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Crippled Black Phoenix 21.12.2016 Köln, Underground

cbp-51(ci) Jahresabschluss 2016 für die Berichterstatterin. Für die Band ist Köln die letzte Station der NO FUN Wintertour. Im legendären Underground, mein alter Lieblingsclub (seit 1992), der mich dieses Jahr allerdings schon mehrmals enttäuscht hat was Konzertorganisation und Sound angeht. Aber als schönes Vorweihnachtsgeschenk bekomme ich diesmal einen perfekten Konzertabend geliefert. Music wins!
the-devils-trade-7 the-devils-trade-37Support:
THE DEVILS´S TRADE –eine Ein Mann Band mit beeinduckendem Schnurrbart: folk hungarian folk acoustic alternative country alternative folk blues blues folk folk singer-songwriter original aus Budapest. Ganz nach dem Motto: Happy Music Is Shit! erfreut uns Mako David zur Einstimmung mit E-und Akustik Gitarre und Banjo! Der Saal füllt sich und lässt sich von der raumgreifenden Stimme des Künstlers mitnehmen. Ich denke man muss länger suchen bis ihm da jemand das Wasser reichen kann, als Ein-Mann Show so viele Zuschauer zu begeistern! Bewegend und besonders Gänsehaut erzeugend: zwei Songs in der Muttersprache. Da schwappt unabgelenkt von jeglichem Text pures Gefühl rüber.

https://thedevilstrade.bandcamp.com/

https://www.facebook.com/TheDevilsTrade/?fref=tsThe

publicist-uk-1PublicistUK

Brett Bamberger: Bass
Zachary Lipez: Gesang
David Obuchowski: Gitarre
Dave Witte: Schlagzeug

post-punk revival rock goth gothic gothic rock indie indie rock post-metal post-punk post-rock shoegaze aus: (anders als der Bandname suggeriert) United States.
Ich vermute Gitarre und Bass geben mit ihrem Geburtsjahrgang die Richtung vor: 80er sind wieder “hip”. Sänger Zachary gestyled in schwarzen Zwirn bittet in bester Wave-Manier seine Schwester um Erbarmen. Monsieur Dave am Schlagzeug legt einen routinierten Beat vor und erzeugt einen spannenden Kontrast zur restlichen Band-Besetzung. Das Publikum (Ü-30) kommt darauf sehr gut klar, sicher sind einige wieder in ihre Jugend eingetaucht! Entspannt reiht sich Song an Song. Am Ende belebt Jonas Stålhammer an der Gast-Gitarre den etwas zugeknöpften Auftritt und Zachary öffnet den obersten Hemdknopf.

https://publicistuk.bandcamp.com/

https://www.facebook.com/PublicistUK/

CRIPPLED BLACK PHOENIX

Band heute Abend (wenn ich gut genug recherchiert habe):
Justin Greaves : Gitarre/ Gesang
Daniel Anghede: Gitarre, Gesang
Belinda Kordic: Gesang
Mark Furnevall : Synthesizer, Keyboard
Ben Wilsker: Schlagzeug
Tom Greenway : Bass
Jonas Stålhammer : Gitarre
Helen Stanley: Piano and Trompete
Aus den Tiefen der Dunkelheit steigen sie empor:
Wie so häufig auf Konzerten, das Kölner Publikum ein wenig verhalten trotz des Knaller- Einstiegs „ Rise up and Fight“. Im Underground, lange der Tempel für: Long live Independence, kommt dann mit dieser sehr lebhaften Darbietung des Songs Leben in die Bude. Der unverwechselbare Sound sitzt, die Band – aufgewärmt. Zeit für ein Stück vom neuen Album Bronze: Deviant Burials. Für mich eines der exotischeren Stücke auf der Platte, fügt sich aber optimal in die Reihe. Genauso wie das nächste: No Fun. Mit Belinda gewinnt der Song und konzentriert typischsten CBP Sound in sich. Schon lange niemanden mehr gesehen der Unterwäsche so souverän auf der Bühne trägt (love it!).
Rotten Memories: jetzt ist es soweit, ich wußte es würde passieren. Der Emotionspegel so hoch und Feuchtigkeit schwappt aus den Augen. Daniels Gesang ist ja meist so sehnsuchtsvoll gestimmt, aber hier übersteigt es den Gänsehaut Effekt.
Mit Born in a Hurrican, (Mankind)The Crafty Ape und NO! (White Light Generator), Song for the loved (The Resurrectionists) wird dann noch mal älteres Material zum Besten gegeben.

Ein Höhepunkt, Scared and Alone: Hier mal wieder Emotions-Wahrnung an alle Rocker: pure love, sweet and sadness inside.

(Keine Ahnung wie oft ich das noch hören werde um irgendwann nicht mehr dazu zu heulen.)
Puuh, Kontrastprogramm folgt auf den Fuß: Turn to Stone, Spass! Spass! Auf und vor der Bühne wird gerockt was das Zeug hält, Tom am Bass lässt die Haare fliegen. Gastsänger Mako David bringt volle Power auf die Bretter und ersetzt Arvid Jonsson (Greenleaf), der auf dem Album den Stoner-Touch einbringt. Da rinnt der Schweiss.
444 gereicht ein wenig zur Erholung bevor We are the darkeners das Ende der Show einleitet. Ebenso wie auf „Bronze“ enden wir wieder bei der Dunkelheit, für Publikum und Musiker ist aber schon klar, das war´s noch nicht. We will always be the last to fall!!
Herbeigejubelte Zugabe:
we forgotten who we are, und, natürlich: Burnt Reynolds! Die Party startet, ein rauschendes Fest mit Bad in der Menge für Justin. Textsicher singen die Zuschauer mit (zwinker). Mit 14 Herren, 2 Damen auf der Bühne feiert schließlich die komplette Crew ihren Abschied. Es fehlt eigentlich nur noch ein bronzener Glitterregen von oben, dann ist Weihnachten und Silvester zusammen!
Die NO FUN Tour hat wohl doch ziemlich Spaß gemacht und Köln ist der Meinung: Ein großartiges Konzert mit bombastischem Finale! Wer würde da nicht zustimmen? Herzerwärmend in diesen düsteren Zeiten.
Und wer zu Weihnachten nicht das “Richtige” Geschenk unterm Baum hatte, der folge diesem link: http://shop.season-of-mist.com/catalogsearch/result/?q=Crippled+Black+Phoenix
(cherries)
Alle Fotos: Falk-Hagen Bernshausen

http://www.crippledblackphoenix.co.uk/biog

https://rockblogbluesspot.com/2016/11/09/crippled-black-phoenix-bronze/

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