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Muddy Moonshine – Muddy & Wild

muddy_moonshine-cover640(vo) Southern Rock aus Finnland? War mir bis dato völlig unbekannt, aber warum nicht wenn es sich um solch gediegene Musik handelt, die sich hinter keiner aktuellen Band dieses doch arg dezimierten Genres anstellen muß. 2014 gegründet, 2015 die erste EP „Distilled in Finland“, die noch mehr Blueslastig daherkam und nun im Dezember 2016 der erste Longplayer, der sehr viel mehr durch südliche Rock Gefilde cruist wobei der Blues nicht hinten ansteht und auch mal richtig den Blues hat.

Ja, und passenderweise stammt die Band aus dem Süden Finnlands, ihre Heimat Vantaa liegt etwas oberhalb von Helsinki. Laut dem Coverbild hat finnischer Moonshine den gleichen Background und Effekt wie der, den ich in Norwegen kennenlernte und von Stund`an fürchtete: selbstgebrannter Schnaps (kein Wunder bei den Preisen für Schnaps dort oben), der dir die Schuhe und Socken auszieht und, in ein Schnapsglas gefüllt und angezündet, solange brennt wie ein ewiges Licht auf dem Friedhof. „Schlammiger Fusel“, was für ein großartiger Bandname. Dafür gibts die Destillenadel in Gold.
Der Sechser beginnt die Sause mit „Back In Jail“, einem wunderschönen Landstrassenrocker, bei dem immer wieder mal der Härtegrad anzieht, mit kurzem, knackigen Solo aus sechs Saiten und einem sehr geschmackvollen Akustikgitarreneinschub, guter Stoff zum Auftakt. Weiter geht es mit „Drunk As Fuck“, wieder mit feinem Akustikteil, knackig knackig.
„This Town Is Mine“ gibt es auch als Video (siehe Link weiter unten), Yihaa! Ein flotter Tanzbodenfeger, nicht umsonst die erste Auskopplung des Albums. Der „Moonshineman“ ist ein astreiner Slidegitarrenblues mit toller Gesangsleistung von Aleksi, der schon seit Ende der 90er aktiv ist, u.a. in der Gothic Metal Band Fragile Hollow. Die beiden nächsten Titel, „Bottle Of Love und Funkytown) fahren auf der Funkyschiene, interessante Abwechslung im Verlauf des Tonträgers.
Wir wechseln nach diesen beiden Titel in den Countryrock, der „River“ fließt flüssig ohne Stromschnellen, versprüht aber genug Gischt. „Blued Steel Blues“: Slide ein, Gesicht in den Wind und ab geht die Post über die Landstrassen im Land der tausend Seen. Was mir auch bei diesem Titel gefällt ist der Akustikgitarreneinschub, passt und wackelt kein Stück.
Der „Russian Pussycat Blues“ klingt so ein bißchen nach alten Stones und Long Cool Woman der Hollies, geht gut los.
Akustikslidebeginn bei „Stomp“, der im weiteren Verlauf durch elektrischen Slidemodus Unterstützung erfährt, immer mehr Fahrt aufnimmt, aber zwischendurch auch mal zur Tanke muß bevor er wieder losdampft. „Succubus“ schließt das Album ab: Countryrock trifft mit Slide und Drive den Nerv des geneigten Hörers.
Fazit: ein großartiges Album, das dem europäischen Southern Rock sehr gut zu Gesicht steht, mit sechs Musikern die ihr Handwerk beherrschen und verstehen und hie und da Unterstützung durch Backgroundgesang, Harp und Tasten erhalten…..(volker)

01. Back In Jail
02. Drunk As Fuck
03. This Town Of Mine
04. Moonshineman
05. Bottle Of Love
06. Funkytown
07. River
08. Blued Steel Blues
09. Russian Pussycat Blues
10. Stomp
11. Succubus

Line-up:
Aleksi Ahokas – Vocals
Jarmo Ikala – Guitars/Slide
Jonne Roth – Guitars
Kim Sandström – Bass
Saku Manninen – Drums
Stefan Granroth – Guitars

http://www.muddymoonshine.com

https://www.facebook.com/officialmoonshine

 

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