimalem Basspiel. Der Song nimmt Fahrt auf, kommt mit Organ und Vocals wieder zurück und zupft sich entspannt dem Ende entgegen.

„Idle Tides“ kehrt in gemächlicher Gangart zu den bluesigen Wurzeln zurück. Mit Gitarren-Solos und tiefem Pumpen der Bassline verführt er langatmig und tiefgreifend. Der Song lässt seine Bodenständigkeit hinter sich und birgt sein großes Geheimnis in der Gezeitenströmung des Seins.

„The Other Side“ generiert eine Dub-Reise mit Eastern Gitarre, warmherzigen Basspassagen und verträumt, halluzinatorischem Gesang in die andere Dimension. Im Hintergrund flirrt und flackert es sehr intensiv, was wiederum auf unserer anderen Zuhörerseite sehr zu Gefallen weiß.

„Radiance“ beginnt mit einem seltsamen Flug. Der tropfende Bass mit dunstiger Gitarre bricht sich Bahn. Ein Space-Rock Jam webt ein, treibt weg und bringt alles zum kosmischen Leuchten. Sie pulverisieren die Noten geradezu ohne dabei die glänzende Orientierung zu verlieren. Es ist ein würdiger Ausklang, der das feine Niveau der Scheibe nochmals unterstreicht.

Die Musik der Texaner ist wirklich erwärmend. Dabei sind sie mit ihrem vielschichtigen Debüt in einen trippy-psych-sun Flair eingetaucht und haben sieben hochkarätige Songs kreiert. Alles wirkt glänzend erdig und kosmisch hypnotisierend zugleich. Wir empfehlen dazu: unbedingt mal reinhören und selbst beleben lassen! … (Charly+Tom)

Erschien am 14. Juni 2016 auf Bandcamp. CD und Vinyl ist in Vorbereitung.

Line-Up:
Lee Ryan – Vocals, Bass, Organ
Will Weise – Guitar
Ben Harwood – Drums, Percussion

GSR-Band

Tracklist:
01 – Crimson Eye (6:53)
02 – Solar Breeze (4:53)
03 – Cosmic Plains (5:07)
04 – Somewhere Beyond (7:42)
05 – Idle Tides (7:19)
06 – The Other Side (6:55)
07 – Radiance (7:46)

Gypsy Sun Revival – Bandcamp

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Filed under: Album Reviews, Blues, Heavy, Jam, Psychedelic, Rock, Space, Stoner,

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