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Duke Robillard – Blues Full Circle

dukefrontGradliniger Old-School-Blues

(ro) Bei diesem Album passt einfach alles. Denn wo Duke Robillard drauf steht, da ist auch Duke Robillard drin – ganz klar. Was erwartete ich also, als ich die neue CD von Duke in meinen Player schob? Nichts anderes als „Blues and Nothing but the Blues“. Und genau so war es dann auch. Perfekt!

„Blues Full Circle“, so heißt das neueste Album von dem zweifach für einen Grammy nominierten und mit vielen Blues Music Awards ausgezeichneten Gitarristen Michael „Duke“ Robillard.
Hier beweist der mittlerweile 68-jährige US-Musiker zusammen mit seinen unwiderstehlich groovenden Mitstreitern Bruce Bears ( Piano, Hammond Organ), Brad Hallen (Acoustic und Electric Bass) und Mark Teixeira (Drums) wieder einmal mehr, warum er seit über vier Jahrzehnten als Blues-Gitarrist ganz vorn mitspielt.

Duke Robillard, der bereits im Jahre 1967 “ Roomful of Blues“ gründete und sich damit in den 1960er und 1970er Jahren einen Namen machte, beschreibt sein neues Album selbst wie folgt:
„Dieses Album stellt wirklich einen vollkommenen Zyklus des Blues für mich dar. Acht der Stücke sind Neukompositionen und drei Stücke sind Songs, die ich vor 30 bis 45 Jahren geschrieben habe, als ich in den 1970er Jahren noch Bandleader und Frontmann von Roomful of Blues war. Wir hoffen, dass Euch dieser Ansatz des `back to the roots‘ gefällt. Das hier ist geradliniger Old-School- Blues unserer kleinen Band.“

Ein neugieriger Blick auf die Trackliste und auf die „Very Special Guests“ verrät, welche der Songs diejenigen sind, die bereits vor langer Zeit geschrieben und für diese CD neu eingespielt wurden.

Als da wären: „Last Night“ ( Vocals – Sugar Ray Norcia, Sax – Gordon Beadle ), „The Mood Room“ ( Vocal / Piano – Kelley Hunt ) und „Shufflin und Scufflin“ ( Guitar – Jimmie Vaughan, Sax – Doug James).

Alle drei Lieder treiben mir die Wonne in die Ohren. Mit beseeltem Temperament und ohne viel Pipapo wird hier der geneigten Hörerin sogleich klargemacht, dass, wenn ein Song „alt“ ist, er nicht alt ist. Man landet an einem magischen Ort und in einer Zeit, wo Alben qualitativ noch Stück um Stück zu bestehen wissen und in Gänze „zeitlos“ genannt werden dürfen.

dukebackOh ja, „Blues Full Circle“ ist das brillante Album eines hochklassigen Quartetts, bei dem die einzelnen Musiker es verstehen, sich zurückzunehmen, wo es angebracht ist, jederzeit auf der Höhe zu sein, Drive zu geben statt es Krachen zu lassen und dabei keine Minute zu langweilen.

Schon gleich der erste Track „Lay a Little Lovin‘ on Me“ fordert dazu auf, sich zumindest zeitweise einmal von allem auszuloggen, abzuschalten, sich abzumelden und einfach nur ganz altmodisch Musik zu hören. Und zwar geradeaus gespielten Blues der alten Schule.
Gerade in Zeiten wie diesen, in denen Schwierigkeiten und Chaos überhand zu nehmen scheinen, braucht es solche flüssigen und gleichzeitig markanten Klänge, die für kurze Zeit Glückseligkeit durch Boxen oder Kopfhörer jagen.
Genau so mag ich das.

Und welches ist mein ganz persönliches Highlight dieses Albums? Das ist ohne Frage der schleppend einfühlsame Blues „Worth Waitin`On“. Ein wahrlich famoser Song in eindrucksvoller Bildersprache, der den Hörer oder die Hörerin in eine ganz spezielle Stimmung versetzt.
So ein bisschen fühlt man sich so wie damals, als man mit dem Menschen seines Herzens am Meer stand und überlegte, ob man nicht einfach mal zusammen bis zum Horizont schwimmen sollte.  Eine sehr schön passende, wunderbar unaufgeregte, nie ausschweifende Orgel tut das Übrige dazu.

Jeder einzelne Song dieser handgemachten Qualitätsmusik ist gelungen, steht für sich allein und trotzdem zeigt sich das gesamte Album wie aus einem Guß.

Es ist schwer zu sagen, was mich am meisten begeistert: die musikalische Könnerschaft oder das völlige Fehlen von Firlefanz und Protz. Alle dreizehn Songs kommen genau auf den Punkt. Sie sind sehr abwechslungsreich, aber stets zusammengehalten von diesen exzellenten und dennoch unaufdringlichen Musikern. (…Rosie…)

Songliste:

1.) Lay a Little Lovin‘ on Me  //  2.) Rain Keeps Falling  //  3.) Mourning Dove  //  4.) No More Tears  //  5.) Last Night (Feat Sax Gordon Beadle & Sugar Ray Norcia)   //  6.) Fool About My Money   //  7. The Mood Room (Feat Kelly Hunt)  //  8.) I’ve Got a Feelin‘ That You’re Foolin‘  //  9.) Shufflin‘ and Scufflin‘ (Feat Jimmie Vaughan & Doug James)  // 10.) Blues for Eddie Jones //  11.) You Used to Be Sugar  //  12.) Worth Waitin‘ on  //  13.) Come with Me Baby

Musiker:

Duke Robillard – Guitar, Vocals
Bruce Bears – Keyboards
Brad Hallen – Bass
Mark Teixeira – Drums

Very Special Guests:

Jimmie Vaughan – Guitar (Track 9)
Sugar Ray Norcia – Vocals (Track 5)
Kelley Hunt – Piano, Vocals (Track 7)
Gordon „Sax“ Beadle – Saxophon
Doug James – Saxophon

Websites:www.dukerobillard.com and www.stonyplainrecords.com.

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